Sonntag, der 30. Oktober 2011, 11:09 Uhr von daburna
Eigentlich idyllisch: Es ist warm, die Sonne scheint und Schwarzzelte wie Jurten und Kohten, typische Elemente der bündischen Jugendbewegung, stehen auf einer Wiese. Doch davor üben Jugendliche den Handgranatenzielwurf. Ein Lager der paramilitärischen “Stahlhelm-Jugend”.
Der Dokumentarfilm “Wotans Erben – Rechtsradikale Jugend in der Bundesrepublik” [einbetten deaktiviert, daher nur über den Link bei Youtube zu sehen] von Rolf Bringmann und Dirk Gerhard aus dem Jahr 1977 beleuchtet damalige rechtsradikale und rechtsextreme Jugendgruppen in Westdeutschland. Neben dem Stahlhelm sind das der “Bund Heimattreuer Jugend” (BHJ) und die 1994 verbotene “Wiking-Jugend” (WJ). Auch die NPD, die Jungen Nationaldemokraten, die “Aktion Widerstand” und der Hamburger “Freundeskreis Filmkunst” sind Thema der Doku.
Die Leitungspersonen und Mitglieder der Gruppen geben den Filmemachern offen Auskunft und lassen sie viel Filmen. Heutzutage undenkbar, schotten sich die Gruppen doch massiv ab. Neben dem bereits angesprochenem paramilitärischem Drill zeigt die Doku Mitglieder der Jugendgruppen, die den Holocaust leugnen, verdrehte Geschichtsstunden und Nazis mit coolen verspiegelten Sonnenbrillen oder langen Haaren.
Einige der erwähnten Gruppen gibt es immer noch. Heute heißt der BHJ “Freibund” und ist weiter aktiv. Vom BHJ spaltete sich 1990 die rechtsextreme “Heimattreue Deutsche Jugend – Bund zum Schutz für Umwelt, Mitwelt und Heimat e.V.” (HDJ) ab. 2009 wurde die HDJ verboten.
Samstag, der 29. Oktober 2011, 19:17 Uhr von daburna
Hier kommt der dritte Teil des “History Of Rap” Medley von Justin Timberlake und Talkshow-Moderator Jimmy Fallon mit musikalischer Unterstützung von The Roots (Teil I und II hier). Unter anderem werden Songs von Sir Mix-A-Lot, The Fugees, Beastie Boys, Outkast, Young MC, Coolio, De La Soul, House Of Pain, Snoop Dog und Kanye West von den beiden präsentiert.
Freitag, der 28. Oktober 2011, 12:08 Uhr von daburna
Die Compilation “Funk Against Fascism” vereint Künstler von Birmingham bis Brasilien mit dem Anliegen, sich gegen Rassismus und Faschismus einzusetzen. Das eingenommene Geld geht komplett an die Organisation Love Music, Hate Racism, die antirassistische und antifaschistische Aktivitäten unterstützt. Am 4. November soll die Compilation erscheinen und z.B. hier zu haben sein. Als Vorgeschmack gibt es ein Promo Mixtape mit reichlich Breakbeat, Funk, HipHop und immer mit dabei Martin Luther King.
Tracklist:
Super Combo Funk – I Don’t Need No Dope (You Gotta Be Rational Remix)
BadoE – Stop, What’s That Sound?
Geriba – Dancin’ Feet ft. Quincy Jointz
Timothy Wisdom – Check The Living Dub
Johnny Pluse – A Breakdown Anthem ft. MC Kawasi & Dan Man
Ewan Hoozami – Boob Job
DJ Soo – Feelin’ Sanctified
tOtALcULt – One World
PulpFusion – Rocking Kids
Zamali – Funky Kasbah (No Flip Flop Mix)
Fort Knox Five – Funk 4 Peace ft. Mustafa Akbar & Shunda K (Deekline & Ed Solo Remix)
Hero No. 7 – Never Ever Had A Hero
Mittwoch, der 19. Oktober 2011, 18:31 Uhr von daburna
Das war nicht abgesprochen. In der heutigen Ausgabe der Ostsee Zeitung findet sich im Lokalteil Greifswald auf Seite 10 ein Artikel mit der Überschrift “Die Tropenkrankheiten kommen” [Text nur für Abonnenten verfügbar], in dem ich zitiert werde. Der Artikel steigt mit Aussagen ein, die ich dem Leiter der OZ Lokalredaktion Greifswald, Benjamin Fischer, per Mail über Facebook geschrieben habe. In der kurzen Konversation mit Fischer ging es darum, dass ich einen Tipp bezüglich des Verdachts des Vorkommens von potentiell malariaübertragenden Mücken in Greifswald bekommen hatte. Bei meiner eigenen Recherche fand ich leider keine weiteren Quellen, um daraus eine eigene Story zu machen. Da das Thema allerdings sehr interessant war, reichte ich diesen Tipp an Fischer weiter.
Fischer bedankte sich und versprach, etwas aus dem Tipp zu machen. Zu keinem Zeitpunkt war allerdings die Rede davon, dass ich als Tippgeber zitiert werden sollte. Als ich heute den Artikel von Autor Eckhard Oberdörfer las, war ich daher sehr überrascht. Das Problem daran ist, dass mir dieser Tipp, auch wenn er öffentlich während einer Diplomverteidigung geäußert wurde, auf spätere Nachfrage vertraulich gegeben wurde. Ob ich von der Person noch einmal interessante Tipps bekommen werde, bleibt nun sehr fraglich.
Mit dem Abdruck meiner Aussagen und meines Namens als Tippgeber ohne ausdrückliche Einwilligung verstößt die OZ wohlmöglich gegen Ziffer 5 des Pressekodex. In diesem heißt es:
Die Presse wahrt das Berufsgeheimnis, macht vom Zeugnisverweigerungsrecht Gebrauch und gibt Informanten ohne deren ausdrückliche Zustimmung nicht preis.
Die vereinbarte Vertraulichkeit ist grundsätzlich zu wahren. [Hervorhebungen durch den Autor.]
Eine Beschwerde beim Presserat ist unterwegs. Als Fazit bleibt, dass ich der Ostsee Zeitung keinen weiteren Tipps geben werde oder mich ihr gegenüber äußern werde.
Montag, der 17. Oktober 2011, 16:14 Uhr von daburna
Am 17. Oktober 1456 wurde die Uni Greifswald gegründet, heute feiert sie 555-jähriges Bestehen. Im Gegensatz zu den großen Feierlichkeiten 2006 wird dieser Geburtstag viel kleiner gefeiert. Der Schnapszahlen-Geburtstag wurde seitens der Uni am Tag der Wissenschaft, dem 8. Oktober 2011, eher still begangen.
Und heute am Ehrentag der Uni? Kein Bundespräsident, keine schwedische Königin, keine Feierlichkeiten weder von Uni noch Studierendenschaft, keine Pressemitteilung der Uni, nicht einmal ein kurzer Geburtstagsgruß in der Ostsee Zeitung. Bevor dieser Geburtstag aber komplett verschwiegen wird, möchte ich an dieser Stelle gratulieren: Herzlichen Glückwunsch Uni Greifswald zum 555. Geburtstag!
Foto:Markus Studtmann // Der Urheberrechtsinhaber erlaubt es jedem, dieses Werk für jeglichen Zweck, inklusive uneingeschränkter Weiterveröffentlichung, kommerziellem Gebrauch und Modifizierung, zu nutzen.