It’s the job, stupid!

Mittwoch, der 23. Oktober 2013, 21:21 Uhr von daburna

Wörter

Es ist die Arbeit, Dösbaddel! Das sagt schon alles. Die Arbeit ist der Grund, warum ich nicht mehr zum Schreiben komme – wobei das eigentlich falsch ist. Ich schreibe täglich mehrere Artikel und tausende Zeichen, doch nicht hier. Sehr schade für den Blog, aber aktuell kaum zu ändern.

It’s the job, stupid! Ein Studium hat ja so seine Vor- und Nachteile, das normale Arbeitsleben hat den großen Nachteil, dass man die freie Zeiteinteilung über Bord wirft und man sich dem Takt der Maschinen unterordnet. Eine 40 Stunden Arbeitswoche inklusive Mittagspause und Pendelzeit plus Überstunden lässt die verfügbare Zeit auf ein Minimum schrumpfen. Dazu kommen dann noch Wochenenddienste.

Es ist die Arbeit, Dösbaddel! Wenn der Arbeitgeber sagt, dass alle relevanten Themen erst ihm vorgelegt werden sollen, bevor diese woanders veröffentlicht werden dürfen und dieses Prozedere auch noch irgendwie vertraglich festgehalten ist.

It’s the job, stupid! Nach der Arbeit möchte man nicht das selbe tun, wie während der Arbeit. Welcher Maurer, mauert schon nach dem Feierabendbier noch mal so viel wie auf Arbeit? Genau so ist es bei uns Schreiberlingen. Ein wenig Text geht grad noch, doch das Gehirn stößt an kreative Grenzen. Alle wohlklingenden Sätze sind bereits aus dem Kopf geschrieben.

Es ist also die Arbeit, liebe Leserinnen, auf die ich den massiven Quantitätsverlust schiebe. Es ist aber auch die Arbeit, von der die wenigen verbleibenden Beiträge und Fotos profitieren werden, denn durch die Übung und Kritik werden meine Schreibfähigkeiten besser.

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Weg mit Slip und BH, denn jetzt ist FKK!

Donnerstag, der 3. Oktober 2013, 21:26 Uhr von daburna
Schwimmbecken

Das Wasser eines Schwimmbeckens irgendwo in Deutschland. Foto: Maria Lanznaster / pixelio.de

Es ist, als ob ich da in ein mehr oder weniger geheimes Swingertreffen geschlittert bin. Eine Therme irgendwo in Nordhessen im September. Es ist eine dunkle noch lauwarme Freitagnacht gegen 22 Uhr. Zu zweit reisen wir aus Berlin per Auto an. Warum 600 Kilometer zu einer Therme fahren? Es ist der entspannte Auftakt einer Pfadfinder-Vorstandssitzung über das Wochenende. Um gemütlich reinzukommen und den Alltagsstress zu vergessen, geht es also in das salzhaltige warme Wasser der Therme.

In der Therme ist diesen Tag länger geöffnet. Orientalische Nacht oder sowas. Die anderen zwei Vorstandsmitglieder sind schon da. Als ich die Umkleide betrete, ertönt eine fröhliche Männerstimme über die Lautsprecher: ”Weg mit Slip und BH – denn jetzt ist FKK!” FKK im verklemmten Westdeutschland? Das ist eigentlich schon sehr speziell. Hier schämt man sich doch häufig für seinen nackten Körper. Aber die Gäste lassen tatsächlich alle Hüllen fallen. Niemand hat noch Badesachen an. Bis auf uns.

Die Stimmung ist etwas merkwürdig. Eine gewisse Spannung oder Erwartungshaltung liegt in der warmen Luft. Viele der Gäste kennen sich, kennen das Personal. Drei verschiedene Solebäder, zwei Whirlpools und mehrere Saunen warten auf uns. Ja, hier kann man entspannen, sich im salzhaltigen Bad treiben lassen und die “Schwerelosigkeit” genießen.

Je später der Abend, desto merkwürdiger wird allerdings die Kulisse. In der Sauna gibt es Bauchtanzaufguss. Im inzwischen fast leergespülten Bad stehen zwei Paare nebeneinander am Beckenrand. Sie stehen nicht einfach, sie küssen sich zärtlich und bewegen sich rhythmisch. Sie verbergen nicht, dass sie gerade miteinander Sex haben. Andere Gäste sehen hin, die Paare lassen sich nicht stören, die Gäste ebenfalls nicht, auch nicht die Bademeister. In etwa so habe ich mir immer einen Facette der spätrömischen Dekadenz ausgemalt.

Jetzt weiß ich auch, was ich den ganzen Abend merkwürdig fand: Es knistert erotisch zwischen den anderen Gästen. Angesichts der sexuell aufgeladenen Stimmung und der späten Uhrzeit, entschließen wir uns zu gehen. Beim Duschen dann die nächste unangenehme Überraschung: Ein Mann guckt nicht nur mal so zum obligatorischen Schwanzvergleich rüber in meine Duschkabine, nein er glotzt gezielt und lange. Vor der Umkleide sehen wir den Glotzer mit seinen rapist glasses wieder. Entspannt bin ich schon lange nicht mehr. Nächstes Mal gibt es einfach nur einen Abend am Kamin.

Foto: Maria Lanznaster  / pixelio.de

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Leben im System Hartz IV: Tag 108 – Es ist vorbei

Sonntag, der 22. September 2013, 15:51 Uhr von daburna

In der Artikelserie “Leben im System Hartz IV” schildere ich den alltäglichen Frust und die Schikanen des Jobcenters an Hand meiner eigenen Erfahrungen. Wer erst jetzt einsteigt, findet am Ende des Artikels Links zu den bisher geschriebenen Erlebnissen.

jobcenter Vorpommern-Greifswald Nord

Es ist vorbei. Das ist die gute Nachricht für mich. Schon seit Wochen ist es vorbei, doch erst jetzt schaffe ich es darüber zu berichten. Genau 108 Tagen (15 Wochen und drei Tage) hat mein Leben im System Hartz IV gedauert. Zum 1. September ist mein Arbeitsvertrag gültig geworden und damit die perverse Abhängigkeit vom Wohlwollen des Jobcenters vorbei. Den Rest des Eintrags lesen »

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Streetart hilft Deutscher Post gegen E-Mail-Spam

Mittwoch, der 11. September 2013, 22:18 Uhr von daburna
Bitte keine E-Mail

Warnhinweis auf einem Postkasten in Hamburg.

Endlich haben wir Klarheit: E-Mails gehören nicht in die gelben Postkästen der Deutschen Post! Mit immer neuem Spam im elektronischen Briefkasten haben wir fast alle zu kämpfen. Möglicherweise haben Unbekannte in Hamburg den Warnhinweis “Bitte keine E-Mail” auf einem Briefkasten angebracht, damit die gute alte Briefpost nicht an ausgedruckten E-Mails und Spam erstickt. Wie fürsorglich.

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Leben im System Hartz IV: Tag 62 – Aufklärung

Mittwoch, der 17. Juli 2013, 15:09 Uhr von daburna

In der Artikelserie “Leben im System Hartz IV” schildere ich den alltäglichen Frust und die Schikanen des Jobcenters an Hand meiner eigenen Erfahrungen. Wer erst jetzt einsteigt, findet am Ende des Artikels Links zu den bisher geschriebenen Erlebnissen.

jobcenter

Die fehlenden Sachen sind die interessantesten. Was nicht auf dem Ablehnungsbescheid stand war der Zeitraum, für den er gilt. Nur, dass mein Antrag vom 16.05.2013 leider abgelehnt werden muss, stand dort. Ab Antragsdatum war ich exmatrikuliert, vorher noch Student. Der Antrag galt aber rückwirkend ab 1. Mai, so dass nur der Zeitraum vom 1. bis 15. Mai abgelehnt wurde. Nur das stand nirgendwo.

Ablehnungsbescheid, Brief mit Aufforderung weitere Unterlagen einzureichen und der Bewilligungsbescheid gingen zwar am selben Tag raus, erreichten mich aber wegen unterschiedlicher Zustelldienste nicht gleichzeitig. So lapidar ist das manchmal. Eine kurze Notiz, ein zugefügter Satz hätte hätte hätte. Anscheinend kann sowas das Programm des Jobcenters nicht oder die Sachbearbeiterin war nicht willens dazu.

Die Sache mit der Ablehnung war gestern also schnell geklärt. Die Untervermietung dagegen nicht. Vollkommene Uneinsichtigkeit. Das Thema schwebt weiter im Raum. Ach und im neuen Bewilligungsbescheid wurde ab August vergessen die Miete anzurechnen. Holt die Sachbearbeiterin aber nach.

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