9 statt 4 Stunden von HGW nach HH per Bahn

Donnerstag, der 31. März 2011, 20:10 Uhr von daburna

Statt knapp vier Stunden dauert es zur Zeit zwischen fünf und neun Stunden im Nahverkehr der Bahn von Greifswald nach Hamburg oder umgekehrt. Schuld daran ist eine Baustelle am Bahnhof Bad Kleinen, die für eine Vollsperrung der Gleise zwischen Bad Kleinen und Schwerin sorgt. Diese besteht vom 21. März bis 19. April.

Hinweis der Bahn zur Baustelle in Bad Kleinen

Bahn: Auch keine Diskussion bei den extrem verlängerten Fahrtzeiten. Screenshot bahn.de

Während man sich bei der Bahn und im Greifswalder Rathaus wegen des neuen (Schneckentempo-)ICE zwischen Binz und München mit Halt in Greifswald gegenseitig auf die Schultern klopft, gibt es nun teilweise gewaltige Verzögerungen auf der Strecke des Verkehrsprojekts Deutsche Einheit Nr. 1.

Die Baumaßnahmen und Verzögerungen hätten zu keinem ungünstigeren Zeitpunkt kommen können. Am 4. April beginnt die offizielle Vorlesungszeit an der Uni Greifswald. Die Rückreisewelle setzt an diesem Wochenende ein: Genau wie in den Regionalbahnen am Sonntagabend aus Berlin, stapeln sich in den Zügen aus Hamburg die rückreisenden Studierenden und anderen Menschen.

Ich ziehe den Hut vor solch einer logistischen Fehlleistung. Eine Stunde Verspätung wegen einer Baustelle ist akzeptabel, eine Verdopplung der Reisezeit nicht. Vielleicht schafft der Schienenersatzverkehr auch die Rückreisewelle und ich seh alles nur zu schwarz.

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daburna
Schreibt hier seit August 2005 den Blog. Geographiestudent mit Lebensmittelpunkt in der Hansestadt Greifswald.
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4 Antworten

  1. GaKo sagt:

    Was in dieser Hinsicht übrigens niemanden zu stören scheint, ist die Tatsache, dass Bahn-Baustellen früher sehr viel schonender für den Fahrplan abgehalten wurden: Damals hatte die (Bundes-)Bahn ihre Bauarbeiter noch dezentral organisiert, sodass man es sich leisten konnte, jeweils nur kleine Baustellen einzurichten, die kaum Auswirkungen auf den Fahrplan hatten. Weil es aber wirtschaftlicher ist, in einer gigantischen Hau-Ruck-Aktion gleich die komplette Infrastruktur auszutauschen, macht man es heute eben so – der Kunde darf’s ausbaden.

    • daburna sagt:

      Einer der Nachteile der Konzernumstrukturierung im Rahmen des geplanten Börsenganges.

      Du kannst dich wirklich an “früher” erinnern? Ich weiß nicht, ob es je anders war und wie man das nachprüfen könnte.

      Dämlich ist wirklich, dass es gerade auf beiden großen Strecken von HGW, nach Hamburg und nach Berlin, Bauarbeiten und Verzögerungen gibt. Beliebt macht sich die Bahn dadurch nicht. Der minimale Zeitvorteil kommt ja eh erst in mehreren Jahren beim Kunden an.

      P.S.: Schöner Bericht über die Fahrt im ICE!

  2. Wissender sagt:

    Fahrzeit mit dem Auto von Greifswald nach Hamburg Süd gestern: knapp über 2h. Da ist noch nicht einmal die reguläre Fahrzeit der DB konkurrenzfähig, von den Fahrpreisen einmal ganz zu schweigen.

    • daburna sagt:

      Ich hab gestern morgen mit der Mfg 2:10h vom Hbf HGW nach Hbf HH und abends 2:45h gebraucht.

      Die Fahrpreise der Bahn sind mit voll ausgelastetem MV-Ticket aber in Ordnung.

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