Montag, der 28. Februar 2011, 15:12 Uhr von
daburna

5,7 Millionen zusätzliche Leser am Tag sind nicht unerheblich. Eine um das 24fache gesteigerte Onlinereichweite auch nicht. Der SPIEGEL kehrt dies aber unter den Tisch. Titelthema der aktuellen Ausgabe 9/2011 des SPIEGEL ist die BILD-Zeitung. Im inhaltlich sehr ansprechenden Artikel “Im Namen des Volkes” heißt es über die BILD:
“Bis 2001 schwankte die Auflage jahrelang um den Wert von 4,5 Millionen, danach ging es bergab, und nun hat sie die Drei-Millionen-Marke nach unten durchbrochen. In kaum zehn Jahren hat sie ein Drittel ihrer Käufer verloren.”
Bei den genannten Zahlen handelt es sich um die Printausgabe der BILD. Zahlen zur Onlinenutzung des Angebots der BILD fehlen im Artikel. Von Januar 2002 hat sich die Zahl der gesamten Besuche von bild.de pro Monat von 7,3 Millionen auf 176,1 Millionen im Januar 2011 um das 24fache gesteigert. Pro Tag sind das ungefähr 5,7 Millionen Besuche. Die kommen auf die täglichen 12 Millionen BILD-Leser obendrauf.
Sowas sollte man im Hinterkopf haben, wenn man über Reichweite und Einfluss der BILD redet oder schreibt.
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Montag, der 28. Februar 2011, 13:38 Uhr von
daburna
Ein Wettkampf über drei Jahre. Das Leben als Spielbrett. Verrückte und lustige Aufgaben. Das fasst ganz gut den Ablauf der Drei-Jahres-Competition zusammen, an der ich auch teilnehme. Um das Erlebte medial zu begleiten, habe ich für mein Team die Website www.plan-c.me online geschaltet. Nur in Ausnahmefällen werde ich hier im Blog auf bestandene Aufgaben hinweisen.

Screenshot von www.plan-c.me.
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Donnerstag, der 24. Februar 2011, 15:55 Uhr von
daburna
In der Rubrik Feedreader stelle ich hier in unregelmäßigen Abständen interessante Blogs und mehr vor.
Das regionale Pendant zum BILDblog ist der Ostsee-Zeitung-Blog. Blogger Ulrich Meyke beobachtet hier seit 2005 die Artikel der Ostsee Zeitung (OZ). Die einzige Lokalzeitung an der Ostseeküste Mecklenburg-Vorpommerns hat keinen regionalen Konkurrenten. Kontrolle durch Konkurrenz ist nicht möglich. Hier setzt Meyke mit seinem Watchblog an. Täglich schreibt er teilweise mehrere Beiträge als Antwort auf OZ-Artikel.

Screenshot Ostsee-Zeitung-Blog.
Meyke selbst arbeitete 10 Jahre als Redakteur für die OZ. Er hat also tiefe Einblicke in die Arbeit der OZ gesammelt. An der OZ bemängelt er vor allem, dass sie “Nebel statt Information” oder “Überflüssiges und Ungenaues” liefere. Dies mache sich in letzter Zeit besonders durch die Übernahme von Agentur- oder Pressemeldungen bemerkbar, die als Eigenleistung verkauft würden.
Sein Schreibstil ist dabei nicht objektiv, sondern hat einen sarkastischen und vorwurfsvollen Ton. Da er inzwischen seit sechs Jahren das kritische Korrektiv der OZ schreibt und sich immer noch nichts geändert hat, ist dies aber nachvollziehbar.
Optisch ist der Blog nicht aufwendig gehalten, aber auch nicht sonderlich ansprechend. Positiv fällt auf, dass der Blog sehr auf den Inhalt fokussiert ist. Es gibt wenig Bilder im Text. Weder Werbung noch andere Spielereien lenken vom Lesen ab.
Der Ostsee-Zeitung-Blog sollte für Leserinnen und Leser der Ostsee Zeitung ein Muss sein. Kritische Menschen kommen hier auf ihre Kosten.
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Mittwoch, der 23. Februar 2011, 18:56 Uhr von
daburna
Er redet sich immer tiefer rein. Es sei “nicht bewusst mit Vorsatz getäuscht” worden, sagte Bundesverteidigungsminister Karl-Theodor zu Guttenberg (CSU) heute in der Aktuellen Stunde des Bundestags. Angesichts von ungekennzeichneten Zitaten auf über 72 Prozent aller Seiten seiner Doktorarbeit ist es nun berechtigt, die Frage zu stellen, welche bewusstseinsverzerrenden Mittel zu Guttenberg denn genommen hat.
Die Affäre um zu Guttenberg beschädigt die Wissenschaft und die Demokratie. Wissenschaftler und Akademiker gelten in der Gesellschaft als besonders integer. Der Erhalt eines Doktortitels ist mit jahrelangem Forschungsaufwand und Literaturstudium verbunden. Ein Verstoß gegen die Sorgfaltspflicht ist kein Kavaliersdelikt.
Jedem Studierenden werden schon bei Benutzung der Wikipedia als Quelle die Ohren langgezogen. Ein Politiker darf aber kopieren, ohne dass es spürbare Konsequenzen gibt? Hier werden ganz klar falsche Signale gesendet. Mit dem Ablegen des Titels und einer lapidaren Entschuldigung ist es nicht getan. Guttenberg bezeichnetete die Vorwürfe letzte Woche noch als abstrus. Erst nachdem immer mehr Stellen seiner Doktorarbeit als Plagiat entlarvt wurden und er in die Enge getrieben wurde, gab er zu, Fehler gemacht zu haben.
Dieses Eingeständnis hätte früher kommen müssen. Es geht jetzt nicht darum, einen “beliebten und erfolgreichen Minister in den Dreck zu ziehen” wie es Andreas Schockenhoff (CDU) der Opposition vorwarf. Es geht um den Verlust an Vertrauen in die Wissenschaft und vor allem in die Politik. Erst dementieren und wenige Tage später doch Fehler zugeben, schafft kein Vertrauen. Der Bundesverteidigungsminister hat damit jede Glaubwürdigkeit verloren.
“Begriffe wie Anstand und Ehrgefühl werden nur bemüht, weil sie das Publikum gerne hören will. Doch sie bedeuten nichts. Das ist nicht gut für die Demokratie.” Stefan Kuzmany auf SPIEGEL online
Bundesregierung und Koalitionsparteien ziehen keine Konsequenzen daraus, dass ein Politiker, ein Minister aus ihren Reihen, betrogen und gelogen hat. Menschen haben Schwächen und Fehler, sonst wären sie keine Menschen. Guttenbergs Entschuldigung kam aber zu spät und schadet – im Gegensatz zu seiner persönlichen Einschätzung – sehr wohl der politischen Landschaft.
Wie soll der einfache Bürger einem Politiker vertrauen, wenn er gestern alles abstreitet, überführt wird, Fehler eingesteht, sich entschuldigt und weiter macht als wäre nichts gewesen? Mit der Affäre geht der Politik vielleicht das letzte gebliebe Fünkchen Vertrauen und Glaubwürdigkeit verloren. Ein unglaubwürdiger Minister hat in der Bundesregierung nichts verloren. Bitte reichen Sie ihren Rücktritt ein!
Foto: World Economic Forum swiss-image.ch/Photo by Sebastian Derungs // CC BY-SA 2.0
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Dienstag, der 22. Februar 2011, 16:30 Uhr von
daburna
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