Wohnungsnotstand in Greifswald

Stadtumbau Ost und Studiengebühren in fast allen anderen Bundesländern mögen schuld dran sein. Gemeint ist der Wohnungsnotstand in Greifswald. Laut November Ausgabe des Studentenmagazins Moritz sind noch 200 Studenten auf Wohnungssuche. Diese Zahl findet man auch in der Ostseezeitung, diese stellt ihre Artikel aber leider nur kostenpflichtig ins Netz. In ihr konnte man nachlesen, daß bis kurz vor Semesterbeginn viele der knapp 2.200 Erstsemester noch immer eine Wohnung suchten und nun teilweise kilometerweit entfernt oder sogar im Wohnwagen wohnen, da sie keine Wohnung oder WG gefunden haben.

Auf der Seite der Universität ist folgendes zum Thema Wohnung zu lesen:

Die Wohnungssituation in Greifswald ist mit einem derzeitigen Wohnungsleerstand von rund fünf Prozent durchaus entspannt. Dennoch: Zu Semesterbeginn drängen viele Erstsemester auf den Wohnungsmarkt, so dass die Wohnungssuche durchaus nervenaufreibend werden kann.

Stand war der 12.10.2006. Richtig ist durch den Rückbau vieler Plattenbauten im Rahmen des „Stadtumbau Ost“ weniger Wohnungen vorhanden sind. Damit ist auch der Wohnungsleerstand gesunken. Gerade die bei Studenten beliebten preisgünstigen 1 bis 2 Zimmer Wohnungen sind nur noch sehr schwer zu finden. Auf der Website der WVG findet sich zur Zeit keine Wohnung in dieser Kategorie. Bei der WGG dagegen sind 10 bis 20 Angebote vorhanden.

Richtig ist ebenso, daß durch die Öffnung einiger Studienfächer und die Studiengebühren anderswo ein unerwarteter Ansturm an Bewerbungen und Erstsemestern die Uni überflutet hat. Allerdings scheint der Wohnungsnotstand nicht neu zu sein. Schon September 2005 gab es dieses Problem und es scheint sich seitdem verschärft zu haben. Warum sich nichts geändert hat und die Stadtplanung nicht auf die geänderte Situation (Wirtschaftswachstum, keine bzw. geringere Abwanderung und inzwischen schon 11.000 Studenten) reagiert, ist unklar. Man kann von Glück sagen, wenn man eine Wohnung gefunden hat und nicht noch auf der Suche ist wie z.B. SucheWGinHGW bei Myspace.

4 Kommentare


  1. Erst einmal vielen Dank fürs verlinken. Ich habe das mit der aktuellen Wohnungsnot in Greifswald nur über die vielen Wohnungssuchenden, die über Google noch Anfang November in meinem Blog landeten, mitbekommen, da ich selbst nicht mehr in Greifswald wohne. Ich kann aber versichern, dass es in Göttingen nicht großartig anders ist, trotz Studiengebühren von 500 € je Semester und ca. 5000 Zimmern in Wohnheimen vom Studentenwerk.

    Schöne Grüße
    MrOrange

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    1. So macht Studieren ja garkeinen Spaß. Vielleicht würe es besser mit WGs klappen, allerdings gründe ich als Ersti meistens nicht sofort eine WG mit fremden Leuten, sondern zieh in eine bestehende WG ein.

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