Download: Carlito – Guldburen

Samstag, der 27. Februar 2010, 17:51 Uhr von daburna

Carlito - Guldburen (Cover)

Die schwedische HipHop-Szene ist vielfältig und hier weitgehend unbekannt. Ausnahme ist die Band Looptroop Rockers, die die Sprachbariere durch englische Raps umgeht. Daher stelle ich hier ab und zu unbekannte Künstler aus dem skandinavischen Land vor.

Rapper Carlito ist 29 Jahre alt und lebt in einem Vorort von Stockholm. Gerade hat er sein Album “Guldburen” zum freien Download bereitgestellt. Den gleichen Titel hat eine schwedische TV-Serie aus Anfang der 1990er Jahre.

Carlitos Texte haben durchgehend politische Inhalte und Nachrichten. Er antwortete mir auf die Frage, über was er rappt so:

“my music is strictly political and mostly about racism,immigration & integration issues but also about third world politics and how the western world most of the time has a hipocritical way of dealing with and talking about the so called third world and the immigrants who come from this part of the world to Europe and the United States.”

Guldburen enthält 12 Tracks, die alle auf schwedisch sind. Auch wenn man die Texte nicht versteht, sind einige sehr anhörbare Beats darunter. Das Album ist kostenlos erhältlich und kann bei Whoa heruntergeladen werden.

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Blog4Burma: Burma VJ bei Arte ansehen

Mittwoch, der 24. Februar 2010, 23:51 Uhr von daburna

Im Herbst 2007 kam es in dem asiatischen Staat Burma zu Protesten der Bevölkerung gegen die herrschende Militärregierung. Nachdem die anfänglich von Mönchen begonnenen friedlichen Proteste sich immer weiter ausweiteten, griff die Militärjunta schließlich hart durch. Erschütternde Bilder voller Gewalt zeigten die Videos des “Crackdown”.

Der Aufschrei in der Welt war groß. Getan hat sich nichts.

Der TV-Sender Arte brachte Dienstag abend die aktuelle Dokumentation „Burma VJ“. Für sieben Tage ist der ca. 90minütige Film als Stream nun in Artes Mediathek über das Internet zu sehen. So liest sich die Beschreibung des Films:

“Er zeigt das Material von Undercover-Videojournalisten , die den Alltag ihres Landes mit kleinen Handy-Kameras filmen, obwohl sie dafür Folter und lebenslange Haft riskieren. Die mutigen jungen Birmanen sorgen dafür, dass die Informationen über ihr Land nach außen dringen. Es sind Journalisten mit Leib und Seele, die nichts davon abhalten kann, ihre Reportagen auf den Straßen der Verwaltungs-Hauptstadt Rangun zu drehen. Ihre Aufnahmen werden aus dem Land geschmuggelt und dann über Satellit wieder nach Birma ausgestrahlt sowie internationalen Medien zur freien Verwendung angeboten.”

Hier ist der Trailer des Films.

Das Blog4Burma Netzwerk besteht zur Zeit aus in|ad|ae|qu|at, adaequat, Bloguer ou ne pas bloguer, Burma News Utd., NewsHQ, Khaipi, Birmania-Libre und Birmanie-Actualité.

(via Spreeblick)

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Steter Tropfen höhlt die Tapete

Mittwoch, der 24. Februar 2010, 19:10 Uhr von daburna

Von den 21,6 Milliarden Tonnen Schnee, die der Deutsche Wetterdienst (DWD) vor kurzem als Schneedecke über Deutschland schätzte, liegt auch einiges in Greifswald. Eine bisher noch nie gemessene Rekordschneehöhe von 63cm wurde für die Hansestadt erfasst. Das ist mehr, als während der Schneekatastrophe 1978/1979 lagen.

Seit ungefähr einer Woche tauen nun die Schneemassen, Fahrrad fahren oder zu Fuss gehen ohne potentiellen Knochenbruch, ist an vielen Stellen wieder möglich. Das Tauwetter  offenbart auch viele Schäden. Die Strassen wurden duch die anhaltende Kälte, tauen und wieder frieren des Wassers, arg mitgenommen. Tiefe Löcher auf fast allen Strassen sind die Folge der Frostsprengung. Teilweise sind selbst auf der Anklamer Strasse die historischen Pflastersteine in den Schlaglöchern zu sehen.

Aber auch so manche Dächer ächzen unter der Last des Schnees. Zeitweise wurden besonders gefährdete Gebäude, wie der Hörsaal Kiste, gesperrt, bis das Dach geräumt und nicht mehr einsturzgefährdet war. Jetzt, wo es taut, offenbaren sich weitere Schwächen der Flachdächer besonders in den Plattenbaugebieten. Der aufgetaute Wasser kann teilweise nicht abfliessen und sickert durch die Wände in viele Dachwohnungen ein.

So macht sich auch in meiner WG im Bad seit Samstag ein Wasserfleck an der Decke bemerbar. Steter Tropfen höhlt den Stein bzw. die Tapete. Der Notdienst der Vermietungsgesellschaft war schon da, konnte aber nur durch Inkompetenz beeindrucken. Wer versucht eine Versorgungsschachtttür statt mit einem Vierkantschlüssel gewaltsam mit einem Schraubenzieher aufzubrechen, löst kein großes Vertrauen in mir aus.

Naja, die WVG weiß Bescheid, das Problem bleibt aber erstmal weiterhin bestehen, bis sich die beauftragten Handwerker melden. Etwas Positives hat die Sache aber doch, die bald fällige Renovierung des Bades (Tapeten und Farbe), geht nun wohl nicht auf unsere Kosten.

Update 25.02.2010, 09:30 Uhr: Die Wand nässt weiterhin, erste kleine Schimmelflecken werden sichtbar. Die Stimmung sinkt.

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EWN Lubmin: Atomsuppe in die Ostsee geleitet

Mittwoch, der 24. Februar 2010, 08:38 Uhr von daburna

Das “Zwischenlager” der Energiewerke Nord (EWN) in Lubmin steht im Vedacht jahrelang radioaktiv verseuchtes Wasser in die Ostsee eingeleitet zu haben.

Die Ostsee Zeitung heute schreibt hierzu:

“Das Atom-Zwischenlager Lubmin steht im Fokus staatsanwaltschaftlicher Ermittlungen. Wie der leitende Berliner Oberstaatsanwalt Andreas Behm der OSTSEE-ZEITUNG bestätigte, laufen die Untersuchungen seit Januar (AZ: 95 Js 174/10). Anlass ist eine Strafanzeige gegen die Betreiberfirma, die Energiewerke Nord (EWN), sowie gegen die Gesellschafterin, das Bundesfinanzministerium in Berlin.

Der Vorwurf: EWN soll seit 1992 ohne Genehmigung große Mengen atomar belasteten Abwassers in den Greifswalder Bodden einleiten. Die Rede ist von 684.000 Kubikmetern pro Stunde. Die Betreiber verstießen damit sowohl gegen das deutsche Wasserhaushalts- als auch gegen das Atomgesetz. Laut Strafanzeige handelt es sich um verseuchte Abwässer, die beim Reinigen, Kühlen und Behandeln von Atom-Müll entstünden.”

Super! Und das in einer Urlaubsregion. Über mögliche gesundheitliche Folgen oder Belastungen der Umwelt gibt es bisher keine Berichte. Auch nicht, wie hoch das Wasser belastet war/ist. Baden werde ich in der Ostsee definitiv erstmal nicht mehr. Ein tolles Beispiel, wie man mit Atommüll umgeht und ein gutes Argument, Atomkraftwerke endlich abzuschalten.

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Kollision im ewigen Eis

Dienstag, der 23. Februar 2010, 09:10 Uhr von daburna

Neumayer-Station III

Blick auf die Neumayer-Station III aus nordöstlicher Richtung. Foto: Ude Cieluch, Alfred-Wegener-Institut

Neumeyer III heißt der Forschungsaußenposten des Alfred-Wegener-Instituts für Meeres- und Polarforschung in der Antarktis. Am 20. Februar 2009 wurde sie in Betrieb genommen und gehört zu einer der modernsten Stationen weltweit. Die Station ist gegen die stetig wachsende Schnee- und Eisoberfläche mit einem hydraulischen Hebesystem gerüstet. Dies hebt die Forschungstation jährlich an.

Am 11. Januar 2010 wurden die Mitglieder der Station Zeuge eines eisigen Naturschauspiels.  Der 54 Kilometer lange, fünf Kilometer breite und etwa 200 Meter dicke Eisberg B15-K rammte die Eiskante des Ekström-Schelfeises an der Atka-Bucht in 10 Kilometer Entfernung. Die etwa 400 Millionen Eis prallten innerhalb von neun Stunden mehrfach auf das Schelfeis auf und brachen ein 300 Meter breites und 700 Meter langes Stück heraus. Auf den Satellitenbildern der Region ist die Kollision deutlich zu sehen [Link zu Animation].

TerraSAR_X_Szene_20100211

TerraSAR-Satellitenaufnahme des Eisbergs B15-K kurz nach der Kollision mit der Schelfeiskante vor der Neumayer-Station III. Quelle: Deutsches Zentrum für Luft- und Raumfahrt, DLR / Alfred-Wegener-Institut

B15-K ist ein Bruchstück des Eisberges B15, der sich im März 2000 aus dem Ross-Schelfeis gelöst hatte. B15 ist der der größten jemals beobachtete Eisberg und hatte eine ursprünglichen Fläche von 11.000 Quadratkilometern. Sein Weg um die Antarktis ist auf der folgenden Abbildung gut zu sehen.

Driftweg eines Eisberges

Driftweg des Eisberges B15-K vom Ross-Schelfeis bis in die Atka-Bucht. Abbildung: Christine Wesche, Alfred-Wegener-Institut

Der Zusammenstoß erzeugte auch einen Riss durch das Schelfeis. Dieser und die wissenschaftlichen Beobachtungen während der Kollison werden nun von Forschern verschiedener Fachgebiete ausgewertet. Auch mit Unterwassermikrofonen wurde der Zusammenstoß aufgezeichnet. So hört es sich an, wenn ein Eisberg gegen anderes Eis prallt.

Riss im Schelfeis

Nach der Kollision zieht sich ein Riss durch das Schelfeis bei der Neumayer-Station III. Foto: Hinnerk Heuck, Alfred-Wegener-Institut

Fotos: keine CC-Lizenz!

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