CDU fordert Schluss mit Poller-Irrsinn

Der Brückenpoller in Wieck, der sogenannte Super-Poller, ist nach nicht mal sechs Wochen und seinem zweiten Zusammenprall mit einem Auto in der Werkstatt. Wie könnte eigentlich eine Pressemitteilung der Greifswalder CDU zu dem Thema aussehen? Ich habe im Archiv gewühlt und wild Sätze aus dem Zusammenhang gerissen, neu gruppiert und mit eigenem Text versehen. Folgende Pressemitteilung wurde nie durch die CDU verschickt.

Klappbrücke in Wieck
Ungehindert überqueren die Autos die Klappbrücke in Wieck, da der Super-Poller in der Werkstatt ist.

Die CDU-Fraktion ist empört über den kaputten Brücken-Poller in Wieck. „Jetzt haben wir den Salat! Ortsfremde und Zugezogen fahren trotz roter Ampel und ohne Erlaubnis über die historische Klappbrücke in Wieck“ erklärt der CDU-Fraktionsvorsitzende Axel Hochschild und führt weiter aus: „Unter dem illegalen Verkehr leidet die Brücke. Seit Jahren wird Geld in eine Technik verschwendet, die nicht funktioniert. Diesen Missstand gilt es zu beseitigen!

Seit 1990 sind inzwischen acht Poller durch unachtsame Autofahrer zerstört worden. „Die Autofahrer sollten in erster Linie an ihr Fahrverhalten denken“ fordert Hochschild. Der neueste Poller, eine Spezialanfertigung aus Italien, hat insgesamt 120.000 Euro gekostet.  „Wir waren von Anfang an gegen diese Maßnahme. Das Geld ist aus unserer Sicht deutlich sinnvoller in der Sanierung der Radwege in Greifswald angelegt“, so der CDU-Stadtverbandsvorsitzende Axel Hochschild. Die einseitige Bevorteilung für eine Gruppe der Verkehrsteilnehmer würde sich nachteilig auf das Gesamtkonzept auswirken.

„Wir wissen, dass es gerade durch den Tourismus immer mehr autofahrende Touristen in unserer Hanse- und Universitätsstadt gibt. Deswegen bemühen wir uns um zukunftsorientierte Möglichkeiten in der Verkehrsgestaltung. Dabei ist darauf zu achten, dass eine ausgewogenen Lösung für ALLE Verkehrsteilnehmer gefunden wird“, so Axel Hochschild abschließend und bringt es auf den Punkt: „Deswegen fordern wir, die bestehenden Radwege zu sanieren, anstatt für viel Geld irgendwelche Prestigeobjekte zu bauen.“

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