Weihnachten ist überstanden

Nach 27 Stunden Arbeit an zwei Tagen fühlt man sich auch als junger Mann irgendwann gerädert. Doch nun ist es vorbei. Weihnachten ist überstanden. Anfangs war ja geplant, daß ich beide Feiertage von mittags 14 Uhr bis abends 22/23 Uhr arbeiten sollte. Nachdem dann allerdings eine Servicekraft sowohl in der Pension/Hotel als auch im Restaurantbereich ausfiel, rief mich mein Chef letzten Sonntag verzeifelt an, ob ich nicht Studentinnen kennen würden, die an den Feiertagen Zeit zum Jobben im Hotel hätten. Na ja, da hätte er mich auch fragen können, ob jemand mit Gegorge W. Bush Weihnachten feiern will. Wobei mit dem sicherlich mehr feiern wollen würden, als sich dann zum Arbeiten gemeldet haben. Die Resonanz war so groß, daß ich gefragt wurde, ob ich da nicht auch aushelfen wollen würde.

So war ich dann beide Tage schon morgens um 9 Uhr da. Dabei habe ich beim Machen der Zimmer einen so guten Eindruck gemacht, daß ich heute morgen schon wieder helfen durfte und nun wohl öfter gefragt bzw. eingeplant werde. Der erste Weihnachtstag war so bis 15:30 Uhr schön stressig, aber genau richtig. Ich kam zur richtigen Zeit in die Küche zum Abwaschen und kämpfte an allen Fronten gegen Tellermangel, verkrustete Pfannen und half noch den KellnerInnen beim Polieren des Bestecks. Manchmal kann man erst zeigen, was in einem steckt, wenn man so richtig gefordert wird. Der zweite Tag war dann schon wesentlich anstrengender. Aber auch dieser ging vorbei. Um die 600 Essen soll die Küche in dieser Zeit gemacht haben.

Ist der Einsatz im Hotel nun ein Aufstieg? Der erste Schritt vom Tellerwäscher zum Millionär? Ich war ja auch schon Chef auf der Tankstelle, werd ich also in einem Jahr Chef im Hotel oder Restaurant?

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