Arktische Oszillation sorgt für Temperaturanomalien

Temperaturanomalie im Dezember 2010 auf der Nordhalbkugel
Temperaturanomalie im Dezember 2010 auf der Nordhalbkugel. Quelle: NASA

Die Rede von Schneechaos und Wintereinbruch beherrscht seit Wochen die Medien und privaten Gespräche. Zur Untermauerung veröffentlichte die NASA dieses Bild der Nordhalbkugel der Erde mit Temperaturanomalien auf der Oberfläche in der Woche vom 3. bis 10. Dezember 2010. Verglichen wurden die Daten mit Durchschnittswerten der gleichen Zeitperiode der Jahre 2002 bis 2009. Das Bild sieht dramatisch aus. Bis zu -15 Grad Celsius weichen die Temperaturen in Europa von der Vergleichsperiode ab. Auf Grönland ist es dagegen teilweise 15 Grad wärmer.

Erklärt werden die kalten Temperaturen mit der negativen Arktischen Oszillation, die dafür sorgt, dass extreme Kaltluft vom Nordpol sehr weit südlich vordringt. Auch im Dezember 2009 sorgte eine negative Arktische Oszillation für ein ähnliches Bild. Diese ungewöhnliche Situation sorgt also für den vielen Schnee in Europa. Bleibt die Lage so, wird der Winter 2010/2011 weiterhin kalt und schneereich.

Die Daten der NASA haben allerdings einen kleinen Fehler. Der Vergleichszeitraum liegt ausgerechnet im laut Meteorologischer Weltorganisation WMO wärmsten Jahrzehnt seit dem Beginn regelmäßiger Messungen 1850. Ein Vergleich mit durchschnittlich warmen Jahren wäre passender.

Foto: NASA Earth Observatory image created by Jesse Allen, using data provided courtesy of the NASA/GSFC Distributed Active Archive Center. Caption by Holli Riebeek.

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