Blogpause: Frittenparty

Donnerstag, der 21. April 2011, 15:56 Uhr von daburna

FrittenIm 175 Grad Celsius heißen Fett blubbern Kartoffelstäbchen – Pommeszeit! Was ich damit sagen will: ab 22.04. stehe ich bis 1. Mai im Unterhemd und mit Oberlippenbart an der Friteuse. Beim Jugendgruppenleiterkurs “Grundkurs Nord” des Bundes der Pfadfinderinnen und Pfadfinder (BdP) werde ich für die Teilnehmenden und das Ausbildungsteam kochen. Nein, nicht nur Fritten. In dieser Zeit wird es hier keine neuen Beiträge geben.

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Am 1. Mai Nazis in Greifswald blockieren!

Mittwoch, der 20. April 2011, 15:26 Uhr von daburna

Elf Tage vor dem 1. Mai werden die Teilnehmenden der Proteste gegen den noch verbotenen NPD-Aufmarsch in Greifswald kriminalisiert. Michael Silkeit, Landesvorsitzender der Gewerkschaft der Polizei (GdP), schürt in der heutigen Ausgabe der Ostsee Zeitung mit  journalistischer Unterstützung vom Leiter der Lokalredaktion Greifswald, Benjamin Fischer, Ängste vor “200 gewaltbereiten Linksextremisten” und “Krawalle”.

1. Mai Nazis blockieren in Greifswald

Für den 1. Mai hat die NPD in Greifswald eine Demonstration einen Aufmarsch mit 500 Neonazis angemeldet. Schnell formierte sich in der Stadt Widerstand gegen die Pläne. Es entstanden zwei Bündnisse, der von der Bürgerschaft angestoßene Zusammenschluss “Greifswald ist bunt – Kein Ort für Neonazis” und das “Bündnis Greifswald Nazifrei”.

Das Bündnis “Greifswald ist bunt” plant den eher einfachen Weg des Widerstands gegen die Neonazis zu gehen. So heißt es in einer Pressemitteilung der Stadt Greifswald:

“Geplant ist ein großer Demonstrationszug, der durch die gesamte Stadt bis hin zum Ostseeviertel führt. Treffpunkt ist 9.00 Uhr auf dem Historischen Marktplatz, wo die Teilnehmer von Oberbürgermeister Dr. Arthur König begrüßt werden. Die Uni-Initiative „Uni ist bunt“ ruft alle Studenten und Mitarbeiter dazu auf, sich bereits 8.45 Uhr am Rubenowplatz zusammenzufinden, um sich dann in Richtung Marktplatz in Bewegung zu setzen. Um 11.00 Uhr ist eine Kundgebung in der Rigaer Straße auf der Fläche der ehemaligen Schulen neben dem Jugendzentrum „Cavern“ geplant. Dort wird im Anschluss auch das Demokratiefest stattfinden.”

Das ist zwar näher dran an der Route der NPD als anfangs geplant (Demokratiefest auf dem Markt), doch außer Hör- und Sichtweite von Schönwalde I und II, wo die NPD aufmaschieren will. Dagegen plant das Bündnis Greifswald Nazifrei mutigere Schritte und will Zivilcourage zeigen:

“Darum will das Bündnis Greifswald Nazifrei, an diesem Tag mit friedlichen aber entschlossenen & massenhaften Menschenblockaden den Naziaufmarsch in Schönwalde verhindern. Wir rufen unter dem Motto „Nazis blockieren! … bitte setzen“ alle Menschen dazu auf, sich an den Blockadeaktionen zu beteiligen und somit den Nazis keinen Platz für die Verbreitung ihrer menschenverachtenden Ideologie zu gewähren. Von den Blockaden wird keine Gewalt ausgehen und wir erklären unsere Solidarität allen Menschen, die sich dem NPD-Aufmarsch entgegenstellen!”

Aktuell kommt die NPD nur auf 3 Prozent der Wählerstimmen im Mecklenburg-VorpommernTREND April des NDR. Bei der Landtagswahl 2006 holte sie noch 7,3 Prozent der Stimmen. Die “Partei” bangt also um den Wiedereinzug in den Landtag. Am 4. September 2011 wird der Landtag von Mecklenburg-Vorpommern gewählt. Der Aufmarsch in Greifswald ist eine wichtige Etappe im Wahlkampf.

Daher wird auch von Seiten der Neonazis für den 1. Mai mobilisiert, und das nicht nur mit Worten oder Videos. In Greifswald kam es in der Nacht auf Montag zu einem neonazistisch motiviertem Überfall auf eine Gruppe Personen, die am Stadthafen Plakate gegen den Neonaziaufmarsch klebten. Dabei kam glücklicherweise nach Aussage von “Greifswald Nazifrei” niemand zu schaden. Es zeigt aber, dass die Stimmung in der rechtsextremen Szene extrem aufgeheizt ist.

Und nun wird noch von Seiten der GdP versucht, den Protest zu deligitimieren. Damit wird erstens der Protest im Vorfeld kriminalisiert und zweitens werden breite Bevölkerungsschichten eingeschüchtert. Gewalt und “Krawalle” will die sonst so tolerante Kleinstadtfamilie nicht unterstützen oder sich dieser Gefahr aussetzen, auch wenn sie die NPD und ihre Ideologie ablehnt. Statt Gesicht zu zeigen, bleibt sie lieber zu Hause und überlässt die Straße den Faschisten der NPD und den Kameradschaften. Dabei ist ein Konsens des Bündnis Greifswald Nazifrei: “Von uns geht dabei keine Eskalation aus.” Doch “gewaltbereite Linksextremisten” und “Krawalle” verkaufen sich als Schlagzeile ausgezeichnet.

Am 1. Mai heißt es Gesicht und Zivilcourage zeigen, ob beim Demonstrationszug zum Demokratiefest oder bei der Blockadeaktion. Kein Fussbreit dem Faschismus!

Über aktuelle Entwicklungen informiert der Twitterkanal HGW_nazifrei.

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Doku die 4. Revolution am 20.04. im Koeppenhaus

Montag, der 18. April 2011, 14:35 Uhr von daburna

Die 4. Revolution KinoplakatEin aktuelleres Thema als Einstieg hätte man nicht wählen können. Seit der Reaktorkatastrophe von Fukushima ist der Umbau der Energieversorgung Gesprächsthema Nummer eins. Passend dazu zeigt die Gründungsinitiative für eine Attac Ortsgrupppe Greifswald am Mittwoch, 20.04.2011, um 20 Uhr den Film “Die 4. Revolution – Energy Autonomy” im Koeppenhaus.

Die Vision des Films ist eine Energieversorgung zu 100 Prozent aus erneuerbaren Quellen. Vier Jahre lang dauerten die Dreharbeiten in zehn Ländern. Zu Wort kommen auch der Friedensnobelpreisträger Muhammad Yunus und der inzwischen verstorbene Träger des Alternativen Nobelpreises Hermann Scheer.

Mit der Filmvorführung soll gleichzeitig für die Wiedergründung einer Attac Ortsgruppe in Greifswald geworben werden. Interessenten an einer Mitarbeit können sich per E-Mail an attac.greifswald@googlemail.com wenden oder ihre Unterstützung bei Facebook kundtun.

Was: Dokumentarfilm präsentiert von der Gründungsinitiative für eine Attac Ortsgrupppe Greifswald
Wann: Mittwoch, den 20. April 2011 um 20 Uhr
Wo: Koeppenhaus, Bahnhofstraße 4, Greifswald
Eintritt: frei

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Video: Bruno Mars & Damian Marley – Liquor Store Blues

Montag, der 18. April 2011, 09:58 Uhr von daburna

Schöner Sommergroove von Bruno Mars und Damian Jr Gong Marley – “Liquor Store Blues”. Big up!

Die MP3 bei Amazon erstehen: Liquor Store Blues (Feat. Damian Marley).

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Dokumentarfilm: Kaufen für die Müllhalde

Samstag, der 16. April 2011, 11:03 Uhr von daburna

GlühbirneEine seit 1901 Licht spendende Glühbirne und ein Glühbirnenkartell, das in den 1920er Jahren die Lebensdauer aller Glühbirnen absichtlich von 2.000 auf 1.000 Stunden verkürzte. Besser kann der Gegensatz zwischen Langlebigkeit und geplanter Obsoleszenz nicht deutlich gemacht werden.

Geplante Obsoleszenz ist der absichtliche Verschleiß von Produkten, damit sie ersetzt werden müssen und die Produzenten mehr absetzen können. Wirtschaftet ein Unternehmen nach dem Prinzip der geplanten Obsoleszenz, steht nicht die Qualität eines Produktes im Fokus sondern eine kurze Lebensdauer. Das Prinzip der geplanten Obsoleszenz widerspricht damit dem Nachhaltigkeitsprinzip.

Obsoleszenz ist eine Strategie des kapitalistischen Wirtschaftsmodell. Um stetiges Wirtschaftswachstum zu verzeichnen, muss produziert und vor allem konsumiert werden. Irgendwann sind aber die normalen Konsumwünsche der Konsumenten befriedigt, nur noch Ersatzkäufe finden statt; die Wirtschaft setzt weniger ab. Modetrends und geplante Obsoleszenz sorgen aber dafür, dass heute gekaufte Produkte morgen nicht mehr populär oder funktionstüchtig sind. Ersatz muss her. Die Wirtschaft freut sich.

Mit diesem Thema beschäftigt sich der 75minütige Dokumentarfilm “Kaufen für die Müllhalde”, der im Folgenden zu sehen ist. Hauptdarsteller: ein defekter Tintenstrahldrucker, Nylonstrümpfe, Efffizienz von in der DDR produzierten Gütern, Probleme mit iPod-Akkus, Philips und Berge von westlichem Elektroschrott in Ghana.

via ginseng

Foto: jaesuhn.tjl // Lizenz CC BY-SA 2.0

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