Feedreader: Ostsee-Zeitung-Blog

In der Rubrik Feedreader stelle ich hier in unregelmäßigen Abständen interessante Blogs und mehr vor.

Das regionale Pendant zum BILDblog ist der Ostsee-Zeitung-Blog. Blogger Ulrich Meyke beobachtet hier seit 2005 die Artikel der Ostsee Zeitung (OZ). Die einzige Lokalzeitung an der Ostseeküste Mecklenburg-Vorpommerns hat keinen regionalen Konkurrenten. Kontrolle durch Konkurrenz ist nicht möglich. Hier setzt Meyke mit seinem Watchblog an. Täglich schreibt er teilweise mehrere Beiträge als Antwort auf OZ-Artikel.

Screenshot Ostsee-Zeitung-Blog
Screenshot Ostsee-Zeitung-Blog.

Meyke selbst arbeitete 10 Jahre als Redakteur für die OZ. Er hat also tiefe Einblicke in die Arbeit der OZ gesammelt. An der OZ bemängelt er vor allem, dass sie „Nebel statt Information“ oder „Überflüssiges und Ungenaues“ liefere. Dies mache sich in letzter Zeit besonders durch die Übernahme von Agentur- oder Pressemeldungen bemerkbar, die als Eigenleistung verkauft würden.

Sein Schreibstil ist dabei nicht objektiv, sondern hat einen sarkastischen und vorwurfsvollen Ton. Da er inzwischen seit sechs Jahren das kritische Korrektiv der OZ schreibt und sich immer noch nichts geändert hat, ist dies aber nachvollziehbar.

Optisch ist der Blog nicht aufwendig gehalten, aber auch nicht sonderlich ansprechend. Positiv fällt auf, dass der Blog sehr auf den Inhalt fokussiert ist. Es gibt wenig Bilder im Text. Weder Werbung noch andere Spielereien lenken vom Lesen ab.

Der Ostsee-Zeitung-Blog sollte für Leserinnen und Leser der Ostsee Zeitung ein Muss sein. Kritische Menschen kommen hier auf ihre Kosten.

3 Kommentare


  1. „Da er inzwischen seit sechs Jahren das kritische Korrektiv der OZ schreibt und sich immer noch nichts geändert hat, ist dies aber nachvollziehbar.“

    Es verändert sich – zum Schlechten.
    Ansonsten schreibe ich schon seit Jahren nicht mehr, um Verbesserung anzuregen, sondern um den Niedergang einer Zeitung zu dokumentieren. Deshalb auch die Hinweise auf einiges vom dem, was nicht in der OZ aber anderswo zu lesen ist.

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  2. Man kann auch der Meinung sein, „lupe“ ist ein Erbsenzähler…

    Was in diesem Blog, welches ich einige Zeit las, steht ist nicht durchweg kleinkariert und trotzig.

    Allerdings sind viele Beiträge nicht nachzuvollziehen für mich.
    Würde sich lupe auf tatsächliche, objektive Kritikpunkte beschränken, so wäre seine Leserschaft vermutlich grösser.

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