Dinge, die man als Student gemacht haben sollte (Teil 1)
Dienstag, der 5. Oktober 2010, 11:54 Uhr von
daburna

Studieren ist mehr als volle Hörsäle.
Das Leben von Studierenden spielt sich nicht nur in Vorlesungen und Seminaren ab. Die Zeiten in denen Studierende unter der Woche erst um 12 Uhr aufstehen, sind allerdings größtenteils vorbei. Zwar ist das Studium heute zeitaufwendiger als früher, doch gibt es noch genug Möglichkeiten neben dem Studium viel zu erleben.
Die Studienzeit ist zugleich eine Phase im Leben, in der viel ausprobiert werden kann und sollte. In den inzwischen fünf Jahren Studium habe ich so einiges mitgemacht und von anderen Sachen gehört. Zeit das Wissen zu teilen.
Hier kommen also für Erstsemester, alle anderen Semester und wen es noch interessiert ein paar Tipps. Meistens beziehen sie sich spezifisch auf das Studium an der Uni Greifswald, häufig können sie aber auch für jede andere Stadt gelten.
1. In einer WG leben
Die Wohngemeinschaft muss nicht groß sein. Es reicht schon aus, sich zu zweit eine Wohnung zu teilen. Es ist immer jemand da, zum Reden oder wenn es nicht funktioniert zum Streiten. WGs fördern die Toleranz und zeigen, die eigenen Stärken und Macken auf. Einige sind so “verrückt” und wohnen gar zu acht in einer WG.
2. Alle möglichen Jobs annehmen
Wieso nicht mal als Abwäscher oder im Call-Center jobben? Richtig malochen gehen, bildet den Charakter, heißt es zumindest und finanziert das ein oder andere Kaltgetränk.
3. Reisen, reisen, reisen!
Auch wenn das Budget eines Studierenden nicht sonderlich groß ist, sollte versucht werden, möglichst viel zu reisen und weit rumzukommen. Der Spruch ist Standard, muss hier aber kommen: später wird man nie wieder soviel Zeit haben und so ungebunden sein. Es empfiehlt sich auch angebotene Exkursionen der Uni mitzumachen.
4. Eine Woche durchfeiern
Party, Party, Party! Das wohl größte Klischee, wenn es um Studierende geht. Vorlesungen am Freitag werden erst gar nicht angeboten oder sind generell schlecht besucht, weil der Großteil der Studierenden am Abend vorher feiern war und nun ausschläft und/oder den Kater bekämpft. Nicht umsonst rappte Asher Roth eine Liebeserklärung auf das College.
Gerade zu Semesterbeginn lädt eine Reihe von Erstsemesterparties zum Feiern ein. Wieso nicht mal ausnutzen, dass noch kein Unibetrieb ist und eine komplette Woche durchfeiern an den verschiedensten Locations? Den Ruf als PartykönigIn hat man danach erstmal weg.
5. Bocker-Frühstück im Treffer
Für MensaclubbesucherInnen oft die Wurst danach. Beim legendären Frühstück im Treffer können mit etwas Glück auch Dozenten gesehen werden. Allerdings sollte hier aufgepasst werden. Manche Gäste sind nicht nur verbal sehr aggressiv. Ein Bericht aus sechs Stunden im Treffer findet sich im Moritz Magazin.
6. Eine Blume beim Rosenmann kaufen
Entweder noch im Mensaclub oder erst im Treffer: der Rosenmann ist überall. Die Frage, ob er auch Drogen verkauft, hat er schon zu oft gehört, also lasst ihn damit in Ruhe.
7. Asi spielen
Ob nun in einer Vorlesung unangenehm auffallen (z.B. auffällig Zeitung lesen, telefonieren, Glühwein trinken, laut gähnen oder “Laaaaaaaaaaaaaaaaaangweilig!” rufen), den Flyerverteiler vor der Mensa anpöbeln, dass er aufhören soll die eigene Freundin anzulabern, im Mensaclub mit weißen Handschuhen tanzen oder die Augen zusammenkneifen und den Bekifften spielen, es ist zu interessant, wie viele Menschen es nicht durchschauen und alles bitterernst nehmen.
8. Silvester am Markt erleben
An den Rändern des Marktplatz stehen sie jedes Jahr erneut und lassen ein Trommelfeuer aus Raketen, Polenböllern und weiteren Silvesterknallern ertönen. Gegenseitiges Abschießen inklusive. Ab und zu rennt ein Wagemutiger leichtsinnig über den Platz und versucht den Geschossen zu entkommen. Unbedingt aufpassen, noch nüchtern zu sein, um den Raketen ausweichen zu können.
9. Hochschulsport nutzen
Wo sonst hat man schon die Möglichkeit Segeln oder Surfen zu lernen oder bei einem Weltklassespieler Badminton Unterricht bekommen? Der Hochschulsport Greifswald macht es möglich.
10. Für die OZ schreiben
Diese temporären Qualitätsverbesserungen braucht das Blatt. Bei den Moritz Medien mitwirken oder privat anfangen zu bloggen, ist aber viel effektiver.
11. Twitter nutzen
Der Dienst hat sich als schnelle Informationsquelle in Greifswald etabliert. Über die neuesten Fahrradkontrollen der Polizei berichtet RadkontrolleHGW. Wer eher auf #DailysoapHGW steht, sollte den Tweets von icke_altah und Reesella folgen, auch wenn sich letztere inzwischen aus Greifswald verabschiedet hat. Jeden Tag ist mindestens ein Spruch dabei, der den Tag erheitert.
12. Mitfahrgelegenheit fahren
Schräge Gestalten, Raser im neuesten BMW, VW-Bullis mit Erdgasantrieb oder doch nur “normale” Menschen – hier weiß man nie, was auf einen zukommt. Kurzfristige Absagen, keine Absagen oder Pannen, eigentlich ist alles drin. Mitfahrgelegenheiten sparen auf jeden Fall Geld. Wer das Risiko rasender Autos nicht eingehen will, kann auch mit den Ländertickets der Bahn überall hinfahren.
13. Exzessiv lernen…
…und doch durchfallen oder grandios bestehen. In der Prüfungszeit steigt die Einwohnerdichte an Orten wie der Bibliothek schnell auf Werte wie in Tokio. Vor Öffnung der Türen stehen die Lernwilligen Schlange und versuchen die beliebten Einzelplätze zu ergattern.
14. Am Hafen chillen
Sobald es draußen warm wird, der Frühling einkehrt, ist dieser Ort einer der besten, um sich vor allem abends zu treffen und entspannen. Grünfläche zum Liegen und Grillen, Wasser, Betonstufen und Restaurants/Bierstände laden ein. Ab und zu wird mit Sicherheit auch eine angetrunkene Person in den Ryck springen.
=== In Teil 2 wird diese Aufzählung in den nächsten Tagen fortgesetzt ===
Foto: Sebastian Dorn // CC-Lizenz BY-SA
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