Wohin? – Zum Mond!

Suchmaschinenmonopolist Google wird in Zukunft seine Server wohl auf den Mond stellen wollen, dort brauchen sie keine extra Kühlung und versorgen lassen würde sich das ganze mit Solarstrom. Klingt komisch? Ja, reine Utopie… wirklich?

Immerhin sponsort Google den Lunar X PRIZE auch „Moon 2.0“ genannt. Moon 2.0 soll die Neuentdeckung des Mondes bedeuten. Nachdem die Amerikaner dort gelandet sind, ihre Fahne aufgestellt und reichlich wertvolle Zitate für die Menschheit hinterlassen haben, rückt der Mond wieder ins Blickfeld (nicht nur beim nächtlichen Blick an den wolkenlosen Himmel).

Den X-Prize kennen vielleicht noch einige. Vor drei Jahren im Oktober 2004 schaffte es ein Team das inzwischen legendäre „Space Ship One“ zweimal in 100km Höhe zu bringen und hatte damit 10 Millionen US-Dollar Preisgeld gewonnen. Historisch: es war der erste privatfinanzierte Raumflug.

Nun sind die Ziele etwas höher gesteckt. Zum Mond soll es also gehen. Heise Online:

Wer es schafft, bis zum 31. Dezember 2012 ein privat finanziertes Gefährt auf der Mondoberfläche zu landen, dort mindestens 500 Meter zurückzulegen und ein Datenpaket zur Erde zu senden, der bekommt 20 Millionen US-Dollar.

Im Vergleich zum ersten Preisgeld, erscheint das viel weniger. Doch genau darauf kommt es den Stiftern des Preises an. Es soll ein möglichst günstiges und damit später wettbewerbsfähiges Gefährt gebaut werden. Die staatliche Raumfahrt ist einfach zu teuer. Im übrigen gibt es für den erfolgreichen Abschluß weiterer Teilaufgaben (z.B. das Auffinden menschlicher Hinterlassenschaften, die Überstehung einer Mondnacht oder das Auffinden von Eis) zusätzliche Preisgelder.

Auf dem Weg zum Mond wird es allerings eng. Wie zu Zeiten des Kalten Krieges ist ein Wettrennen entbrannt an dem alle teilhaben wollen. Gerade haben die Japaner einen Erkundungssatelliten gestartet, folgen wollen die Chinesen, Amerikaner und Sowjets Russen mit bemannten Raumschiffen. Dann sind noch wir Europäer im Spiel. Und sogar Deutschland als einzelne Nation will eine Mondmission starten.

Hier nun das Video mit den Zielen:

4 Kommentare


  1. Keine extra Kühlung notwendig??? Soweit ich weiß, kann die Temperatur auf der Tagseite bis zu 140 °C betragen!

    LG,
    Falk

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    1. Na ich red ja auch von der Nachtseite. Aber auf der Tagseite wär es echt ungünstig.

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  2. Das Problem ist ja, dass der Mond sich einmal monatlich um die eigene Achse dreht. Ein im Extremfall am Mondäquator positionierter Server würde also auf jeden Fall einmal im Monat über einen längeren Zeitraum die besagten Temperaturen abbekommen.

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    1. Ok, ich hab wohl in meinen 2 Semestern Astrophysik nicht so super aufgepaßt 😉 Nagut. Aber in einem der Krater, die nie vom Licht beschienen werden und wo die NASA auch Wasser vermutet, wäre so ein Server rein theoretisch gut gekühlt. Mal ganz davon abgesehen, daß google dort eh nicht in absehbarer Zeit eine Serverfarm aufbauen wird.

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