Braune Post pt. IV: Neonazis für Arndt

Das rechtsextreme Hetzblatt Greifswalder Bote liegt mal wieder in den Greifswalder Briefkästen. An sich eigentlich nur eine Verschwendung von Papier.

Die aktuelle Ausgabe 02 /2009 greift jedoch das Thema Ernst Moritz Arndt und Uni Greifswald auf. Unter der Überschrift „Ernst Moritz Arndt bleibt!“ wird alles mögliche in den Raum geworfen, wild zusammengemixt, mit reichlich Propaganda versehen und am Ende kommen viele Unwahrheiten raus. Sogar ein Aufruf zur Gewalt in Form von „ein paar kräftigen Backpfeifen….[…] Dies entspricht jedoch nicht den politischen Gepflogenheiten, so daß wir ausdrücklich davon abraten.“ ist dort zu lesen.

In einem anderen Artikel wird eine Diskussion Überwachungsstaat und Datenschutz angefangen und sogar mit der Schäublone bebildert. Hier wird versucht Stasi-Ängste wiederzubeleben. Dabei aber natürlich verschwiegen, dass eine neue Art Gestapo bei einem Wahlsieg der Rechtsextremen möglich wäre.

Besonders propagandistisch ist ein Artikel über den Europawahlkampf. Angeblich waren Wahlplakate von SPD, CDU und FDP aufgetaucht, auf denen Deutschland in den Grenzen von 1937 zu sehen war und darauf Sprüche wie „Entnazifizierung, nein danke…!“ oder „Das ganze Deutschland soll es sein…zum ungeteilten Vaterland durch die CDU“ zu lesen waren. Sofort wird ein Vergleich mit der NPD gezogen und gefragt, wieso diese dann „…zu rechts, zu extrem, zu revisionistisch usw…“ sei. Verschwiegen wird dabei, dass die Plakate nicht von SPD, CDU oder FDP aufgehängt wurden und auch schon 60 Jahre alt sind. Wie war das nochmal mit alles im historischen Kontext sehen? Im Artikel zu Arndt wird das gefordert.

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