Was der SPIEGEL (bewusst) vergisst

Der Spiegel

5,7 Millionen zusätzliche Leser am Tag sind nicht unerheblich. Eine um das 24fache gesteigerte Onlinereichweite auch nicht. Der SPIEGEL kehrt dies aber unter den Tisch. Titelthema der aktuellen Ausgabe 9/2011 des SPIEGEL ist die BILD-Zeitung. Im inhaltlich sehr ansprechenden Artikel „Im Namen des Volkes“ heißt es über die BILD:

„Bis 2001 schwankte die Auflage jahrelang um den Wert von 4,5 Millionen, danach ging es bergab, und nun hat sie die Drei-Millionen-Marke nach unten durchbrochen. In kaum zehn Jahren hat sie ein Drittel ihrer Käufer verloren.“

Bei den genannten Zahlen handelt es sich um die Printausgabe der BILD. Zahlen zur Onlinenutzung des Angebots der BILD fehlen im Artikel. Von Januar 2002 hat sich die Zahl der gesamten Besuche von bild.de pro Monat von 7,3 Millionen auf 176,1 Millionen im Januar 2011 um das 24fache gesteigert. Pro Tag sind das ungefähr 5,7 Millionen Besuche. Die kommen auf die täglichen 12 Millionen BILD-Leser obendrauf.

Sowas sollte man im Hinterkopf haben, wenn man über Reichweite und Einfluss der BILD redet oder schreibt.

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