Barge von Insolvenz zu Insolvenz

Was waren wir angepisst, als es im letzten Jahr im Sommer hieß, der Hochschulsport würde die Badmintonkurse nicht mehr so häufig anbieten können. Der Grund dafür war, dass die Tennis- und Badmintonhalle des Sportpark Barge in einen Indoorspielplatz umgewandelt werden sollten, denn Ende April 2008 wurde das Insolvenzverfahren für die Betreiber des Sportpark Barge eröffnet.

Ab dem Wintersemester 2008/2009 gab es in den Hallen des Barge keinen Hochschulsport mehr. Die Badmintonkurse unter Anleitung des Profis Edgar Michalowski fanden nur noch zwei Mal die Woche in der viel kleineren Halle in Levenhagen statt. Im Barge wurden noch jeden Tag die Woche zwei Kurse angeboten. Inzwischen gibt es auch einen Kurs in der Turnhallen III der Stadt. Durch diese Insolvenz wurde das Angebot leider deutlich reduziert.

In den Tennis- und Badmintonhallen zog indessen ein Indoorspielplatz ein. Das Spaß- und Spielparadies „Seasidekids“ eröffnete am 29. März 2009 und wurde schon am 7. Juni wieder geschlossen. Nun stehen nach der Geschäftsaufgabe immer noch Spielgeräte in den Hallen, Rechnungen wurden nicht bezahlt und keiner weiß, wie es weitergeht.

Standen die Betreiber des Indoorspielplatzes mit beiden Beinen in der Wirklichkeit? Die Idee in Greifswald so eine Einrichtung zu eröffnen, sorgte doch für viel Staunen. Wie sollte so etwas nur wirtschaftlich zu betreiben sein? Diese Zweifel waren wohl nicht bei den Betreibern vorhanden, verspekuliert haben sie sich trotzdem. Wie es mit den Hallen weitergeht ist derzeit unklar. Ich hoffe darauf, dass die Hallen wieder für Badminton und Tennis nutzbar gemacht werden.

Die Tennisspieler von der Hochschulsportgemeinschaft (HSG) Greifswald bekamen in den letzten Tagen Unterstützung in Form einer anonymen Spende von mindestens 200.000 Euro, um sich eine Tennishalle zu bauen. Da stellt sich schon die Frage, wo in dieser vom Spendensumpf durchzogenen Stadt das Geld herkommt.

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