Big Brother aufm Kiez

Ist der Kiez so unsicher und gewalttätig, dass wir dort eine Überwachung mit 12 Kameras ab 2006 brauchen? So sieht es jedenfalls der Hamburger Innensenator Udo Nagel, Nachfolger des legendären Ronald Schill (wie dieser auch aus der Schill bzw. nun Ex-Schill-Partei). Schon Schill hatte einen neuen harten Kurs in der Innenpolitik gefahren und war deshalb zu Recht kritisiert worden.

Nachdem nun am Wochenende vom 3. auf den 4. September es 13 Verletzte durch Messerattacken gab, denkt Herr Nagel an eine Videoüberwachung des Kiez. Sie hierzu Bericht aus der Welt. 12 Kameras sollen den Kiez „sicher“ machen. Ich sehe das ganze eher als grenzwertig an. Steckt das Geld lieber in sinnvollere Maßnahmen, die nicht in einem Überwachungsstaat enden! Es heisst private Wohnungen/Sexshops etc sollen auf den Videobändern grau eingefärbt werden. Äh bitte?! Wie funktioniert denn das? Das wird doch ein leichtes sein, sowas wieder rückgängig zu machen oder zu deaktivieren. Und schon wird man da gefilmt, wo es datenschutztechnisch fraglich wird.

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