Wann schlägt die Finanzkrise durch?

Dienstag, der 30. September 2008, 13:26 Uhr von daburna

Überall wird darüber geredet und seit anderthalb Jahren gibt es kein Thema, was unser Wirtschaftssystem so nachhaltig bestimmt wie die Finanzkrise. Inzwischen gehen immer mehr Banken pleite oder werden vom Staat gerettet, ebenso steigen die Zahlen, über die geredet wird, ins phantastische. Es heißt, das weltweite Finanzsystem wird sich nun ändern und nicht mehr so sein, wie es war. Was bedeutet das aber für uns Verbraucher, wenn an der Wall-Street in einer Nacht Billionen Dollar verbrannt werden? Heute noch nichts, denke ich, aber wie wird das in ein, zwei oder sechs Monaten sein? Ich will den Teufel ja nicht an die Wand malen, aber wenn die aktuelle Krise immer mit der Weltwirtschaftskrise von 1929 verglichen wird, dann müssen wir eigentlich mit dem schlimmsten rechnen. Hamsterkäufe? Geld in beständige Werte investieren, anstatt es auf die Bank zu bringen? Oder einfach nicht von den Kapitalisten in New York beeindrucken lassen und weiter machen, wie bisher?

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HipHop im Zweiten

Montag, der 29. September 2008, 12:18 Uhr von daburna

ZDF? Ist das nicht dieser Rosamunde-Pilcher-Sender? Mal abgesehen von den heute Nachrichten, bringen die doch nichts sehenswertes oder? Quatsch! Das ZDF war schon immer der Pionier in Sachen HipHop im deutschen Fernsehen. Da traten z.B. 1980 Thomas Gottschalk mit GLS United auf und brachten den Song Rappers deutsch. Filme wie “Wild Style” liefen dort zum ersten Mal im TV. Nun kommt der HipHop  im Rahmen der Reihe “Hip Hop Don’t Stop!” zurück ins ZDF. Spät nachts wird dort ab Montag dem 6. Oktober den ganzen Oktober durch jede Woche ein Film über die HipHop Kultur gezeigt. Folgende Filme sind geplant:

Montag, 06. Oktober 2008, 0.00 Uhr
Wholetrain
Spielfilm Deutschland 2006

Montag, 13. Oktober 2008, 0.45 Uhr
Wild Style
Dokumentarischer Spielfilm USA 1983

Montag, 20. Oktober 2008, 0.05 Uhr
Here we come
Dokumentarfilm Deutschland 2006

Montag, 27. Oktober 2008, 0.00 Uhr
Love, Peace and Beatbox
Dokumentarfilm Deutschland 2008

Montag, 27. Oktober 2008, 1.20 Uhr
Lost in Music – Hip Hop Hooray!

Trailer zu den Filmen gibt es bei ilovegraffiti.de.

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Zwei kurze Sachen zu Greifswald

Sonntag, der 28. September 2008, 15:26 Uhr von daburna

Die Sonne scheint, da fass ich mich kurz, um die Zeit anders sinnloser zu nutzen. Es gibt zwei Sachen, die ich kurz erwähnen wollte.

1. Greifswald liegt bundesweit an der Spitze!

Ja, das ist richtig, nicht nur beim Prognoszukunftsraking, sondern auch bei der Verbreitung und dem Einsatz von Videoüberwachung. Im Bundesdurchschnitt liegen wir im Norden auf Platz 4, wenn es nach der Website 1984 geht. Dort wurde jüngst die 200. Kamera eingetragen. Das Ranking nach Städten sieht jetzt so aus:

  1. Hamburg (29 Kameras)
  2. Aachen (26)
  3. Berlin (17)
  4. Greifswald (12)

Ich denke für Greifswald ist das schon recht happig, denn so viel zu überwachende Fläche sollte die Stadt garnicht haben, aber da sind sicherlich noch einige Kameras nicht gemeldet und also Platz Berlin zu überflügeln, solange das Überwachungsbewusstsein der Berliner so schlecht ist.

2. Greifswald sah vor 15 Jahren aus wie nach dem Krieg

Wer sich die Bilder von Frank-2.0 bei flickr ansieht, wird erstaunt feststellen, wie sich Greifswald von einer grauen zerfallenen Stadt, die mich einfach an Krieg, Zerstörung und Elend erinnert, innerhalb von 15 Jahren zu einer bunten lebens- und liebenswerten kleinen Stadt gewandelt hat. Hier möchte ich auch auf den Fleischervortstadt-Blog sowie den Webmoritz verweisen, die sich ebenfalls mit dem Thema beschäftigt haben.

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Blog4Burma: Remembering Crackdown

Freitag, der 26. September 2008, 20:10 Uhr von daburna

Zu dieser Zeit jährt sich zum ersten Mal der Aufstand der Mönche in Burma, auch als die saffran-farbene Revolution benannt (wieso werden den “Revolutionen” immer Farben zugeteilt?).  Und nicht nur das, vor genau 20 Jahren gab es den ersten blutigen Aufstand in Burma. Vor genau einem Jahr folgte dann die blutige Niederschlagung  (Crackdown) des friedlichen Protestes von Mönchen und Bevölkerung. Mit dem Crackdown und später dem Taifun Nargis zeigte sich wiedermal die Ohnmächtigkeit der internationalen Gemeinschaft, sich in solchen Kriesengebieten humanitär zu engagieren.

Weder während der blutigen Niederschlagung der Proteste noch nach dem für um die 100.000 Menschen tödlichen Zyklon Nargis wurde das burmesische Militärregime ernsthaft von außen unter Zugzwang gesetzt. Die Militärjunta konnte tun und lassen, was sie wollte. Sicher, ein Staat ist souverän und kein anderer Staat darf sich in die inneren Angelegenheiten eines Staates einmischen. Aber gilt dieses Souveränitätsprinzip auch für totalitäre Diktaturen? Diktaturen, denen das Wohlergehen ihrer Untertanen egal ist? Spätestens nach der Nierderschlagung der Protestbewegung im September 2007 hätte der internationale Druck so aufgebaut werden müssen, daß die im Mai diesen Jahres folgende humanitäre Katastrophe nach dem Zyklon Nargis nicht möglich gewesen wäre. Darf man einem von einer unvorstellbaren Naturkatastrophe heimgesuchten Volk, das von seiner eigenen Regierung tagelang im Stich gelassen wurde und dann nur mit gammeligem Reise versorgt wurde, die Unterstützung versagen? Meiner Meinung nach ist die Antwort Nein. Hier hat die Weltgemeinschaft total versagt. Der UNO-Sicherheitsrat, das Gremium, das hier, nach internationalen Regeln anerkannt, reagieren hätte müssen, hat es wie immer gemacht und sich nicht festlegen können, da immer eine Vetomacht, in diesem Fall China, dagegen war. Der Fall Burma ist somit ein weiteres Armutszeugnis für UNO, G8 und die westliche Wertevorstellung.

Und als einzelner Mensch kannst du nur genauso ohnmächtig zusehen und dir die Bilder, Videos und Berichte ansehen, aber bist zu keiner Handlung fähig, außer vielleicht im Rahmen eines Blogs ab und zu drüber zu berichten. Hier stimme ich NEWS HQ voll und ganz zu. Erstens stumpfst du langsam ab, wenn du immer und immer wieder über eine Sache berichtest, die einfach nicht besser wird, das Elend aber um so größer und zweitens überkommt dich die Resignation. Was kannst du denn schon großes neues schreiben? Es war aber auch nicht von Anfang an mein Anspruch, in dieser Kategorie zum Thema Burma jeden Tag oder jede Woche einen sinnvollen Beitrag zu verfassen, doch fällt es mir gerade unter den oben genannten Punkten immer schwerer, etwas zu schreiben. Dennoch werde ich weiterhin mein Bestes geben und am Ball bleiben. Ich danke den Anderen aus dem Netzwerk, die weiterhin hochwertige Beiträge liefern!

So, jetzt mal wieder ein paar Videos zum Thema. Als erstes kommt ein Satirebeitrag des Magazins  extra3 des NDR.

Über die Arbeit einer ARD-Reporterin 10 Tage nach dem Zyklon.

Video zum 20. Jahrestag der Unruhen vom 08.08.1988 mit zusätzlichen Infos über demokratische Burmesen außerhalb des Landes.

Ein Bericht von gestern zu den Vorkommnissen vor einem Jahr und wie es jetzt ist.

Vier Monate nach dem Zyklon Nargis bei dem ca. 140.000 Menschen starben, entstand dieses Video aus dem Irrawaddy-Delta.

Das Blog4Burma Netzwerk besteht zur Zeit aus in|ad|ae|qu|at, adaequat, Bloguer ou ne pas bloguer, Burma News Utd., NewsHQ, Khaipi, Birmania-Libre und Birmanie-Actualité.

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Propagandaschlacht in den Straßen

Donnerstag, der 25. September 2008, 11:52 Uhr von daburna

Anfang April kam es zu vermehrten rechten Schmierereien an Gebäuden in Greifswald. Dabei wurden der Hörsaal Makarenkostrasse, die Unibibliothek, sowie weitere Orte mit Hakenkreuzen oder anderer rechter Propaganda eingeschmiert.  Das ging bis in den Mai hinein, doch so plötzlich, wie diese Welle kam, verschwand sie aber wieder uns es blieb bis jetzt eher ruhig. Vielleicht auch, weil den Neonazis andere Aktivitäten wichtiger waren.

Vor ein paar Wochen plakatierte dann aber die Antifa hier in Schönwalde II Hauswände und Müllcontainer mit markigen Sprüchen zu. Das war natürlich schon grotesk und als Provokation zu verstehen, denn schließlich ist ein nicht zu vernachlässigender Teil der Einwohner doch eher dem rechten Spektrum zuzuordnen. Sprüche wie antifa territory oder Nazis wir kriegen euch alle, waren eine eindeutige Kriegserklärung an diejenigen, die doch lieber wieder ihre nationalbefreite Zone errichten wollen.

So kam es, wie es kommen mußte. In der Stadt hagelte es wieder Hakenkreuze und braune Propaganda. Zuerst mit weißen Din a 4 Blättern an Litfaßsäulen oder Stromkästen mit sachlich falschen Sprüchen wie z.B. diesem: Die Indianer tolerierten die Einwanderer. Heute leben sie in Reservaten. – Nationale Offensive Greifswald. Dann folgten rechte Graffitis und Schablonensprayereien.

Die Nummer der Greifswalder Polizeidirektion ist übrigens 03834 5400. Dort kann jeder solche Straftaten melden. Es besteht somit die Hoffnung, daß diese schneller entfernt werden, denn wir sollten dem ganzen keinen Raum geben. Ja, den gebe ich mit diesem Beitrag, aber es geht mir um den öffentlichen Raum. Wenn ich über diese Graffitis berichte, ist das etwas anderes, als wenn diese tage- oder gar wochenlang in der Stadt zu sehen sind.

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