Atomkraft wegbassen mit Jales und Knopf

Montag, der 29. November 2010, 15:07 Uhr von daburna

Atomkraft wegbassen Flyer

Voraussichtlich um den 16. Dezember findet ein Castor-Transport in das Zwischenlager Nord bei Lubmin statt. Im Zuge der anstehenden Atommüllverlagerung nach Vorpommern sind zahlreiche Proteste geplant. Deswegen wurde bereits vor etwas über einer Woche der Weihnachtsbaum auf dem Greifswalder Marktplatz kreativ mit Atommüll dekoriert, bis die Feuerwehr diesen wieder einkassierte. Am Samstag, den 11. Dezember, ist eine große Demonstration gegen den Transport geplant. Um diese Demo und Blockadeaktionen beim Transport finanziell zu unterstützen, findet am Samstag, den 4. Dezember, im IKuWo eine Soliparty statt.

Vorher infomiert aber ab 18 Uhr das Anti-Atom-Bündnis Nord-Ost bei einer Veranstaltung mit dem Titel “Atomkraftanlagen stilllegen! Energiewende sofort! Stopp Castor!” über den anstehenden Transport und erklärt, warum die AntiAtom-Bewegung Castortransporte blockiert.

Ab 21 Uhr heißt es dann “ATOMKRAFT WEGBASSEN”. Die ersten drei Stunden gibt es fette Beats und Raps.  Dazu reisen Jales und Knopf aus Hamburg mit ihrer neuen EP “Praktisch gekauft/Praktisch gesaugt” im Gepäck an. ImproSession mit dir, Short und Momo & Zed Rox sorgen für den lokalen Rapsupport. Allein wegen diesem Konzert lohnt es sich, dort hinzugehen.

Fans elektronischer Tanzmusik werden nach dem Konzert mit erstklassigem Elektro von DJs aus Berlin und Greifswald belohnt. Präsentiert wird die Party von der Greifswalder Sektion der Hedonistischen Internationalen.

Was: Atomkraft wegbassen. Soliparty für das Anti-Atom-Bündnis Nordost
Wann: Samstag, den 04. Dezember 2010 ab 21 Uhr
Wo: IKuWo, Goethestr. 1, Greifswald
Eintritt: bis 22Uhr 4 Euro | bis 0 Uhr 5 Euro | danach 6 Euro
Teilnehmendenliste: Atomkraft wegbassen auf Facebook

Verwandte Artikel:

Diesen Artikel empfehlen:

Geschrieben in: Greifswald, Musik & Style | Schlagwörter: , , , , , , , , , , , ,
0 Trackbacks | 3 Kommentare » | Views: 200 | Print This Post Print This Post

Bedrohung durch Gedenkveranstaltung? *Update*

Donnerstag, der 25. November 2010, 17:50 Uhr von daburna

Wenn die Polizei bei der heutigen Gedenkveranstaltung zum 10. Todestag von Eckard Rütz, dem Obdachlosen, der in Greifswald von Neonazis vor der Mensa totgeprügelt wurde, anwesend ist, mag das in Ordnung sein. Dass die Beamten dann aber die aufbauenden Personen und später die redenhaltenden Menschen, darunter auch Pfarrer Matthias Gürtler von der Gemeinde Dom St. Nikolai, fotografierte ohne jeden Verdacht auf eine Straftat, ist schon etwas merkwürdig, wenn nicht gar ein Verstoß gegen die Versammlungs- und Meinungsfreiheit. Ging von den Gedenkenden etwa ein Bedrohungspotential aus oder wurden da Straftaten verübt oder geplant? Ist Deutschland so durch die Terrorwarnungen aus dem Bundesinnenministerium und von SPIEGEL Online verängstigt, dass jetzt auch Gedenkveranstaltungen beobachtet und dokumentiert werden müssen?

Übrigens entschied jüngst in Berlin das Verwaltungsgericht, dass die verdachtsunabhängige Videoüberwachung von Demos rechtswidrig ist.

Update 26.11.2010 15:00 Uhr: In einer aktuellen Pressemitteilung erklärt Peter Madjarov vom Kreisverband von Bündnis 90/Die Grünen: “Diese Polizeiaufnahmen können wir nicht akzeptieren, es liegt hier eindeutig ein rechtswidriges Verhalten vor.”

Verwandte Artikel:

Diesen Artikel empfehlen:

Geschrieben in: Greifswald | Schlagwörter: , , , , , , ,
0 Trackbacks | 4 Kommentare » | Views: 185 | Print This Post Print This Post

Download: Sepalot – Topfhits Mixtape Vol.4

Dienstag, der 23. November 2010, 15:26 Uhr von daburna

Nach Teil 5 und 6 haut DJ Sepalot vom Blumentopf nun Vol. 4 des Mixtapes Topfhits raus. Was früher auf einem Tape Platz fand, gibt es nun als zwei MP3 jeweils knapp 30 Minuten lang zum Download. Einfach im eingebetteten Player auf Download klicken und schon kann es losgehen. Als Bonus gibt es den Red Handed Mix obendrauf.

Verwandte Artikel:

Diesen Artikel empfehlen:

Geschrieben in: Musik & Style | Schlagwörter: , , , ,
1 Trackbacks | Keine Kommentare » | Views: 296 | Print This Post Print This Post

Feuerwehr räumt Zwischenlager im Tannenbaum

Montag, der 22. November 2010, 13:18 Uhr von daburna

Diese dummdreisten Feinde der sicheren Atomkraft haben es tatsächlich gewagt, als Protest gegen den im Dezember geplanten Castor-Transport in das Zwischenlager Nord bei Lubmin den Christbaum auf dem Greifswalder Markt mit Atomfässern zu verunstalten. Erst schmücken die Hanseln von der Stadt den Tannenbaum vor dem Totensonntag und dann wagen es noch diese verkifften Hippies das heilige Weihnachtsfest für ihre Propaganda zu missbrauchen.

Feuerwehr räumt Weihnachtsbaum in Greifswald

Und so rückte dann Sonntagabend zwischen 19 und 20 Uhr die Feuerwehr mit einem Leiterwagen an, um den Müll vom Weihnachtsbaum zu entfernen. Die Kosten dafür werden sicher wieder der Allgemeinheit aufgebürdet. Der Einsatz der Feuerwehr kam gerade noch rechtzeitig. Wie hätten Eltern ihren Kindern erklären sollen, was diese gelben Rollen mit dem Atomwarnzeichen bedeuten? Kinder, die sich sonst mit glänzenden Augen auf Weihnachten als christliches Traditionsfest und nicht etwa wegen der Geschenke freuen, würden für immer verstört werden. Wer will schon ein atomares Zwischenlager im Wohnzimmer stehen haben. Dem schnellen und entschlossenen Handeln muss also applaudiert werden. Hippies schämt euch!

Feuerwehr räumt Weihnachtsbaum in Greifswald

Fotos: anonym zugespielt

Verwandte Artikel:

Diesen Artikel empfehlen:

Geschrieben in: Greifswald | Schlagwörter: , , , , , , , , ,
3 Trackbacks | 5 Kommentare » | Views: 572 | Print This Post Print This Post

Clubs-U-Night zieht eine Spur der Verwüstung

Sonntag, der 21. November 2010, 19:58 Uhr von daburna

Sonntagmorgen 06:30 Uhr in Greifswald. Nebel zieht durch die Straßen. In den Bäckereien werden die vorgefertigten Teigwaren in den Ofen geschoben. Die Lange Strasse ist gepflastert mit zerbrochenen Bierflaschen, zerrissenem Zeitungspapier von Blitz und BILD, die anscheinend aus Briefkästen oder vor Zeitungsläden entwendet wurde, Müll und noch mehr Glassplittern. In der Anklamer Straße sieht es nicht anders aus. Auf dem Bürgersteig liegen umgestoßene Mülleimer und deren Inhalt, die großflächigen Werbeplakate sind zur Hälfte abgerissen und liegen im Weg herum. Haben die Greifswalder aus Angst vor drohenden Terroranschlägen nachts die Stadt geplündert? Nein, keineswegs! Aber eine Horde besoffener junger Menschen ist dafür verantwortlich.

Clubs-U-Night LogoDer Samstagabend zuvor. 19:30 Uhr. Vor der Mensa am Schießwall sammeln sich die Menschenmassen. Es ist mal wieder Clubs-U-Night, die eigentlich zweimal jährlich stattfindende Party der fünf Studentenclubs Greifswalds mit vier Floors und Bands dazu Mottostände der Clubs und viel Akolhol. Vor allem Alkohol. Die dort spielenden Bands sind nur den wenigsten bekannt und da sonst diesen Samstag wenig Alternativen für den “normalen” 0815-Musikonsumenten vorhanden sind, geht es halt in die Mensa. Auf Grund des Publikums und der unbekannten Bands allerdings nur betrunken.

Der Kommentar von “wayne_inter” im WebMoritz spricht dazu Bände, was einige von Clubs-U-Night und deren Gästen halten:

“Bei dem Line-up ist mir allerdings klar, dass man sich richtig besaufen muss, um diese Beliebigkeit der Bands zu ertragen. Geschmacksbefreitheit mit Merkbefreitheit bekämpfen, ist natürlich auch schlüssiges Konzept. [...] Das Niveau ist halt echt im Keller, was große Teile der Greifswalder Studierendenschaft angeht.”

Ein wenig freundlicher und anerkennend für die reingesteckte Arbeit formuliert cime,la dort dazu:

“ich finde es schön, gut und wichtig das eine unmenge von leuten sich ehrenamtlich dafür einsetzt das studenten und nichtstudenten sich einen abend lang die hucke voll hauen kann. ich finde es jedoch schade, dass das programm immer so beliebig ist. es gäbe durchaus, dank der finanziellen mittel des dachverbandes, die möglichkeit ein anspruchsvolles programm zu bieten, leider findet das nicht statt und dieser umstand ist äußerst schade.”

Die Karten zur Clubs-U-Night waren dieses Mal im Vorverkauf um einen Euro teurer als im Mai diesen letzten Jahres und kosteten 7,50 Euro für Studierende. Dennoch waren sie schnell ausverkauft. An der Abendkasse gab es noch Karten für 9,50 Euro für Studierende beziehungsweise 11 Euro für Nicht-Studierende. Wer diese ergattern wollte, brauchte allerdings Stehvermögen.

Wer nicht stehen, warten und pöbeln wollte, verzog sich zum sinnentleerten Betrinken in die Bars der Stadt und kam in unregelmäßigen Abständen wieder, um zu checken, ob die Schlange kürzer geworden war. War sie natürlich nicht. Selbst um 01:30 Uhr wurde noch der volle Eintritt verlangt, obwohl die Bands nicht mehr spielten und schon um 3 oder 4 Uhr das Licht angehen sollte. Doch den komplett Besoffenen in der Schlange war das egal und so erkauften sich auch zu später Stunde das zweifelhafte Vergnügen des Eintritts.

Was blieb, war eine Spur der Verwüstung durch die Stadt, sicher der ein oder andere Kater und peinliche One-Night-Stand. Nur abgestumpft und total betrunken mag die Clubs-U-Night attraktiv erscheinen. Das reicht anscheinend aber genug Studierenden und Nicht-Studierenden aus, um dort alle sechs Monate abzufeiern bis zum get-no.

Verwandte Artikel:

Diesen Artikel empfehlen:

Geschrieben in: Greifswald, Uni | Schlagwörter: , , , , , , ,
2 Trackbacks | 4 Kommentare » | Views: 654 | Print This Post Print This Post

Pages: 1 2 3 4 Next