Fahnenklau

Freitag, der 30. Juni 2006, 12:03 Uhr von daburna

Andere Straßenseite. 3 Blocks weiter. Gerade gesehen, daß da die zweite Fahne der UdSSR in der Stresemannstrasse bzw. wahrscheinlich in ganz Hamburg hängt. Danke Genosse!

UdSSR Fahne in der Stresemannstr

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Streckenabschnittsgedanken

Donnerstag, der 29. Juni 2006, 10:40 Uhr von daburna

Der Zug der Regionalbahn fährt unruhig im Gleis. Irgendwo im Osten. Meck-Pomm. Vorbei an verlassenen LPGs, zugenagelten Häusern und Bahnsteigen, die, so scheint es, mitten im Feld liegen. Die Gegend menschenleer. Vereinzelt steigt mal jemand ein oder aus. Das hier ist No-Go-Area. Industrieruinen stehen neben neu entstehenden, überflüssigen Bahnhofsuntertunnelungen. Gleis 3 und 4 werden soeben abgerissen. Hier gucken die wenigsten Menschen freundlich oder gut gelaunt. Noch immer viele graue Häuser. Noch immer Osten. Ostdeutschland. Ein Landesteil mit extrem negativem Image. Da soll von Nazis nur so wimmeln. Der Aufbau Ost kommt angeblich auch nach 16 Jahren nicht voran. Migration von Ost nach West. Die Zugverbindung ist bescheiden. Während man mit dem Auto über die neue Osteseeautobahn ca. 2,5 Stunden von Hamburg nach Greifswlad braucht, sind es im Regionalverkehr der Bahn 4 Stunden und 15 Minuten. Mit dem IC geht es nicht wesentlich schneller. Nur bequemer. Einmal umsteigen fällt aus.

IC 2379 Stralsund – Hamburg. Mal wieder das typische Gespräch von Menschen ab 50 (?). Die vier kommen gerade aus Rostock von einer Kur (?) und sind auf dem Heimweg nach Pinneberg bzw. Aschaffenburg. Hessischer Akzent trifft auf Hamburger Schnack. Das Thema: Krankheiten, Cholesterin, sowie die Kosten spezieller Massagen. Die beiden Männer kommen aus der Schuhbranche und unterhalten Schuhgeschäfte. Ab und zu gibt es noch Fachgesimpel über die wirtschaftliche Lage in Pinneberg oder das Schuhgeschäft in Aschaffenburg.

Der Zug fährt durch eine ostdeutsche Idylle. Ein Haus mit kleinem Garten in dem eine Frau gerade das Unkraut zwischen dem Gemüse zupft. Der Zug steht und wartet. Worauf ist nicht ganz klar. Immerhin ist dies ein Intercity. Also der kleine Bruder vom ICE. Nur ein wenig langsamer. Trotzdem scheint die Fahrt ewig zu dauern. Es geht weiter. Der Zwischenstop neben dem Haus ist nicht zu erklären. Als ob der Lokführer sagen wollte, guckt mal, der Osten lebt doch. Hier, seht es euch an!

Das Gespräch wandert von Cholesterin zu Ladenöffnungszeiten. Noch knapp 1 Stunden zu fahren. “Wieviel Leute arbeiten bei Ihnen” “Äh…vier Leute und Isch!” Ja, wir lieben den hessichen Akzent, gell?! Und wieder warten. Ein vorrausfahrender Güterzug, so der Lokführer, sorgt für Stau auf dem Gleis. “Bobingen….” “Da ist der Roy Black….” Gesprächsfetzen in meinem Ohr. Ich sitze am Laptop und weiß nicht, ob ich weiter mein Lachen und die Kommentare unterdrücken bzw. leise halten kann. Die Frau am vierer Tisch neben mir guckt jedesmal, wenn ich leise lache, amüsiert zu mir rüber. Die Fahrt geht weiter.

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www.rapedia.de

Montag, der 26. Juni 2006, 10:44 Uhr von daburna

Auf der Suche nach Infos zu einigen HipHop Artists hab ich weder bei wikipedia.de noch auf einer der vielen bestehenden HipHop Communityseiten soetwas wie ein deutschsprachiges HipHop Wiki gefunden. Da dies vielen so gehen wird, ist ab heute die Domain www.rapedia.de online sein und dieses ändern. Auf dieser Seite habe ich ein Wiki installiert, bei dem jeder mitschreiben und verbessern kann.

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Rücksicht üben

Donnerstag, der 22. Juni 2006, 21:47 Uhr von daburna

Eigentlich ist das ganze doch ganz einfach. Man tritt auf die Bremse, legt den Rückwärtsgang ein, dreht sich nach hinten um bzw. guckt in den Spiegel und fährt langsam los. Eigentlich. Aus datenschutztechnischen Gründen hab ich hier weder den Wagen noch den Fahrzeugführer fotografiert. Die Bilder sprechen aber für sich.

Lesen Sie nun den Augenzeugenbericht des Tankwartes Oliver W.

Gestern bei der Arbeit. Die Kundin an Zapfsäule 3 zahlt. Aufeinmal knirscht es und ich sehe nur aus dem Augenwinkel wie sich der am Träger des Daches befestigte Feurlöscher mit der Heckscheibe eines Autos bekannt macht. Ein älterer, verwirrt wirkender Herr steigt aus. Mit bloßen Händen bricht er die letzten Splitter seiner Scheibe aus der Fassung und fährt nach kurzem Gespräch weg.

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Panem et circenses

Samstag, der 17. Juni 2006, 18:59 Uhr von daburna

Acht Tage WM in Deutschland. Die Republik gleicht einem Flaggenmehr. Sie wehen an Häusern, Bars und Autos. Das Volk feiert wir schon lange nicht mehr. Hunderttausende verfolgen auf den Fanfesten live alle Spiele unter freiem Himmel. Gewinnt eine Aussenseitermannschaft wie Ghana gegen Tschechien, dann jubelt die Straße. Da stört es wenig, daß die Regierung gerade die Mehrwertsteurerhöhung beschloßen hat. Aber wieso auch? Feiern ist schließlich besser als sich ärgern.

Was ist das los Deutschland? Verwandelst du dich gerade wieder in den totgeglaubten Freizeitpark der frühen 90er?

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