Bekennerschreiben zum verbalen Anschlag auf den “Markt der (Un)Möglichkeiten”

Donnerstag, der 31. März 2011, 22:16 Uhr von daburna

Folgende Zeilen erreichten mich soeben:

Bekennerschreiben

verbaler Anschlag auf den “Markt der (Un)Möglichkeiten”

Das Kommando “Lachs mit Kaviar” hat am 31.3.2011 um Punkt 17 Uhr den Rahmen des “Markt der Möglichkeiten” gesprengt. Diese Aktion war notwendig um den massiven Linksruck an der Ernst-Moritz-Arndt-Universität Greifswald einzudämmen. Mit durchschlagenden Argumenten gegen ehrenamtliches Engagement haben wir etliche Erstsemester davor bewahrt, sich ihre Karrieren zu versauen und somit einen Fortschritt bei der Wahrung brauchbaren Humankapitals für die freie Wirtschaft erlangt.
Leider wurde die Durchführung der Aktion von Gutmenschen der studentischen Selbstverwaltung (insbesondere des linksradikalen AStAs) sabotiert. Diese selbstgerechten Wutbürger (welche von ihrer plötzlich demokratisch erlangten Macht berauscht schienen) inszenierten durch die Zuhilfenahme von “Clubbies” eine Drohkulisse, sodass wir unser argumentatives Bombardement einstellen mussten. Dieses verdeutlicht, wie wenig diese Pseudolinken an ihr eigenes moralisches Gequatsche glauben, denn der heutige “Markt der Möglichkeiten” (auf welchem freie Meinungsäußerungen unterbunden wurden) beweist die Unwiderlegbarkeit des von uns vertretenen Axioms:
MÖGLICHKEIT IST LÜGE, DIE WAHRHEIT IST UNMÖGLICH!

Im folgenden legen wir unsere virulent stringente Argumentation der heutigen direkten Aktion offen, um heutige und zukünftige neoliberale Zellen zu ähnlichen verbalen Angriffen gegen unökonomische Zentralen des Ehrenamtes anzuregen.

“Hallo liebe Erstsemester,

wir werden finanziell unterstützt von Verbänden der deutschen Industrie und Arbeitgeber sowie der Energiewirtschaft und sind beauftragt, deren und somit auch unsere Meinung zu dieser Veranstaltung hier öffentlich darzustellen.
Wir wollen nachhaltig Erstsemestern zu einem erfolgreichen Studienabschluss zu verhelfen, indem wir sie davor warnen sich ehrenamtlich in einem der hier vertretenen Vereine zu engagieren. Dies können und wollen wir natürlich an einigen Beispielen rational begründen.

Die Studentenclubs – wie Kiste, C9 und Mensaclub machen einen frühzeitigen Studienabschluss unmöglich, denn die Zeit die ihr dort verschwendet führt zu Alkoholismus und verhindert euren Bachelorabschluss in der Regelstudienzeit.
Die Arbeit in den Organen der studentischen Selbstverwaltung und politischen Hochschulgruppen ist nur sinnvoll, wenn ihr erwartet einen direkten Vorteil für eure Karriere zu erlangen. Jedoch ist nicht jede parteinahe Hochschulgruppe für ein Engagement geeignet, so sind z.B. die ökologische und politische Vorstellungen der Grünen Hochschulgruppe genauso unrealistisch wie ein GAU in einem Atomkraftwerk.
Die Unterstützung des internationalen Studentenfestival bei GrIStuF und der davon erhoffte interkulturelle Austausch ist Schwachsinn. Es gab immer Kriege schon allein, weil internationale militärische Konflikte ökonomisch notwendig sind.
Der Bedarf an “kritische Jurist_innen” ist gleich null, weil: Recht hat, wer Recht bekommt.
Wir wollen euch auch nicht weiter langweilen, müssen aber noch erwähnen,
dass der Ausstieg aus der Atomkraft absolut unmöglich ist, also erspart euch ein sowieso nur frustrierendes Engagement, in irgendwelchen Anti-Atom-Initiativen gegen das Zwischenlager Nord in Lubmin.
Generell möchten wir allen Anwesenden darauf hinweisen, dass ethisch motivierte Gesellschaftsveränderungen unerwünscht und ausserdem unmöglich sind, denn letztlich ist klar, dass alles so bleibt, wie es ist.
Vergesst alle Utopien von einer gerechteren Welt und kümmert euch konzentriert um euer Studium. Denn wie sagen wir immer: Nur die Besten kommen in Westen!

Ihr seht also: Alles Mögliche ist unmöglich!
Im Gegensatz zu Möglichkeiten gibt es aber auch den Bereich der Tatsachen.
Diese allgemein anerkannten und unwiderlegten Wahrheiten sind zum Beispiel:
- die allgegenwärtige Terrorgefahr
- der risikofreie Betrieb von Atomanlagen
- und ein unbegrenztes wirtschaftliches Wachstum.
Gerade letzteres ist absolut real und ihr könnt daran teilhaben, wenn ihr jetzt alle shoppen geht und demnächst fleißig studiert.
Also hört auf hier und jetzt eure Zeit zu verschwenden, indem ihr euch bei Initiativen informiert, deren Ziele nicht zu erreichen und sinnlos sind.
Ich komme zum Ende.
Ihr seht also, der “Markt der Möglichkeiten” müsste in Wahrheit “Markt der Lüge und des Selbstbetrugs” heißen, denn:
MÖGLICHKEIT IST LÜGE, DIE WAHRHEIT IST UNMÖGLICH!

Ach ja,
Da wir mit dem Bund der Arbeitgeber eng zusammenarbeiten, werden Mitarbeiter unserer Agentur “Lachs mit Kavier” in ungefähr zehn Minuten beginnen, die noch anwesenden Personen zu filmen und mit Hilfe der einschlägigen sozialen Netzwerke zu identifizieren.
Sie können also hier und jetzt, die richtigen und vielleicht wichtigen ersten Schritte ihrer Karriere tun, indem sie diese jämmerliche Veranstaltung verlassen.

Falls Ihr noch Fragen an uns habt, wie man schnellstmöglich erfolgreich wird, so wie wir beide. Sind wir selbstverständlich für euch da.

Danke für eure Aufmerksamkeit.”

WO UNMÖGLICHES WAHR WIRD, WIRD WIDERSTAND ZUR PFLICHT!

Kommando “Lachs mit Kaviar”

Greifswald, 31.03.2011

P.S. Solidarität ist, wenn man trotzdem lacht.

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9 statt 4 Stunden von HGW nach HH per Bahn

Donnerstag, der 31. März 2011, 20:10 Uhr von daburna

Statt knapp vier Stunden dauert es zur Zeit zwischen fünf und neun Stunden im Nahverkehr der Bahn von Greifswald nach Hamburg oder umgekehrt. Schuld daran ist eine Baustelle am Bahnhof Bad Kleinen, die für eine Vollsperrung der Gleise zwischen Bad Kleinen und Schwerin sorgt. Diese besteht vom 21. März bis 19. April.

Hinweis der Bahn zur Baustelle in Bad Kleinen

Bahn: Auch keine Diskussion bei den extrem verlängerten Fahrtzeiten. Screenshot bahn.de

Während man sich bei der Bahn und im Greifswalder Rathaus wegen des neuen (Schneckentempo-)ICE zwischen Binz und München mit Halt in Greifswald gegenseitig auf die Schultern klopft, gibt es nun teilweise gewaltige Verzögerungen auf der Strecke des Verkehrsprojekts Deutsche Einheit Nr. 1.

Die Baumaßnahmen und Verzögerungen hätten zu keinem ungünstigeren Zeitpunkt kommen können. Am 4. April beginnt die offizielle Vorlesungszeit an der Uni Greifswald. Die Rückreisewelle setzt an diesem Wochenende ein: Genau wie in den Regionalbahnen am Sonntagabend aus Berlin, stapeln sich in den Zügen aus Hamburg die rückreisenden Studierenden und anderen Menschen.

Ich ziehe den Hut vor solch einer logistischen Fehlleistung. Eine Stunde Verspätung wegen einer Baustelle ist akzeptabel, eine Verdopplung der Reisezeit nicht. Vielleicht schafft der Schienenersatzverkehr auch die Rückreisewelle und ich seh alles nur zu schwarz.

Hilfreiche Links:

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In eigener Sache: Flohmarkt der Hässlichkeiten

Mittwoch, der 30. März 2011, 09:41 Uhr von daburna

eBay Slotmachine in VegasEs ist mal wieder soweit. Ausgemistet, was vorher jahrelang sein Dasein im stillen Karton fristete. Ausgebaut, was lange zuverlässig seine Dienste leistete. Abfotografiert und beschrieben. Hochgeladen und eingestellt. Jetzt gibt es allerlei Dinge aus meiner Wohnung bei eBay zu ersteigern.

Einfach alle Artikel von mir aufrufen. In den nächsten Tagen kommt aber noch etwas dazu. Vielleicht ist auch was für dich dabei?

Kaufinteressierte aus HGW können natürlich das Porto sparen und sich auf Wunsch die Ware vorher ansehen.

Foto: Dru Bloomfield // CC BY 2.0

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Auflösung des Winter-Vorhersage-Gewinnspiels

Montag, der 28. März 2011, 16:22 Uhr von daburna

Frühling! Zeit den Winter zu verabschieden und mein Gewinnspiel aufzulösen. Ich hatte euch Anfang Dezember nach eurer persönlichen Einschätzung, wie der Winter wird, gefragt. Eure Vorhersage wollte ich bereits am 1. März überprüfen und den Preis vergeben, habe aber auf den astronomischen Frühlingsbeginn am 21. März gewartet.

Blick aus dem Elisenhain

Der verschneite Elisenhain im Dezember 2010.

Dann wollen wir mal abgleichen. Was im Dezember 2010 so schneereich begann und über Weihnachten zuspitzte, war dann doch nicht so weiß wie der Winter 2009/2010. Betrachtet wird der Zeitraum vom 1.12.2010 bis 1.03.2011, also zwischen metereologischem Winter- und Frühlingsanfang. Nochmal: Es geht nur um den Winter in Greifswald und nicht Mecklenburg-Vorpommern oder ganz Deutschland.

SCHNEE lag durchgehend vom 1.12. bis 12.12.2010 und 13.12.2010 bis 13.01.2011. Danach gab es nur noch vereinzelt Schnee und für wenige Tage. Insgesamt lag an 49 Tagen Schnee. Am 24.12.2010 türmte er sich auf 40cm, dieser Wert wurde danach nicht überschritten. Der letzte Schnee lag am 19.02.2011.

NIEDERSCHLAGSMENGE:

Dezember: 64mm (136%)
Januar: 37,6mm (94%)
Februar: 28,9mm (96%)
Gesamter Winter: 130,5mm (112%)

In Klammern steht die Abweichung als Prozentwert im Vergleich zum Mittelwert der Jahre 1961 bis 1990.

HOCHWASSER:

Die Daten des Ryck bei PEGELONLINE gehen leider nicht weit genug zurück. Der Pegel des Ryck lag aber zumindest an einem Tag etwas überhalb des mittleren Hochwassers. Ein größeres Hochwasserereignis gab es meines Wissens nach aber nicht.

(DURCHSCHNITTS-)TEMPERATUR:

Dezember 2010: -4,2°C (-5,3°C)
Januar: 1,0°C (+1,6°C)
Februar: -0,2°C (-0,2°C)
Gesamter Winter: -1,1 (-1,3)

In Klammern steht die Abweichung im Vergleich zum Mittelwert der Jahre 1961 bis 1990.

Tiefste Temperatur: -15°C am 20.12.2010

GEWINNER

Ich habe einen großen Fehler gemacht und nur allgemein gefragt, was ihr denkt, wie der Winter werden könnte. Das war ein Fehler, da es unheimlich schwer fällt, die Antworten miteinander zu vergleichen und zu sagen, welche Vorhersage am ehesten stimmt. Manche Teilnehmende haben eine detailreiche Vorhersage gewagt, andere waren eher zurückhaltend und haben grob gesagt, was sie erwarten. Ein Vergleich wäre möglich gewesen, wenn ich konkret nach z.B. drei erwarteten Parametern wie tiefster Temperatur, Schneetage und Niederschlagsmenge gefragt hätte. Habe ich aber nicht, daher wurde der Gewinner ausgelost.

Der Preis, eine 0,7l Flasche Havana Club Rum 3 Años, 1 Havana Club Longdrink Glas, Limetten, 2l Cola und 10 Strohhalme in pink, orange und grün (wahlweise auch in nur einer Farbe) geht an: “der flo”.

Herzlichen Glückwunsch zum Gewinn! Allen anderen Teilnehmenden vielen Dank für eure Vorhersage! Irgendwann gibt es hier sicher wieder ein Gewinnspiel.

Quelle der Wetterdaten: Wetterkontor.de; Wetteronline.de

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Greifswald besitzt Potenzial für Elektroautos

Samstag, der 26. März 2011, 09:08 Uhr von daburna

Dieser Artikel erschien auf www.webmoritz.de. Hier gibt es einen kurzen Auszug zu lesen. Ganz unten findet ihr den Link zum vollständigen Artikel.

“Es wird so sein, wie mit den Akkuschraubern: Immer wenn du sie brauchst, ist der Akku leer!” lautete ein anonymer Kommentar bei einer Umfrage zum Potenzial von Elektroautos in der Region Greifswald.

Schild Elektroauto AufladestationMit diesem Thema beschäftigte sich Oliver Reif im Rahmen seiner Diplomarbeit am Geographischen Institut der Universität Greifswald. Seine inzwischen erfolgreich verteidigte Diplomarbeit trägt den Titel “Potenziale der Elektromobilität in peripheren Räumen am Beispiel der Region Greifswald: PKW-Nutzung und CO2-Minderungsszenarien”.

Im August 2009 hatte die damalige Bundesregierung den Nationalen Entwicklungsplan Elektromobilität beschlossen. Bis 2020 sollen 1 Millionen Elektroautos auf deutschen Straßen rollen. Zur Erprobung der Technik, Infrastruktur und auch des Nutzerverhaltens und Ansprüche an Elektroautos wurden mit Mitteln des Konjunkturpakets II acht Modellregionen eingerichtet: In Hamburg, Bremen/Oldenburg, Rhein-Ruhr, Rhein-Neckar, Stuttgart, München, Sachsen und Berlin/Potsdam.

Die Modellregionen gehören ausschließlich zu den Verdichtungsräumen in Deutschland und zählen zugleich zu den europäischen Metropolregionen. Der ländliche Raum wird überhaupt nicht betrachtet. Hier setzte Reif mit seiner Arbeit an und fragt: Wie sehen die Marktentwicklungschancen der automobilen Elektromobilität in peripheren Raumen im Gegensatz zu Metropolregionen aus?

Dieser Artikel erschien auf webMoritz.de und ist dort komplett zu lesen. Hier weiterlesen.

Foto: nyuhuhuu // CC Lizenz BY

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