Propagandaschlacht in den Straßen

Anfang April kam es zu vermehrten rechten Schmierereien an Gebäuden in Greifswald. Dabei wurden der Hörsaal Makarenkostrasse, die Unibibliothek, sowie weitere Orte mit Hakenkreuzen oder anderer rechter Propaganda eingeschmiert.  Das ging bis in den Mai hinein, doch so plötzlich, wie diese Welle kam, verschwand sie aber wieder uns es blieb bis jetzt eher ruhig. Vielleicht auch, weil den Neonazis andere Aktivitäten wichtiger waren.

Vor ein paar Wochen plakatierte dann aber die Antifa hier in Schönwalde II Hauswände und Müllcontainer mit markigen Sprüchen zu. Das war natürlich schon grotesk und als Provokation zu verstehen, denn schließlich ist ein nicht zu vernachlässigender Teil der Einwohner doch eher dem rechten Spektrum zuzuordnen. Sprüche wie antifa territory oder Nazis wir kriegen euch alle, waren eine eindeutige Kriegserklärung an diejenigen, die doch lieber wieder ihre nationalbefreite Zone errichten wollen.

So kam es, wie es kommen mußte. In der Stadt hagelte es wieder Hakenkreuze und braune Propaganda. Zuerst mit weißen Din a 4 Blättern an Litfaßsäulen oder Stromkästen mit sachlich falschen Sprüchen wie z.B. diesem: Die Indianer tolerierten die Einwanderer. Heute leben sie in Reservaten. – Nationale Offensive Greifswald. Dann folgten rechte Graffitis und Schablonensprayereien.

Die Nummer der Greifswalder Polizeidirektion ist übrigens 03834 5400. Dort kann jeder solche Straftaten melden. Es besteht somit die Hoffnung, daß diese schneller entfernt werden, denn wir sollten dem ganzen keinen Raum geben. Ja, den gebe ich mit diesem Beitrag, aber es geht mir um den öffentlichen Raum. Wenn ich über diese Graffitis berichte, ist das etwas anderes, als wenn diese tage- oder gar wochenlang in der Stadt zu sehen sind.

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