Installationsorgien

Mittwoch, der 30. April 2008, 22:47 Uhr von daburna

Selbst als halber Computer-Nerd hat man es manchmal nicht leicht mit der eigenen Rechenmaschine. Alle sechs Monate erscheint eine neue Version meines Betriebssystems Ubuntu bzw. UbuntuStudio (gut für Audio-, Video- und Grafikbearbeitung), so auch vor knapp einer Woche Ubuntu 8.04. Die Beta Version davon hatte ich schon vor zwei Wochen installiert, dabei aber meine nebenbei existierende Windows-Partition zerschossen, da der Bootloader nicht ordentlich installiert wurde. Achtung es wird noch schlimmer mit den Fachbegriffen!

Ok, Beta heißt ja auch, daß es noch zu Fehlern kommen kann, also abgewartet und nach dem Relase der öffentlichen Version alle wichtigen Dateien nochmal gesichert und die Installation von Windows XP und UbuntuStudio probiert. Woran scheitert die XP Installation? An meiner irgendwo hier im Zimmer rumgammelnden, aber nicht auffindbaren, Seriennummer. Naja trotzdem war ja nun schon ein Teil der Festplatte mit XP belegt und der andere Teil bereit für UbuntuStudio. Die Installation lief wie gewohnt ab. Dann der Neustart des Systems.

Bootloader erscheint – alles klar. Doch was passiert? Reiner Textzeilenmodus. Keine Grafikausgabe. Da wurde weder der Xserver noch GDM installiert. Also nochmal alles von Hand in der Konsole gemacht. Neustart und ja, die Grafikausgabe funktioniert. Nur war ich so blöd und habe nicht gecheckt, ob nicht noch etwas anderes nicht installiert wurde. So gab es dann nämlich mit der Soundausgabe Probleme. Es kam kein Ton mehr raus. Mit der Gewissheit dieses Problem nicht zufriedenstellend zu lösen, lud ich also die normale Ubuntu Installations CD und startete heute morgen eine zweistündige Installationsorgie, in der ich mindestens dreimal Ubuntu und einmal XP neu raufgebügelt hab. Nach einigen unverständlichen Fehlern, wie Bootloader Grub meldet keine Partition zum Booten oder XP bootet statt Bootloader, habe ich dann meine Festplatte wiedermal total geplättet, die Finger von XP gelassen und Ubuntu pur installiert. Nun läuft alles. Super! Hat ja auch nur endlos Nerven gekostet. Dafür wird meine Grafikkarte richtig erkannt und darf nun statt in 1024 x 768 mit einer Auflösung von 1600 x 1200 laufen.

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Luftstau im Hörsaal

Dienstag, der 29. April 2008, 16:49 Uhr von daburna

Während der Frühling Einzug hält und sich die meisten Studierenden darüber freuen, stöhnen doch wieder andere über die Hitze in den Räumen der Universität Greifswald. Wer einmal nach einer Vorlesung in den Hörsaal Makarenkostrasse reinschnüffelt, weiß wovon ich rede. Liebevoll wird er einfach nur Kiste genannt. Die Kiste wurde in den letzten Jahren komplett renoviert und bietet nun neben vier Beamern und ebensovielen modernen Flachbildschirmen 450 Sitzplätze, die in einigen Vorlesungen sicherlich zu 80 Prozent ausgelastet werden. Alles modern, funktionell und eigentlich recht angenehm wäre da nicht die Belüftung beziehungsweise die offensichtliche Abwesenheit einer Belüftung. Zwar sind alle naselang Lüftungslöcher in der Decke zu erkennen, doch scheinen sie nur Alibifunktionen zu erfüllen.

Wie gesagt, einfach mal reinschnüffeln. Heute mittag 12 Uhr war sicherlich ein guter Zeitpunkt dafür. Eine Gemisch aus schweißgetränkter, 25 – 30 °C warmer und sauerstoffarmer Luft waberte durch den Hörsaal. Warum für die Renovierung Geld ausgegeben wird, dann aber die Lüftung sowas von dermassen verkackt, weiß wohl auch keiner. Erbärmlich und unzumutbar!

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Ubuntu 8.04 ist draussen

Donnerstag, der 24. April 2008, 14:59 Uhr von daburna

Ubuntuusers.de titelt dazu so schön: Der kühne Reiher ist geschlüpft! Korrekt! Die neue Long Term Support (LTS) Version von der beliebten Linuxdistribution Ubuntu ist also da. Da hier der Fokus auf Stabilität liegt, wurden keine besonders neuen Funktionen eingebaut. Dennoch lohnt sich nach meinem Empfinden der Umstieg. Der Server ist allerdings mal wieder von den ganzen Updatewilligen überlastet. Deswegen biete ich hier den Torrent von UbuntuStudio dem Audio-/Video-/Graphik-Ableger von Ubuntu an.

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Musikalische Zeitreise: 5 Sterne deluxe!

Dienstag, der 22. April 2008, 19:33 Uhr von daburna

1997. Der Tobi und das Bo tun sich mit Marcnesium und DJ Coolmann zusammen und nennen sich nun Fünf Sterne deluxe. Schnell werden sie für ihre lustigen und eingängigen Texte bekannt. Ich las damals von dem kommenden Album Sillium in einer TV-Zeitschrift (!). Sillium – der Spaß-Hammer des damaligen Hamburger HipHops. 1998 erschien dann zeimlich zeitgleich mit dem Album der Song “Willst du mit mir gehn?” Eingängier Refrain und ein Text, der sich um die wichtigste Frage des menschlichen Zusammenlebens dreht. Besonders geil auf dem Album waren die fetten Skits. Großer deutschsprachiger HipHop!

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One weekend at Munich

Montag, der 21. April 2008, 11:43 Uhr von daburna

Inzwischen kommt es mir so vor, als ob ich am Wochenende eine persönliche Sozialstudie der Reisenden am Münchner Hauptbahnhof gemacht habe. Dabei war es eigentlich nur eine Befragung mit der Uni zum Thema der Bekanntheitsgrad von Usedom in München. Mein Fazit zur Umfrage: Usedom ist eher unbekannt und liegt in “Preussen”, wie es die Bayern so schön sagen. Aber nun zu meinen Beobachtungen.

Es gibt sie noch! Die Filmreifen Begrüßungs- und Verabschiedungsszenen am Bahnhof. Mit einer einzelnen Rose oder gleich mit einem ganzen Strauß Blumen stehen da ab und zu Menschen vorzugsweise an Gleisen des Fernverkehrs. Während sie ihre Liebste wieder begrüßen, steigen am Gleis nebenan Original-Bayern in Lederhosen samt Bierkästen und FC Bayern Fanausrüstung in den ICE nach Berlin, um zum Pokalfinale zu fahren. Je später der Tag, desto mehr Freaks am Bahnhof. Shoppende Teenager in Rudeln zwischen den Gleisen. Die Mädels abgemagert und dünn wie ein Strich in der Landschaft. Sie laufen vorbei an dunklen biertrinkenden Gestalten mit Wacken 2007 T-Shirts und teilweise Schottenröcken, wohl Heavy-Metal Fans, die sich hier zum Konzert treffen.

Eine Gruppe 13jähriger BMX-Fahrer mit ihren Bikes schiebt sich am Fressstand vorbei. Im Burger King sitzt eine Gruppe junger Männer mitte 20. Alle tragen Cowboyhütte, einer spielt den Indianer mit lässiger Sonnenbrille. Junggesellenabschied. Später werden sie noch auf dem Marienplatz torkeln und irgendwelche komischen Spielchen machen. Koffer, Skier, Mountainbikes, Rucksäcke, Schlafsäcke, lila Hosen und mehr wandern von den Eingängen zu den Gleisen. Ab und zu immer wieder eine Gruppe Emos. Flaschensammler, denen man häufig anmerkt wie unangenehm ihnen diese Art des Verdienst ist, greifen verstohlen in Mülleimer, wenn keiner hinguckt. Leute, die an mir vorbeigehen und auf das Namensschild auf meiner linken Brust starren. So fühlt man sich also, wenn man eine Frau ist und alle Männer einem nur auf die Titten starren!

Tja, das kann man sicherlich auch an jedem anderen großen Bahnhof beobachten. Ich würde fast sagen, das war ein guter Querschnitt unserer Gesellschaft.

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