Antwort von den Moritz Medien

Foto: barockschloss via Flickr CC BY-SA 2.0

Ich hatte der Redaktion des Moritz Magazin meine Begründung, warum ich die Bundeswehrwerbung im aktuellen Moritz ablehne, leicht angepasst zugemailt und darum gebeten, kurz Stellug zu beziehen.

Die Mail fing an mit „Liebe Moritz-Redaktion“ und endete mit einem Verweis darauf, dass ich Mitglied des webMoritz bin und Diskussionsvorgänge in Redaktionen kenne.

Die Antwort kam dann prompt am Montag (08.02.2010). Allerdings finde ich die Mail sehr unpersönlich. Wieso die Geschäftsführung der Moritz Medien auf förmliche Distanz geht und mich mit „Sehr geehrter Herr Wunder“ anredet, versteh ich nicht.

So, aber lest selbst:

Sehr geehrter Herr Wunder,

ich verweise Sie auf einen Satz der bei uns im Impressum eines jeden Heftes steht: „Die in Artikeln und Werbeanzeigen geäußerten Meinungen, stimmen nicht in jedem Fall mit der Meinung des Herausgebers überein.“

Die Geschäftsführung war sich nach Absprache mit der Chefredaktion einig, diese Anzeige zu schalten.

Beste Grüße

Erik Schumacher

——————————————
moritz – Studentische Medien Greifswald

Geschäftsführung:

Christof Kraft
Erik Schumacher

Meiner Auffassung nach ist das zwar eine Antwort, aber sie stellt mich nicht zufrieden. Nach dieser Definition von Werbung könnte im nächsten Moritz z.B. Werbung für einen Porno oder die NPD gezeigt werden, da das ja nicht die Meinung der Redaktion widerspiegeln müsste. Ein interner Codex, was geht und was nicht geht, wird doch hoffentlich vorhanden sein.

Ich kann nur dazu auffordern, allen die diese Anzeige nicht passt, einen (kurzen) Leserbrief an das Moritz Magazin zu schicken. Die Mailadresse dazu ist moritz@uni-greifswald.de.

Foto: barockschloss / CC BY-SA 2.0

14 Kommentare


  1. die beiden sind wohl keine studenten mehr oder warum wird man ist jetzt so förmlich?

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  2. Hm,
    eine mehr als unbefriedigende Antwort und auch ein wenig kurz wie ich finde

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  3. [irony]Sehr geehrter Herr Wunder,[/irony]

    worauf möchte her Schuhmacher hinaus? Dass der Herausgeber sich von Entscheidungen der Geschäftsführung und Chefredaktion distanziert? Die in der Werbeanzeige geäußerten Meinung stimmt nicht mit der Meinung des Herausgebers überein ABER die Geschäftsführung hat in Absprache mit der Chefredaktion entschieden, dass…?!

    Mit ganz persönlichen Grüßen, dein
    Mariano

    PS: Zeichensetzung, Herr Schuhmacher! Zeichensetzung!

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  4. Interessant wäre es, wenn du auch deine Mail an die GeFü online stellen würdest.

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    1. Also der Inhalt meine Mail war wie der oben verlinkt der Text, allerdings habe ich Verlinkungen angepasst und schriftlich ausgedrückt, so dass es ein Brief war. Dazu dann noch die Anrede und einen letzten Absatz mit dem ungefähren Inhalt „Ich hoffe, es gab darüber Diskussionen in der Redaktion. Bin selber Mitglied beim webMoritz“. Ist das genug oder möchtest du doch die komplette Mail lesen?

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  5. und wo zieht man bei einem internen codex die grenzen. du machst im moment auf meinem bildschirm werbung für einen konzern, der etliche tierversuche bei kosmetikprodukten macht, und eine dubiose zusatzkrankenversicherung.
    die bundeswehr ist ein grenzfall, bei dem die meinungen sicher auseinandergehen. die gefü und die chefredaktion warhalt der meinung, dass man in diesem fall das geld annimmt.

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    1. Mit der kontextbezogenen Werbung bin ich nicht allzu glücklich. Hatte ich auch schon in einem der oben verlinkten Beiträge erwähnt. Da erschien hier Werbung für einen Shop mit Bekleidung, die gerne von Neonazis getragen wird. Ich empfehle jedem Besucher die Nutzung eines Werbeblockers (für Firefox z.B. adblock) oder das Deaktivieren bestimmten Javascripts und Flash (für Firefox mit Noscript).

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      1. Ist der Tipp nicht ein Widerspruch in sich? 😉 Klingt wie eine Zigarettenfirma, die Entwöhnungskurse anbietet. Oder eine Schnapsbrennerei, die die Anonymen Alkoholiker sponsort.


    2. wenn sogar du mit deiner werbung nicht glücklich bist, stell sie doch einfach ab. was anderes erwartest du doch vom webmoritz auch nicht…. oder kannst DU nur einfach nichts dafür?

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  6. von den dächern pfeift es übrigends das die nächste moritz ausgabe wieder bundeswehr werbung enthält

    kollektives raussreißen in der mensa oder ne geplante überklebtkampagne steht wohl an…

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    1. Na da bin ich ja gespannt. Das wäre mal eine interessante Missachtung der Proteste. Weiß jemand, wie sich da die Hochschulgruppen zu positioniert haben? Die LINKE.SDS hatte darüber gesprochen, so eine Info in den Kommentaren hier.

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