Konzert: UnterTagen am 12.11. in der Kiste

Mittwoch, der 10. November 2010, 19:47 Uhr von daburna

Freunde von poppigem deutschsprachigem Indierock können am Freitag, 12. November 2010, in der Kiste auf ihre Kosten kommen. Dort gibt es mit der Band UnterTagen den Sieger des nationalen Bandcontest von VITA COLA und SPIESSER – die Jugendzeitschrift ab 20 Uhr live in concert. Mit dabei ist auch die Greifswalder Band Morning Rain. Für drei Euro Eintritt spielen UnterTagen Songs ihrer ab 12. November verfügbaren EP “In dieser Stadt” von der auch der folgende Song mit dem selben Titel stammt. Definitiv hörbar.

Was: “Vita Cola” Clubtour mit UnterTagen und Morning Rain
Wann: Freitag, den 12. November 2010 ab 20 Uhr
Wo: Studentenclub Kiste, Makarenkostraße 49, Geifswald
Eintritt: 3,00 Euro

Verwandte Artikel:

Diesen Artikel empfehlen:

Geschrieben in: Greifswald, Musik & Style | Schlagwörter: , , , , , , , ,
0 Trackbacks | Keine Kommentare » | Views: 124 | Print This Post Print This Post

Nazi-PingPong in Greifswald

Mittwoch, der 10. November 2010, 18:37 Uhr von daburna

Eigentlich wollte die Landtagsfraktion der rechtsextremen NPD heute in Greifswald einen Infostand aufbauen. Dazu hatte sie die Genehmigung erst am Fischmarkt und später dann vor dem Schönwalde Center im Plattenbauviertel Schönwalde II zu stehen. Doch statt ihren braunen Propagandamüll unter das Volk zu bringen, fuhren die Nazis lieber mit ihrem Wahlkampfmobil durch die Stadt. Hin und her, kreuz und quer.

Bei Twitter etablierte sich dafür schnell der Begriff “Nazi-PingPong”, da das Auto erst in der Innenstadt gesehen wurde, dann in Schönwalde, um schließlich wieder Richtung Innenstadt zu fahren. Dabei hielten die Nazis ab und zu an und versuchten an unangemeldeten Standorten irgendwie doch noch Müll loszuwerden, wurden aber sofort von der Polizei vertrieben und fingen sich Platzverweise ein. Speziell bei Twitter über den Hashtag #nazishgw ließ sich die Situation sehr gut verfolgen.

Polizisten warten auf die NPDBei den seit 10 Uhr am Fischmarkt anwesenden Gegendemonstranten hieß es dagegen “warten in der Sonne auf die Faschos”. Die vier Polizeibusse am Fischmarkt standen nutzlos rum, gelassen aßen die Beamten Döner, doch die NPD ließ sich nicht blicken. Laut webMoritz stand die NPD gegen 12 auf dem Parkplatz am Schönwalde Center, unternahm aber dort nichts. Gegen frühen Mittag fuhr dann doch der NPD-Wagen am Fischmarkt vor, um dann gleich wieder weiter zu fahren.

Die vielen friedlichen GegendemonstrantenInnen haben gezeigt: Greifswald ist kein Ort für Neonazis! Der NPD-Stand wurde wiedermal erfolgreich blockiert. Das ist gut für die Demokratie und macht Mut.

Verwandte Artikel:

Diesen Artikel empfehlen:

Geschrieben in: Greifswald | Schlagwörter: , , ,
3 Trackbacks | 4 Kommentare » | Views: 457 | Print This Post Print This Post

Video: Chords & Timbuktu – Knockin On My Door (Live in NYC)

Dienstag, der 9. November 2010, 14:26 Uhr von daburna

Ist schon etwas älter, aber sehr hörenswert. Chords & Timbuktu aus Schweden live auf einem Konzert in New York City mit dem Song “Knocking on my door”.

Verwandte Artikel:

Diesen Artikel empfehlen:

Geschrieben in: Musik & Style | Schlagwörter: , , , ,
0 Trackbacks | Keine Kommentare » | Views: 33 | Print This Post Print This Post

Am 10. November NPD-Infostände blockieren *Update*

Samstag, der 6. November 2010, 17:22 Uhr von daburna

Hinweisschild Neonazi!Ich möchte mich hiermit dem Auruf auf dem Fleischervorstadt-Blog anschliessen und dazu auffordern, die für Mittwoch, den 10. November in Greifswald geplanten NPD-Infostände kreativ zu blockieren. Im April 2009 gelang das recht gut. Damals kamen Hinweisschilder mit der aufklärenden Aufschrift “Neonazi” und eine Mülltonne zum Zug.

Diesmal sind die Stände wie früher schon für den Fischmarkt und am Thälmannring angemeldet. Noch ist unklar, zu welcher Uhrzeit dort brauner Müll verteilt werden soll. Über die sozialen Netzwerke und speziell über den Hashtag #nazishgw bei Twitter wird allerdings aktuell informiert werden, wann es losgeht. Für musikalische Begleitung unter dem Motto “NPD wegbassen” hat sich die Hedonistische Internationale Sektion Greifswald angekündigt.

Update 09.11.2010: Der Infostand soll morgen erst von 10-12 Uhr am Fischmarkt und dann von 13-17 Uhr am Schönwalde-Center stehen.

Verwandte Artikel:

Diesen Artikel empfehlen:

Geschrieben in: Greifswald | Schlagwörter: , , ,
1 Trackbacks | 2 Kommentare » | Views: 151 | Print This Post Print This Post

Flattr-NutzerInnen unterstützen Nazis?

Freitag, der 5. November 2010, 15:13 Uhr von daburna

Wer Flattr nutzt, macht Geschäfte mit Nazis, Faschisten und Rassisten? Oder ist es gar so, dass Blogger und Medien Nazis damit offen unterstützen, wie es Christian Sickendieck im Blog F!XMBR ironisch überspitzt darstellt? Wie kommt er zu diesem These?

Zählen wir erstmal die Fakten auf. Flattr hat inzwischen über 46.000 registrierte NutzerInnen. Letzten Monat wurden mehr als 114.000 Euro über das System umgesetzt. Zu den BenutzerInnen gehören auch die rechtsextreme NPD und politisch verbundene Medien und Personen,  sowie andere Unsympathen z.B. der islamfeindliche Blog Politically Incorrect. Auf dem folgenden Screenshot ist gut zu sehen, wie das DeutschlandEcho nicht nur für die NPD wirbt, sondern auch seine LeserInnen dazu auffordert Flattr zu nutzen. Gezielt setzt man dort ganz auf Web 2.0 und integriert Twitter und Facebook, und schreibt auf der Blog-Plattform wordpress.com.

Screenshot Deutschlandecho

Screenshot DeutschlandEcho mit Werbung für die NPD und Aufforderung zu Flattrn

Sickendieck nimmt in dieser Diskussion allerdings nur Anstoß an Flattr und nicht an Twitter, Facebook oder WordPress. Ok, das begründet er, in dem er den Fokus klar auf Geld legt. Nur der Dienst Flattr ermöglicht Geschäftsbeziehungen der NutzerInnen untereinander. Folgen wir also seiner leider sehr kurzen Argumentation im Beitrag. Er schreibt über Flattr:

“Die Mitglieder untereinander sind mehr oder weniger allesamt Geschäftspartner [...] Und jedes Blog und jedes Medium muss sich nun den Vorwurf gefallen lassen, Geschäfte mit der NPD und Politically Incorrect zu machen — oder es zumindest zu tolerieren. Wer will schon mit Sicherheit sagen können, dass der kleine Westentaschen-Nazi nicht am Morgen der NPD, Politically Incorrect und am Abend netzpolitik.org, Spreeblick und Co. Geld hat zukommen lassen? [...] Wer zukünftig von Flattr spricht, sollte gleichzeitig von der NPD, Politically Incorrect und den teilnehmenden Blogs und Medien sprechen. Sie gehören unweigerlich zusammen. Sie machen gemeinsam Geschäfte. Flattr macht die NPD, Politically Incorrect über den Umweg Social Payment wieder stückweit gesellschaftsfähig.”

Dass “der kleine Westentaschen-Nazi” auch andere Blogs als von der NPD flattrt, kann ich nicht ausschliessen. Wo ich allerdings vehement widersprechen muss, ist dass alle Blogs, die Flattr einsetzen, Geschäftspartner oder Unterstützer der NPD wären. Selbst wenn Sickendieck den Wenigsten einen bewussten Support der rechtsextremen Strukturen unterstellt, ist dies einfach falsch. Flattr ist ein Dienst, der Geschäftsbeziehungen zwischen den NutzerInnen vermittelt und ermöglicht. Das kann man mit Banken oder Kreditkartenunternehmen vergleichen. Wenn ich in eine Kneipe gehe, können dort ein paar Stunden später Nazis rein gehen und auch ein Bier trinken. Als Wechselgeld erhalten sie wohlmöglich vorher von mir gezahlte Münzen. Unterstützen tu ich sie trotzdem nicht.

Diese öffentlich zugänglichen Strukturen stehen potentiell allen Menschen offen.  Wo ich Sickendieck durchaus recht geben muss, ist, dass Nazis nichts in Flattr verloren haben. Hier muss das Hausrecht greifen. Um beim Kneipenbeispiel zu bleiben, ich kenne genug Bars und Kneipen auf dem Hamburger Kiez, die an der Tür Aufkleber mit dem Spruch “Nazis müssen draußen bleiben” haben. Ähnlich verhält es sich auch bei mir im Blog. Bestimmte Kommentare lasse ich nicht zu.

Bei Flattr ist man sich der Problematik schon bewusst und zeigt Beiträge der NPD auf der eigenen Flattr-Website nicht an, um nicht den Nazis nicht mehr Traffic zu ermöglichen. Wieso die Accounts noch nicht gesperrt wurden? Dazu meldet sich Peter Sunde von Flattr bei F!XMBR in den Kommentaren zu Wort und schreibt:

“Yet again; Flattr is obliged under law to not discriminate users.”

Das ist schon paradox, dass die NPD, die offen Menschen diskriminiert, durch Antidiskriminierungsgesetze geschützt wird. Da aber auf deren Seiten ständig Beiträge online gehen, die gegen die Flattr AGB verstossen, können bzw. müssen diese Seiten von Flattr ausgeschlossen werden. Hier muss Druck auf Flattr ausgeübt werden und nicht auf die Otto NormalbenutzerInnen.

Die meisten Flattr-NutzerInnen unterstützen Nazis nicht und viele hätten sicher nichts dagegen, wenn rechtsextreme NutzerInnen von Flattr ausgeschlossen werden. Der Artikel von Christian Sickendieck zielt auf die falschen Leute ab und stellt diese auf eine Stufe mit Nazis, Rassisten und Faschisten. Wenn Sickendieck gegen Nazis kämpfen will, dann nicht in dem er die falschen Leute beleidigt. Die Diskussion hat er in Gang gebracht, dabei aber viel zerstört.

Verwandte Artikel:

Diesen Artikel empfehlen:

Geschrieben in: Internet & Nerdkram | Schlagwörter: , , , , , , ,
1 Trackbacks | 4 Kommentare » | Views: 246 | Print This Post Print This Post

Pages: Prev 1 2 3 4 Next