Strompreiserhöhung kommt sicher

Montag, der 26. Mai 2008, 23:16 Uhr von daburna

Sieht auch jemand so schwarz wie ich und rechnet mit einer Strompreiserhöhung in den nächsten Monaten?

Nach der Ankündigung vom Samstag, daß sich die Gaskunden auf rasant steigende Preise von bis zu 25 % (das sind ja echt drastische Inflationsraten), ist dies doch nur der nächste logische Schritt. Der Ölpreis ist auf einem unvermindertem Höhenflug und hat inzwischen schon die Marke von 135 US $ pro Barrel geknackt. Währrenddessen geht die Bank Goldman Sachs davon aus, daß der Preis innerhalb der nächsten sechs Monate auf 200 Dollar steigen könnte. Was das für die Benzinpreise bedeutet, kann sich ja jeder selber ausrechnen.

Was bedeuten aber gestiegene Gas- und Ölpreise für den Strommarkt? Immerhin entstammen ca. 13 % unserer Stromerzeugung Kraftwerken, die mit Gas oder Öl befeuert werden. In diesen Kraftwerken wird also verteuerter Brennstoff benutzt. Dazu kommen fast verdoppelte Weltmarktpreise für Kohle, hier können die deutschen Kraftwerke zwar durch ihre eigenen Lager- und Abbaustätten punkten, dennoch wird sich auch dieser Preisanstieg bemerkbar machen. Wie es aussieht, ist einzig der Uranpreis massiv gesunken, dieser soltle allerdings durch einen fossierten Ausbau der Kernenergie auf der Welt langfristig wieder steigen.

Fakt ist wir haben einen gestiegenen Öl-, Gas- und Kohlepreis. Fakt ist auch, daß diese drei Rohstoffe ca. 60 % unseres Strombedarfs decken. Weiterhin ist es Fakt, daß die Stromkonzerne keine Non-Profit-Organisationen sind, sondern marktwirtschaftliche orientierte Betriebe, die dem erwerbswirtschaftlichen Prinzip folgen und Gewinn erzielen wollen. Dies geht in diesem Fall nur, in dem sie die gestiegenen Rohstoffpreise an ihre Kunden weitergeben. In den folgenden Monaten ist also mit einer Preissteigerung für Strom zu rechnen. Diese wird sich sicherlich an der angekündigten Steigerung der Gaspreise orientieren und wahrscheinlich prozentual genauso hoch ausfallen. Sechs bis 12 % mehr sind da schon drin.

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Videoüberwachungsstandorte gesucht!

Samstag, der 24. Mai 2008, 09:59 Uhr von daburna

Überwachungskameras werden nicht nur in Banken und Kaufhäusern eingesetzt. Seit 2006 wird auch Deutschlands beliebteste Amüsiermeile der Hamburger Kiez komplett videoüberwacht. Und nicht nur dort finden Überwachungsmaßnahmen immer mehr Verbreitung. Die Videoüberwachung an öffentlichen Plätzen soll ausgebaut werden. Diese zweifelhaften Maßnahmen führten in letzter Zeit zu Skandalen, als herauskam, daß z.B. LIDL seine Mitarbeiter mit diesen Kameras überwacht. Inzwischen ist es für viele normal geworden, überall Kameras zu sehen. Die Dichte des Videoüberwachungsnetzes hat zugenommen.

In anderen Ländern gibt es längst entsprechende Gegenmaßnahmen, um das Potential der beginnenden totalen Überwachung aufzuzeigen. Auf Internetseiten werden die Standorte aller Kameras erfasst. Überwacht die Überwacher, denn sonst tut es ja keiner. Diese Webseiten hat sich lanu zum Vorbild genommen und ein ähnliches Projekt gerade für Deutschland gestartet. Auf der Internetseite kann man ganz anonym Standorte von Überwachungskameras eintragen. Bisher ist die Resonenanz allerdings noch recht mau. Allerdings besitzt diese Aktion einiges Potential. So wird sicherlich dem ein oder anderen Angst und Bange, wenn er erkennt wie engmaschig die Überwachung in der eigenen Stadt schon geworden ist.

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Appell an Herrn Glos

Freitag, der 23. Mai 2008, 17:41 Uhr von daburna

Herr Glos,

der Klimawandel betrifft uns alle und daher ist der Klimaschutz ein sehr wichtiges Thema in Poltik und Gesellschaft geworden. Klimaschutz zwingt uns zum Umdenken. Klimaschutz kostet uns auch eine enorme Summe. Aber den Klimaschutz zu vernachlässigen, wird uns eine viel größere Summe kosten, wie Herr Stern in seinem Report schon richtig gestellt hat. Daher müssen wir heute etwas tun. So lobenswert privates Engagement auch ist, es müssen gesetztliche Rahmenbedingungen her, damit sich nicht nur eine Gruppe von Idealisten ändert, sondern der Großteil der Bevölkerung.

Da hilft es wenig, wenn Sie dem zweiten Teil des Klimaschutzpaketes der Bundesregierung in Ihrer Funktion als Bundeswirtschaftsminister Ihre Zustimmung versagen. Eine zusätzliche finanzielle Belastung für die Besitzer von Altfahrzeugen zu vermeiden bei der Einführung einer CO2 abhängigen Kfz-Steuer, ist da doch der Schritt in die falsche Richtung. Denken Sie nochmal nach. Ganz von vorn. Was wollen Sie mit dieser Umstrukturierung der Kfz-Steuer vom Hubraum zum CO2-Ausstoß erreichen? Einen staatlich gelenkten CO2-Rückgang bei durchschnittlichen Autoabgasen? Stossen die alten Autos nicht mehr CO2 aus, als neue? Und ist die deutsche Automobilindustrie nicht immer noch innovationsmüde und hinkt damit der internationalen Konkurrenz hinterher?

Ehrlich mal, Herr Glos, auch die Autofahrer werden sich am Ende doch über die Umstellung freuen. Sicher nicht am Anfang. Aber wenn sie sich dann Neuwagen mit einem wesentlich geringeren CO2 Ausstoß und Spritverbrauch besorgt haben, so sie es sich denn leisten können, dann werden sie Ihnen danken. Danken für eine geringere Kfz-Steuer und dafür, daß Sie mit diesen gesetztlichen Rahmenbedingungen der Automobilindustrie mal so richtig in den Allerwertesten getreten haben und diese sich seitdem bewegt hat und sparsame Autos entwickelt. Aber Ihnen als Bundeswirtschaftsminister muss ich sowas ja nicht erklären. Ein immer weiter steigender Ölpreis von zur Zeit um die 135 US $ pro Barrel laßt auch Sie nicht kalt. Der gleichzeitige Anstieg der Spritpreise führt bei den kräftig schluckenden Autos in Deutschland zu einer Verringerung der Geldmenge im Portemonai der Konsumenten und somit einer geringeren Kaufkraft. Der private Konsum, auf den viele Hoffnung gesetzt werden, wird so nur noch weiter abgeschwächt. Eine Senkung des Energieverbrauchs im Auto, im Wohnbereich, etc. würde doch zu mehr Geld führen und die Wirtschaft stützen oder nicht? Lesen Sie auch das Szenario, das der SPIEGEL entwirft.

Bedenken Sie Ihre Entscheidung doch bitte nocheinmal! Vielleicht sollten Sie sogar einen Schritt weitergehen und strengere Rahmenbedingungen erlassen. Sie haben es in der Hand!

Mit freundlichen Grüßen

Oliver Wunder

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Idee zur CO2 Minderung: Holzeinlagerung

Dienstag, der 20. Mai 2008, 17:39 Uhr von daburna

Jetzt ist mir gerade der ganze Beitrag durcheinander gekommen. Dabei hatte ich doch so schön angefangen und mir alles zurecht gelegt. Dann las ich aber eine zweite Quelle und bekam ganz andere Daten, wesentlich höhere Zahlen. Was macht man also in so einem Fall? Weiter schreiben? Abbrechen? Oder vielleicht eine Einleitung hinzufügen, die erklärt, warum es zu Unterschieden kommt. Ich entscheide mich also für die letzte Möglichkeit.

Es geht um die jährlichen Treibhausgasemissionen, die vom Menschen verursacht sind. Das Buch, was ich als erstes zu Rate zog, lieferte mir die Zahl von 6,8 Milliarden Tonnen CO2 pro Jahr (also 6,8 Gigatonnen). Der Hamburger Bildungsserver und auch die Wikipedia lieferten da aber andere wesentlich größere Zahlen. Stolze 27 bis 32 Gigatonnen CO2 sollen es sein. Zwischen den Werten aus dem Buch und diesen besteht also ein gewaltiger Unterschied. Nach weiterer Recherche fand ich allerdings eine Seite des Potsdamer-Institut für Klimafolgenforschung, die ebenso mit der kleineren Zahl rechnet. Was da nun richtig ist, weiß ich jetzt nicht, bin aber für jeden klärenden Beitrag/Link dankbar. Der Einfachheit halber benutze ich  hier die kleineren Werte, da es zur Veranschaulichung keinen großen Unterschied macht.

Pro Jahr pustet der Mensch 6,8 Milliarden Tonnen CO2 in die Atmosphäre. 1,4 bis 2,4 Milliarden Tonnen davon werden jedes Jahr von den Böden und der Vegetation aufgenommen und in Biomasse umgewandelt. Hierbei ist schon die Entwaldung abgezogen. Gut ein Viertel der vom Menschen verursachten CO2 Emissionen werden also aufgenommen, drei Viertel (5,4 bis 4,4 Gt) bleiben in der Atmosphäre und sammeln sich dort beständig an. Dies führt zu dem anthropogenen Treibhauseffekt.

Inzwischen ist es (fast) Konsens, daß etwas gegen damit drohenden Klimawandel getan werden muß. Dazu haben sich die Industriestaaten Emissionsminderungsziele auferlegt, die sie mehr oder weniger schlecht erfüllen. Der Klimawandel ist ein, die Tagespresse beherrschendes, Thema geworden und als ein Problem in den Köpfen der Menschen angekommen. Viele Leute gehen das Problem an und machen sich ihre Gedanken dazu.

Die neueste Idee stammt von einem Greifswalder Chemie-Professor. Dieser schlägt vor, den Klimawandel durch Holzeinlagerungen zu bekämpfen. Holzeinlagerungen? Ja, richtig gehört. Statt komplizierter, noch gar nicht funktionierender CO2-Abscheidung an Kraftwerken zu bauen, schlägt er vor, Brachland aufzuforsten und das gewachsene Holz dann anschliessend unter Sauerstoffausschluß einzulagern. Dies soll dann beispielsweise auf dem Boden von ehemaligen Braunkohletagebauen oder anderen Bergbauen geschehen. Entstehen dann dort nach jahrmillionen erneut Kohleflöze, diesmal aber menschengemachte?

Rechnen wir das ganze mal kurz durch. Eine Tonne Holz bindet etwa 1,8 Tonnen CO2. Um die CO2 Konzentration in der Atmosphäre konstant zu halten (Emissionen also gleich 0 gr CO2) müßten pro Jahr also 4,4 Milliarden Tonnen CO2 in Holz gebunden werden. Das wären pro Jahr immerhin 2.444.444.444 Tonnen Holz. Im größten deutschen Tagebau Garzweiler werden pro Jahr ungefähr 270 Millionen Tonnen Gestein und Kohle bewegt. Sollte in einem Jahr die gesamte vorhandene Kohle und das umgebende Gestein herausgebaggert werden, wären das immerhin 6,5 Milliarden Tonnen. Das Loch würde dann fast drei Jahre bestehen, bis es mit Holz gefüllt wäre. Hierbei wird angenommen, daß eine Tonne Holz genausoviel Volumen besitzt wie eine Tonne Gestein bzw. eine Tonne Kohle. Würde ich mit 56 Milliarden Tonnen CO2 rechnen, wie sie KG im Kommentar vorschlägt, dann wären es schon 31 Milliarden Tonnen Holz pro Jahr. Weiter will ich an der Stelle dann garnicht mehr gehen.

Ich denke nicht, daß diese Methode daher viel Anwendung finden wird und würde es auch begrüßen, wenn stattdessen die Emissionen gemindet werden. Aufforstungen an sich sind zu beführworten, doch nicht für dieses Ziel. Eine negative Folge durch Aufforstung und anschliessende massive Abholzung wäre ein Verlust an Biodiversität. Sicher gibt es da noch mehr negative Folgen. Die Möglichkeit besteht sicherlich mit dieser vorgeschlagenen Maßnahme einen Teil der CO2 Emissionen in Holz zu verwandeln und zu lagern, doch kann und das will sie ja auch selber garnicht, das effektivste Mittel sein, um dem Treibhauseffekt zu begegnen.

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Nun doch keine Diätenerhöhung?

Dienstag, der 20. Mai 2008, 10:25 Uhr von daburna

So, wie es derzeit aussieht, haben die Politiker doch nicht ganz den Boden unter den Füssen verloren und stehen vielleicht noch mit einem Bein in der Wirklichkeit. Nach massiven Protesten und einem schlechten Medienecho rudern jetzt Bundestagsabgeordnete der SPD und CDU in Sachen zweite geplante Diätenerhöhung innerhalb eines Jahres zurück und wollen das Gesetzgebungsverfahren stoppen lassen.

Ein guter Schritt! Doch er kommt viel zu spät. Über das Wirken dieser geplanten Diätenerhöhung hätten sich die Politiker in Berlin vor dem Beschluß im Bundestag Gedanken machen sollen und nicht erst nachdem sie es schon abgesegnet haben. Jetzt wird wieder so getan, als ob der Wähler verstanden wird. Die Bundestagswahl 2009 wirft ihre Wahlkampfschatten vorraus. Das Vertrauen in die Politiker wird durch solche strategischen Manöver nicht gestärkt.

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