Anzeige

ACTA-Infoveranstaltung am 09.02. in Greifswald

Mittwoch, der 8. Februar 2012, 15:47 Uhr von daburna
Stopp ACTA

Logo von ACTA-Gegnern.

ACTA – inzwischen hat fast jeder diese Kombination aus vier Buchstaben schon mal irgendwo gesehen, doch was steht dahinter? Ausgeschrieben bedeutet es “Anti-Counterfeiting Trade Agreement” und ist ein Handelsübereinkommen zur Bekämpfung von Produkt- und Markenpiraterie zwischen der EU, den USA und neun weiteren Staaten.

Ok. Und warum der ganze Widerstand dagegen? Kurz zusammengefasst, ignoriert das ACTA-Abkommen die Gewaltenteilung und umgeht demokratische Prinzipien: ACTA entstand intransparent, geheim, unter Ausschluss der Öffentlichkeit und ärmerer Länder, aber mit Unterstützung der Lobbyisten von Rechteverwertern und Industrie. Außerdem zwingt ACTA die Telekommunikationsanbieter zu privaten Zensur- und Überwachungsstrukturen.

Um über ACTA zu informieren, laden die Piratenpartei Vorpommern-Greifswald, die Grüne Jugend, Attac Greifswald und der Arbeitskreis Kritischer Jurist*innen am Donnerstag, den 9. Februar 2012, um 20 Uhr in das “Sofa” ein. Dort soll ebenfalls für die am Samstag, den 11. Februar, in Rostock Demonstration gegen ACTA mobilisiert werden.

Dieses Video stammt von ACTA-Gegnern und beschäftigt sich mit dem Abkommen.

Update 08.02.2012 16 Uhr: Das von der Piratenpartei für den Protest gegen ACTA verwendete und hier aufgegriffene Logo wird kritisiert, da es dem antisemitischen Stilmittel der Krake über dem Erdball gefährlich nahe komme. Siehe hierzu: Die Fallhöhe der Krake.

Was: Informationsveranstaltung über ACTA
Wann: Donnerstag, den 09. Februar 2012, um 20 Uhr
Wo: Sofa, Brüggstraße 29, Greifswald
Eintritt: frei

Foto: Piratenpartei Schweiz // CC-Lizenz BY 2.5

Diesen Artikel weiterempfehlen

Geschrieben in: Greifswald & Region, Internet & Nerdkram | Schlagwörter: , , , , ,
0 Trackbacks | 4 Kommentare » | Views: 1.663 | Print This Post Print This Post

Über den Autor:
daburna
daburna alias Oliver Wunder, schreibt seit August 2005 diesen Blog. Er ist Diplom-Geograph, kennt sich aber auch in Politikwissenschaft und Betriebswirtschaftslehre aus, und ist als freier Journalist tätig. Sein Lebensmittelpunkt liegt in der Hansestadt Greifswald.
Weitere Artikel des Autors lesen.
Anzeige

4 Antworten

  1. Martin sagt:

    Herr Wunder, die Farbe des Rahmens, in dem ich gerade kommentiere ist verdächtig braun. Bitte schreiben Sie eine Distanzierung in dreifacher Ausführung. Glücklicherweise fahren Sie ja oft mit dem Zug. So ist die Erwähnung einer Autobahn hier nicht notwendig.

    Manche Zeitgenossen sind echt tragisch komisch. Mit entsprechendem Willen kann man überall NS Bezug hineininterpretieren. Ist das zielführend?

  2. Martin sagt:

    Hier ist er schon, der entsprechende Wille.
    Ganz klar, nur “Rechte” benutzen anscheinend Tiere zur bildhaften Darstellung von Sprache.

    Daran erkennen wir dann die Nazis von morgen. Wehe, hier malt einer Tiere, sagt die Kindergartenerzieherin… ;)

  3. Eric sagt:

    Menschen die vor wenigen Tagen ACTA, SOPA und PIPA noch für tschechische Eissorten gehalten haben, fühlen ihren netzpolitischen Enthusiasmus erwachen.

    Ein paar Fakten gibt über den ACTA-Alarmismus gibt es hier: http://bit.ly/zR1iyR

  4. FBM sagt:

    die krake ist nicht antisemtisch – auch nicht strukturell.

    die krake hält die welt [das internet] im klammergriff.

    es gibt kein symbol, dass hier irgendwie an juden oder semiten erinnert. strukturell antisemtisch wäre die grafik, wenn sie mechanismen abbilden würde, die denen des (klassischen) antisemitismus ähnelten. dies würde z.b. der fall sein, wenn die krake eine minderheit oder elite repräsentieren würde.
    das stirnband zeigt jedoch symbole, die für ca. 1 mrd menschen stehen.

    überhaupt ist die kritik an einer argumentation, sie sei “strukturell antisemitisch” zweischneidig.
    Man könnte ja letztlich bei jeder Kritik an Oligopolen behaupten, es handele sich um strukturellen Antisemitismus – unabhängig von der Frage, ob es dieses Oligopol gibt oder eben nicht. ich frage: wenn es so eine fehlanschuldigung gibt, dass eine minderheit irgendeine art “new world order” schafft oder geschaffen hat, warum kann man das nicht an fakten diskutieren. indem man diese fehlanschuldigung als (strukturellen) antisemitismus bezeichnet, schadet man nicht nur der diskussion, man setzt auf einer seite ein label auf, welches wirklich ein stoß vor den kopf ist.

Einen Kommentar abgeben

Bitte beachten Sie: Die Kommentare werden moderiert. Dies kann Ihren Kommentar verzögern. Es besteht aber kein Grund, ihn nochmal abzuschicken. Halten Sie sich außerdem bitte an die Kommentarregeln.