Vortrag über rechtsextreme Siedler

Am Dienstag, 27. Oktober 2009 findet im IkuWo in Greifswald (Goethestraße 1) ein Vortrag über die „Artamanen“ und die „Neo-Artamanen“ statt. Beides sind Gruppen aus dem Umfeld der Jugendbewegung.

1926 wurde der „Bund Artam“ gegründet und betrieb eine radikal-völkische Siedlungspolitik im Stil der Blut-und-Boden-Ideologie. Prominenteste Mitglieder der „Artamanen“ waren Ausschwitz-Kommandant Rudolf Höß und Reichsführer-SS Heinrich Himmler. Die Artamanen gibt es seit dem Übergang in die Hitler Jugend 1934 nicht mehr.

In Koppelow und Klaber (zwischen Teterow und Güstrow) soll es ein Siedlungsprojekt der „Neo-Artamanen“ geben. Die „Neo-Artamanen“ sollen sich ideologisch in der Nähe der „Artamanen“ bewegen. In den 1990er Jahren sollen die „Neo-Artamanen“ vor allem von Mitgliedern aus dem „Freibund“ gegründet worden sein. In ihrem Siedlungsprojekt sollen sie u.a. Ökolandbau und einen Öko-Baustoffhandel betreiben. Als externer Fachmann trat einer der Öko-Landwirte 2007 im Schweriner Landtag für die NPD auf.

Über die „Artamanen“ und „Neo-Artamanen“ wird auch im Buch „Wer trägt die schwarze Fahne dort…“ von Maik Baumgärtner und Jesko Wrede berichtet. Eine Vorstellung des Buches schrieb ich bereits für den webMoritz.

Datum: 27.10.2009
Wann: 19:30 Uhr
Wo: IkuWo, Greifswald (Goethestraße 1)
Eintritt: frei
Veranstalter: agriKultur gruppe greifswald in Kooperation mit der Rosa Luxemburg Stiftung MV
Anmerkungen: VertreterInnen menschenverachtender Ideologie wird der Zutritt verwehrt

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