Gewinn der Stromkonzerne wächst auf Kosten der Verbraucher

Montag, der 29. Dezember 2008, 13:10 Uhr von daburna

Was haben wir nicht schon alles negatives über die Stromversorger gehört? Sie bekamen (und bekommen immer noch bis 2013) CO2-Zertifikate für den Emissionshandel kostenlos zugeteilt, berechneten den Kunden diese aber so, als ob sie dafür bezahlt hätten. Der Strompreis für den Endverbraucher stieg. Als dann bekannt wurde, daß die Konzerne ab 2013 endlich für die Zertifikate bezahlen sollen, da drohten sie mit kräftigen Preiserhöhungen. Dabei werden die Preise für die Zertifikate doch längst bezahlt. Es drängt sich hier das Bild von gierigen Managern auf, die auf Kosten der Kunden ihren Gewinn mit allen Mitteln hochschrauben wollen. 2007 erzielten die vier großen Energierkonzerne RWE, E.on, Vattenfall und EnBW einen Gewinn von 20 Milliarden Euro. Nun zeigt eine Studie der Hochschule für Technik und Wirtschaft des Saarlandes, daß die Strompreise seit 2000 um 50 Prozent gestiegen sind. Die Gewinne der Konzerne verdreifachten sich in dieser Zeit.

Dabei haben uns die Politiker doch anfangs erzählt, daß die Privatisierung der Energieversorgung die Preise ähnlich wie bei der Telekommunikation senken würde. Ich würde sagen, das Experiment ist gescheitert. Die Preise kennen nur einen Weg: nach oben. Genauso wie die Gewinne der Konzerne.

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daburna
Schreibt hier seit August 2005 den Blog. Geographiestudent mit Lebensmittelpunkt in der Hansestadt Greifswald.
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