StudiVZ: Nur noch Schlamperei

Ich weiß langsam garnicht mehr, was ich noch sagen soll. Allmählich gehen mir die Worte aus. Es handelt sich mal wieder um DAS Lieblingsthema der deutschen Blogszene in diesen Tagen. Ja, ihr wißt schon, das gute StudiVZ an das man sich als Nutzer doch schon gewöhnt hat und das man kaum noch missen will.

Das Internet ist ein öffentlicher Ort und jeder kann Daten einsehen. Ausgenommen davon sind jetzt mal Diktaturen wie z.B. China. Also muß man damit rechnen, daß alles, was man irgendwann mal, sei es auf einer eigenen Homepage, in einem Blog, als Kommentar, Gästebucheintrag, etc. geschrieben hat, irgendwie auffindbar ist.

Das ist die eine Sache. Wenn man dann aber Daten auf einer eigentlich geschlossenen Internetplattform wie StudiVZ eingibt und diese explizit als nicht öffentlich einstuft, denkt man schon, daß es dann auch so ist und niemand die Daten sehen kann. Nachdem gestern die Lücke mit den Bildern rausgekommen ist, kam dann heute die nächste Sicherheitslücke zum Vorschein. Durch einen simplen Trick ist es möglich geschützte Daten (in diesem Fall die Freundesliste) auszuspionieren. Alles nur die Spitze des Eisberges?

StudiVZ reagierte auf den Bilderbug mit einer Leugnung und Beschwichtigung. Allerdings haben sie den direkten Link zum Blog auf der Startseite entfernt. Aus Angst, Leute, die noch nicht davon gehört haben, könnte die kritischen Kommentare und Trackbacks finden? Wie dem auch sei. Das Vertrauen in StudiVZ ist am Ende. Ich möchte garnicht mehr, daß ihr darüber nachdenkt, dort auszutreten, sondern rufe euch offen dazu auf, dem Spuk ein Ende zu machen und sage:

meldet euch ab!!!

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6 Kommentare


    1. Tja deshalb fiel es mir auch schwer. Aber ich werde heute definitiv meinen Account dort kündigen.

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  1. Jo, sehe ich auch so. Macht ja Spaß, wieso aufhören? Vielen Leuten ist halt nicht klar, dass Daten auch bei vermeintlich geschützten Seiten halt nie 100% sicher sind.

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    1. Ja, deswegen geb ich da ja auch z.B. keine Telefonnummer an. Gaukelt mir jemand aber Sicherheit vor und verleugnet dann die Lücken, kann ich für mich nur eine Konsequenz ziehen und gehen. Diesen Menschen vetraue ich nicht. Was hier auf meiner Homepage steht, kann ich steuern. Was bei denen geschieht, kann ich allerdings nicht steuern.

      Naja schade ist es schon, aber man muß ja nicht über ein digitales Netzwerk seine Freunde zusammenhalten. So sozial veramrt ist die heutige Gesellschaft noch nicht oder?!

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      1. Da hast du recht! Gesellschaftliche Auswirkungen von social software sind schon hochinteressant…
        Allerdings hab ich über’s StudiVZ alte Kumpels wiedergetroffen, die ich sonst vermutlich aus den Augen verloren hätte und nen paar nette Gruppen gibt’s da auch. Mir macht’s weiterhin Spaß! Man muss halt nur im Hinterkopf behalten, dass es im Prinzip ’ne öffentliche Seite ist, egal was die einem versprechen.


      2. Tja alte Freunde wieder getroffen…ja das fand ich auch eine sehr nützliche und tolle Sache. Ehrlich gesagt, ist so ein Wiedertreffen im realen Leben allerdings wesentlich schöner. Naja ich will das jetzt nicht alles schlecht machen, schliesslich war ich da ja auch mit Begeisterung dabei. Und wenn es ein Portal gibt, da ehrlich ist, dann werde ich mich da vielleicht anmelden. Bei meiner Uni gibts sowas. Da spioniert dir keiner die Daten aus. Allerdings sind auch die Professoren angemeldet und man sollte keine kritischen Äusserungen über die schreiben (sollte man im Internet ja generell nicht). Das ganze heißt StudIP und hat für Studenten wesentlichen Mehrwert als StudiVZ. Hier kann ich meinen Uni-„Stundenplan“ zusammenbasteln, mich bei Seminaren eintragen etc.

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