Facebook melkt Seitenbetreiber, also Alternativen suchen

Mark Zuckerberg hat sich die Melkhandschuhe angezogen und auf den Melkschemel gesetzt. Nach dem Börsengang von Facebook müssen Renditeerwartungen der Anleger und Investoren befriedigt werden, das soziale Netzwerk muss Gewinn abwerfen. Dafür sollen jetzt die Betreiber von Fanseiten gemolken werden.

Seit wenigen Wochen wurde die Reichweite der Posts von Fanseiten klammheimlich reduziert. Mit so genannten „Promoted Posts“ soll nun die ursprüngliche Reichweite gegen Bezahlung wieder hergestellt werden. Eine Basisfunktion, die erst umsonst war, wird kostenpflichtig. Die Melkmaschine ist angeworfen worden.

Facebook will Geld, damit Status Updates von allen gesehen werden
Screenshot: Facebook will Geld, damit Status Updates von mehr Nutzern gesehen werden.

Von dieser Innovation Abzocke sind mitnichten nur kommerzielle Anbieter oder Seiten mit wenig Fans betroffen. Es trifft BMW (über 10.000.000 Fans) genau so wie die Fanseite kleiner Vereine wie z.B. der Pfadfinder oben im Screenshot (ca. 500 Fans). Auch ich habe mit 233 Fans ab und zu dieses Feld unter meinen Status Updates, obwohl Facebook selber schreibt, dass die Funktion nur für Seiten mit 400 bis 100.000 „Gefällt mir“-Angaben verfügbar sei.

Gut, Facebook soll gerne versuchen, auf diesem Weg Geld zu verdienen und die Gier der Aktionäre zu befriedigen. Wer nur auf Facebook setzt und z.B. seine eigene Domain abschaltet und zu einer Fanseite umleitet, ist selber schuld. Es gibt Alternativen.

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Die freie und pushenswerte Alternative diaspora bediene ich aktuell nur per privatem Profil.

Foto: Oliver Wunder / CC-Lizenz

6 Kommentare


  1. Fratzenbuch hat Geld nötig, denn der Aktienkurs ist vom Ausgabekurs 38 USD inzwischen aktuell in New York auf 21-22 USD abgestürzt (worden)!

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    1. Ein Verhalten, das nur ein quasi Monopolist an den Tag legen kann. Wie geschrieben, erst war es kostenlos und dann wird es klammheimlich kostenpflichtig, seine Fans zu erreichen. Nicht mit mir.

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  2. Man hat doch schon einiges mehr von Facebook erwartet und ist jetzt umso mehr von denen enttäuscht. Da muss in Zukunft doch einiges mehr passieren, um das Vertrauen deer Nutzer wieder zu bekommen.

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