100.000 Unterschriften gegen Merkels Atompläne

Montag, der 6. September 2010, 19:32 Uhr von daburna

100.000 Unterschriften gegen die ausgehandelte Verlängerung der Laufzeiten für Atomkraftwerke will die Initiative Campact sammeln. Zwischen acht und 14 Jahren sollen die deutschen Reaktoren nun länger laufen dürfen. Erst 2037 würde damit das letzte Atomkraftwerk in Deutschland vom Netz gehen. Die großen Energieriesen könnten so zwischen 50 und 90 Milliarden Euro zusätzlichen Gewinn einstreichen. Zwar soll auch eine Brennelementesteuer eingeführt werden, doch diese soll nur bis 2014 gelten. Die Bundesregierung will bei dem wichtigsten Punkt ihrer Energiepolitik den Föderalismus überspringen und die Laufzeiten ohne Bundesrat verlängern. Das Bundesverfassungsgericht könnte sie noch kippen.

Merkes Atompläne stoppen!

Merkes Atompläne stoppen! Grafik: campact.de

Großer Protest der Einwohnerinnen und Einwohner könnte die Pläne aber auch stoppen, mindestens aber beeinflussen. Es gibt viele gute Gründe auf Atomkraft zu verzichten. Den notwendigen Umstieg auf erneuerbare Energieträger werden die verlängerten Laufzeiten sicher nicht begünstigen.

Noch fehlen ca. 87.000 Unterschriften gegen die Atompläne Merkels, doch wenn auch ihr mitmacht, kann das angepeilte Ziel übertroffen werden. Also einfach Daten auf der Website von Campact eingeben und mit machen gegen die Verlängerung der Laufzeiten. Wer mindestens 55 Euro besitzt, die investiert werden wollen, kann auch selber die Energiepolitik beeinflussen und z.B. ein Anteil bei der Genossenschaft Greenpeace Energy erwerben.

Verwandte Artikel:

Diesen Artikel empfehlen:

Geschrieben in: Politik & Wirtschaft | Schlagwörter: , , , , ,
0 Trackbacks | Keine Kommentare » | Views: 356 | Print This Post Print This Post

Über den Autor:
daburna
Schreibt hier seit August 2005 den Blog. Geographiestudent mit Lebensmittelpunkt in der Hansestadt Greifswald.
Weitere Artikel des Autors lesen.
Anzeige

Einen Kommentar abgeben

Bitte beachten Sie: Die Kommentare werden moderiert. Dies kann Ihren Kommentar verzögern. Es besteht aber kein Grund, ihn nochmal abzuschicken.