Ein Zaun gegen Fremdenfeindlichkeit

Ein Ort für Neonazis
Neonazistischer Aufkleber in Schönwalde II.

Seit Beginn des Jahres häufen sich in Greifswald die Übergriffe gegen ausländische Studierende im Stadtteil Schönwalde II. Der von Plattenbauten geprägte Stadtteil gilt wegen seiner relativ hohen Erwerbslosenquote als sozialer Brennpunkt. Dort steht in der Makarenkostraße ein Wohnheim des Studentenwerks Greifswald, das vorwiegend von ausländischen Studierenden bewohnt wird. Insgesamt leben in dem Wohnheim etwa 80 ausländische Studierende.

Die ersten drei bekannten Vorfälle ereigneten sich im März und April. Einer indonesischen Studentin wurde ohne Anlass Pfefferspray ins Gesicht gesprüht, nachdem sie ein Fenster öffnete, gegen das zuvor geklopft wurde. Wenige Tage später wurde ein Fenster des islamischen Kulturzentrum Greifswald zerstört, das sich in einem Gebäude in unmittelbarer Nähe des Wohnheims befindet und auch den größten Hörsaal der Universität, die „Kiste“, beherbergt. Mitte April wurde ein Student auf dem Nachhauseweg von mehreren Personen als „Scheiß Ausländer“ beleidigt und mit einer Bierflasche beworfen. Die Polizei sah in den Übergriffen keine Häufung von fremdenfeindlichen Übergriffen und konnte in keinem der Fälle die Täter ermitteln.

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