Funk! FK5 Mo Glo Radio Januar 2011

Samstag, der 29. Januar 2011, 20:05 Uhr von daburna

Die Mixe von Fort Knox Five ersparen eigentlich jedem Hobby-DJ das Auflegen auf Privatpartys. Also das Ding downloaden und auf der nächsten Party rein in den MP3 Player. Der aktuelle Mo Glo Radio Mix aus dem Januar 2011 kommt anfangs mit viel südamerikanischen Tunes daher.
FK5′s Mo Glo Radio – January 2011 by fortknoxfive

Trackliste:
Los Chicharrons – Ma Do Nar
Matenlo – Chic
Instituto Mexicano Del Sonido – Para No Vivir Desesperado (Diesler Remix)
Discofari – Mariam’s Fat Chicken
Thomas Blondet – No Dibby Dibby Sound
David Starfire Vs Mia – Bucky Done Fire (Yemaya Edit)
Los Chicharrons – Timbuktu
Fort Knox Five Remint – Spanish Rice (Dc’s Finest Remint)
South Rakkas – Dance Wid Me (Mylo Riddim)
Fort Knox Five – Blowing Up The Barrio (Mo’horizons Restyle)
Thunderball – Moon On The Rise (Fort Knox Five Remint)
Fort Knox Five Remint – Rock To The Pigforce (Dc’s Finest Remint)
Cmc & Silenta – Pata Pata
Mashed Up Funk – Babylon Funk
Joyce Muniz – Party Over Here, Party Over There

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Erfolgreiches Marketing mit “How I Met Your Mother”

Freitag, der 28. Januar 2011, 17:08 Uhr von daburna

Wer wissen will, wie modernes Marketing funktioniert, sollte mal den Fernseher anstellen, aber nicht um Werbung zu gucken. Ein besonders schönes Beispiel für modernes und virales Marketing ist die US-amerikanische Erfolgsserie “How I Met Your Mother” des Senders CBS.

Screenshot HIMYM

Screenshot aus How I Met Your Mother mit den Figuren Barney Stinson und Ted Mosby.

Die Haupthandlung der Serie ist einfach. Hauptfigur Ted Mosby erzählt im Jahr 2030 seinen Kindern, wie er ihre Mutter kennengelernt hat. Dazu holt er weit aus und erzählt fast jedes Detail aus seinem Leben ab dem Jahr 2005. Neben wechselnden Freundinnen sind seine besten Freunde Marshall Eriksen, Robin Scherbatsky, Barney Stinson und Lily Aldrin immer mit von der Partie. Alle Figuren sind Mitte 20 und fangen gerade an zu arbeiten. Damit grenzt sich auch die Zielgruppe der Serienzuschauer auf junge Menschen Anfang/Mitte 20 bis Anfang 30 ein.

Während es schon immer Interaktionen zwischen Fans und Serien gab, wird diese bei “How I Met Your Mother” aktiv gefördert. Die Science-Fiction-Serie “Star Trek” ist ein gutes Beispiel, wie es früher lief. Fans kauften oder nähten sich Raumanzüge, die denen aus der Serie ähnelten, oder fingen an klingonisch zu sprechen. Gegen Ende des 20. Jahrhunderts wurde diese Bindung der Zuschauer an ihre Serie durch den Verkauf von allerlei Figuren, Bausätzen, Büchern etc. immer weiter fokussiert und kommerzialisiert. Man erinnere sich beispielsweise an die Schwemme von “Star Wars” Merchandising-Artikeln als “Episode I” in die Kinos kam.

Im Marketingjargon wird die innere Bindung eines Kunden an einen Hersteller oder Produkt als Commitment bezeichnet. Bei “How I Met Your Mother” wird diese Bindung durch die Identifikation mit den Figuren der Serie erreicht. Die Zielgruppe befindet sich in einem ähnlichen Lebensabschnitt wie die Charaktere der Serie. Auch sie steigt gerade in den Beruf ein, sucht nach der großen Liebe oder dem Sinn im Leben, lebt in Wohngemeinschaften, schmiedet Hochzeitspläne oder vögelt wild in der Gegend rum wie Barney Stinson (beziehungsweise träumt davon). Schnell findet sich eine Figur, die den eigenen Charakterzügen entspricht oder die man gerne sein würde.

Wer sich auf die Serie einlässt, bindet sich schnell an sie. Jetzt kommen die Marketingstrategen von CBS ins Spiel. Sie erschaffen um die Serie nicht die typischen Merchandising-Artikel sondern Produkte, die aus der Serie stammen. Da gibt es den von Barney Stinson vielzitierte Bro Code (ein Verhaltenscodex für Bros=Kumpel) oder aber das Playbook mit 75 einfallsreichen Methoden, wie Mann Frauen klarmacht, zu kaufen. Hier verschmilzt die Fiktion mit der Wirklichkeit.

Die finale Fusion beider Welten findet allerdings statt, wenn man sich die Websites rund um die Serie ansieht. Barneys Blog ist da noch das harmloseste Instrument des viralen Marketings. In der Episode “The Playbook” aus der fünften Staffel legt sich Barney Stinson den Namen “Lorenzo von Matterhorn” zu, um Frauen zu verführen. Um diese künstliche Identität zu untermauern, hat er eine Reihe von Websites errichtet. Nach der Erstausstrahlung der Episode in den USA am 16. November 2009 war der Name “Lorenzo von Matterhorn” der bei Google meistgesuchte Begriff des Tages. Und siehe da, die Websites waren tatsächlich angelegt worden.

Es gibt die Lorenzopedia, Lorenzo von Matterhorn aka Dog Stevens bei MySpace, einen Eintrag im Big Business Journal, die erfundene Krankheit der Phallumegaly, einen Bericht über seine Ballonfahrt, einen Facebook-Account und als Krönung einen Facebook-Account für den erfundenen Zwillingsbruder Julio von Matterhorn.

Das Konzept der Fake-Websites hat sich schon in früheren Episoden bewährt. Hunderte bis tausende Pageviews sollen diese Angebote gebracht haben. Als Beispiel sei hier auf die Seite Canadian Sex Acts.Org verwiesen, die angebliche kanadische Sexualpraktiken beschreibt oder auch nicht.

Websites und Artikel wie die zwei Bücher von Barney nehmen der Handlung die Illusion, sie gaukeln Realität vor. Damit sorgen sie zusätzlich für ein größeres Commitment zwischen Zuschauern (Kunden) und Serie (Produkt). Sie runden aber auch die Gags der Serie ab und lassen sie nach Ausstrahlung der Folgen weiter bestehen.

Der Erfolg der Serie beruht nicht nur auf den Drehbuchschreibern und Darstellern der Serie sondern zu einem großen Teil auch auf den Marketingstrategen. Eine genaure Analyse im Rahmen einer Seminar-, Bachelor-, Master- oder Diplomarbeit in Medienwissenschaft oder Betriebswirtschaftslehre wäre sicherlich spannend.

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2047 in Lubmin: Indoor-Wassersport und Endlager

Donnerstag, der 27. Januar 2011, 17:29 Uhr von daburna

Es ist ein sonniger 13. Juni im Jahr 2047. Familie Precht ist im Urlaub an der Ostsee. Der Klimawandel hat bisher nur positive Auswirkungen auf die Region. Zu dieser Jahreszeit ist es am Mittelmeer unerträglich. An den Stränden Vorpommerns kann man dagegen das Leben und den Sommer geniessen. Im Elektroauto fährt die dreiköpfige Familie nach Lubmin in Brunos Indoor-Wassersportzentrum. Während Vater und Sohn im Meerwasserwasserbecken zwischen den letzten Überresten der Korallen des Great Barrier Riffs tauchen, schwingt sich Mutter Precht auf die Schlittschuhe und dreht ihre Kreise auf der Kunststoffeislaufbahn. Das Gebäude des Indoor-Wassersportzentrum war einst als Block 7 und 8 des Kernkraftwerk Bruno Leuschner bekannt und wurde 2013 umgebaut.

KKW Lubmin

Noch sieht am KKW Bruno Leuschner nichts nach Indoor-Wassersportzentrum aus.

 

Wenige hundert Meter entfernt lagern die gefährlichsten Überreste der deutschen Energieerzeugung im Endlager Nord (ELN) der Energiewerke Nord (EWN). 2012 stimmte das Innenministerium von Mecklenburg-Vorpommern der unbefristeten Endlagerung von schwach- und mittelradioaktem Abfall auf dem Gelände des bis dahin nur als Zwischenlager Nord (ZLN) genutzten Geländes bei Lubmin zu. Als im Jahr 2023 absehbar war, dass das Atommülllager Gorleben erst ab 2040 als voll funktionsfähiges Endlager für hochradioaktiven Abfall zur Verfüng stehen würde, wurde die Genehmigung für die Zwischenlagerung hochradioaktiver Stoffe im ZLN/ELN bis 2080 verlängert.

Was im Jahr 2011 recht utopisch klingt, könnte doch so eintreffen. Ein Blick in das tagesaktuelle Geschehen reicht aus, um solche Visionen zu haben. Da hat der IT-Manager der EWN den Traum ein Indoor-Wassersportzentrum in den nicht genutzten Blöcken des Kernkraftwerks entstehen zu lassen. Währenddessen träumt der neue EWN-Chef Henry Cordes von der unbefristeten Endlagerung schwach- und mittelradioaktiver Abfälle im ZLN. In Deutschland gibt es bisher nur zwei Endlager für radioaktive Abfälle.

1998 wurde die Einlagerung in Morsleben gestoppt, das Lager soll stillgelegt werden. Das zweite Endlager ist die skandalträchtige und ebenfalls bald stillgelegte Schachtanlage Asse II. In Zukunft soll im Schacht Konrad radioaktiver Abfall mit vernachlässigbarer Wärmeentwicklung endgelagert werden. Für die Endlagerung hochradioaktiver Abfälle wird der Standort Gorleben erkundet.

Da der Schacht Konrad noch nicht in Betrieb ist, wäre ein Endlager Nord für die EWN ein wirtschaftlicher Glücksfall. Es gäbe keinen Konkurrenten und auch der Protest seitens der Bevölkerung gegen die Lagerung von atomaren Abfällen ist in Vorpommern nicht sehr groß. Es müssen nicht unter der Erde umständlich Schächte ausgehoben oder vorhandene gefestigt werden. Geologische Unwägbarkeiten wie ein “plötzlicher” Salzlaugeneinbruch sollten an der Ostseeküste auch nicht vorkommen. Nur gegen den steigenden Meeresspiegel, Hochwasser, Störfälle und Terroranschläge sollte das Endlager gerüstet sein. So könnten die Kosten eines überirdischen Endlagers Nord geringer sein als eines unterirdischen Schacht Konrads.

Und das sollte die Menschen nachdenklich machen. Noch gibt es kein schlüssiges Endlagerkonzept der Bundesregierung. Doch mit einer Tolerierung des ZLN und weiterer Castor-Transporte durch die Bevölkerung vor Ort könnte Lubmin als Standort an Reiz gewinnen. Ob der Standort sicherheitstechnisch und finanziell zu befürworten ist, wird die Zukunft zeigen. So könnte 2047 Familie Precht mit etwas Glück tatsächlich ihren Urlaub im Indoor-Wassersportzentrum in direkter Nachbarschaft mit dem Endlager Nord verbringen.

 

 

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Dienstag DJ Lounge im Ikuwo mit BagdadBassBoy

Montag, der 24. Januar 2011, 17:22 Uhr von daburna

Etwas Werbung in eigener Sache. Mit einem Koffer voller schwarzem Gold werde ich morgen (Dienstag den 25. Januar 2011) als BagdadBassBoy im IKuWo aufschlagen und ab 21 Uhr im Rahmen der DJ Lounge Rap, HipHop, Funk und Breaks auf den Plattentellern servieren.

BagdadBassBoy

Wer will, kann vorab meine bescheidene Plattensammlung einsehen und Wünsche äußern. Die Hörspiele werden aber definitiv nicht aufgelegt.

BagdadBassBoy Sample by bagdadbassboy

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Video: Looptroop Rockers – Professional Dreamers

Donnerstag, der 20. Januar 2011, 10:10 Uhr von daburna

Da ist er, der erste Song vom im März erscheinenden fünften Album der schwedischen HipHop-Band Looptroop Rockers. “Professional Dreamers” soll das Album heißen und so heißt auch der Song. Kein Stück zum abrocken, aber doch im typischen Style von Looptroop. Ein Interview auf schwedisch mit den Bandmitgliedern gibt es bei PSL.

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