Ex-NPDler für Piraten im Kreistag – Zweifel an Erklärung

Dienstag, der 11. Oktober 2011, 15:33 Uhr von daburna

Piratenpartei LogoDie Piraten Greifswald schippern in stürmischen Gewässern. Ihr frischgebackenes Kreistagsmitglied Matthias Bahner veröffentlichte am 9. Oktober eine persönliche Erklärung in der er zugab, von 2003 bis 2004 Mitglied der rechtsextremen NPD gewesen zu sein. Er bezeichnet dies als “Fehler in meiner Jugend”. Grund seien damalige Schulfreunde und gemeinsame außerschulische Freizeitaktivitäten, wie Feiern und Sport, gewesen, die ihn als 18-jährigen 2003 der Partei beitreten liessen. Laut eigener Aussage beschränkte sich seine Mitgliedschaft ausschließlich auf Freizeitaktivitäten mit seinen damaligen Schulfreunden. Die Mitgliedschaft sei nicht Ausdruck seiner politischen Einstellung gewesen.

Wieso fragt man sich, kommen diese Fakten erst jetzt auf den Tisch? In der Printausgabe der Ostsee Zeitung wird Bahner heute so zitiert: “Bis zur Wahl war ich eine Privatperson. Jetzt ist das nicht mehr so.” Doch freiwillig sei der Schritt nicht gewesen, so die OZ weiter. Angeblich soll es Drohungen gegeben haben, diesen dunkeln Fleck in Bahners Lebenslauf zu veröffentlichen, wenn er es nicht selber täte.

Mit seinem Verhalten hat Bahner der Piratenpartei geschadet, Transparenz sieht anders aus. Enttäuschte Wähler sind schon jetzt die Folge. Eine parteiinterne Aussprache soll es bereits am Donnerstag geben. Und da muss sich Bahner wohl intensiver erklären. In einer Pressemitteilung der NPD Mecklenburg-Vorpommern (anonymisierter Link) wird eine ganz andere Sichtweise seiner Mitgliedschaft in der NPD wiedergegeben.

So sei Bahner nicht 2004 von sich aus ausgetreten, sondern wurde am 10.10.2006 aus der Mitgliederliste gestrichen, da er über ein Jahr seinen Beitragszahlungen nicht nachgekommen sein soll. Bis zum Mai 2005 soll er seinen Mitgliedsbeitrag gezahlt haben. Auch  hätte sich Bahners Mitgliedschaft nicht wie behauptet nur auf Freizeitaktivitäten beschränkt, sondern er habe auch an zahlreichen Kreisverbandssitzungen teilgenommen, sich an den Protesten gegen die “Anti-Wehrmachtsausstellung” in Peenemünde beteiligt und auch das Deutsche Stimme-Pressefest besucht. Untermauert werden diese Zweifel an Bahners Aussagen auch durch Fotos aus dem Jahre 2005. Auf diesen soll er unter Neonazis in Wolgast zu sehen sein, während diese Gegendemonstranten angreifen.

Bahners Schritt zu Transparenz mag für viele zu spät gekommen sein. Seine Erklärung scheint angesichts der Aussage der NPD und der Fotos aus Wolgast lückenhaft. Obwohl es die Verfehlung einer Privatperson ist, die bisher keinem Parteimitglied bekannt war, färbt es auf die Piratenpartei ab. Und so wird die See in Vorpommern-Greifswald wohl die nächsten Tage noch etwas rauher für die junge Partei.

Foto: Piratpartiet // Lizenz Public Domain

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Mittwoch, 12.10.2011: Vortrag über Gewaltökonomie

Montag, der 10. Oktober 2011, 19:00 Uhr von daburna

„Wir brauchen keine privaten Militärfirmen, die von Konfliktherden leben. Öffentliche Daseinsfürsorge muss den Schutz vor Gewalt, Not, Krankheit und Ausgrenzung so gut organisieren, dass mit Hilfslosigkeit keine Geschäfte zu machen sind.“

– Dr. Wolfgang Wodarg

Flyer Vortrag Gewaltökonomie

Bewaffnete Konflikte, die durch wirtschaftliche Interessen der kriegerischen Parteien bestimmt werden, haben sich in der Vergangenheit gehäuft. Das prominenteste Beispiel ist der Irak-Krieg. Unter dem Vorwand angeblich vorhandener Massenvernichtungswaffen wurde Krieg um Öl geführt. Doch gerade in Regionen, wo Wasser Mangelware ist, nehmen Konflikte um einen weiteren Rohstoff zu: Das Wasser. Die wirtschaftlichen Interessen der Akteure, die ihr Einkommen durch diesen kriegerischen Zugriff erhalten, sind ein konfliktauslösender oder -verlängernder Faktor. Oftmals sind es auch Unternehmen, die nicht im Konfliktbereich angesiedelt sind, die wirtschaftliche Profite erzielen, indem sie die Milizen, Warlords oder Militärs finanziell oder mit kriegerischem Gerät unterstützen. In der Vergangenheit hat sich hierfür ein Begriff heraus kristallisiert: Gewaltökonomie oder Kriegsökonomie.

Das Bündnis „Solidarisches Greifswald“, ein loses Bündnis aus Jusos, Grüner Jugend, DGB-Jugend und linksjugend [`solid]/ SDS Greifswald, lädt am Mittwoch, den 12. Oktober 2011, den SPD-Politiker Wolfgang Wodarg ein. Er wird über Kriegs- oder Gewaltökonomie referieren und anschließend mit dem Publikum darüber diskutieren. Eine der Schwerpunktthemen seiner politischen Arbeit ist neben Sozialer Sicherung und Gesundheit, Public Health und Gesundheitsmedizin die Gewaltökonomie.

„Die Reichen für die Armen, die Gesunden für die Kranken, die Starken für die Schwachen, die Mehrheit für die Minderheit.“ – Dr. Wolfgang Wodarg

Was: Vortrag und Diskussion von Dr. Wolfgang Wodarg über Gewaltökonomie
Wann: Mittwoch, den 12. Oktober 2011 um 18 Uhr
Wo: Brasserie Hermann, Gützkower Str. 1, Greifswald
Eintritt: frei
Web: Veranstaltung bei Facebook

Text & Flyer: Jusos Greifswald

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Nappy Riddem – Mixtape Fall 2011 (Download)

Montag, der 10. Oktober 2011, 09:47 Uhr von daburna

Nappy Riddim aus dem Fort Knox Five Umfeld hauen zum Herbst mit dem Mixtape “Fall 2011″ schnell noch funky Mashups mit Klassikern von Otis Redding, Sam Cooke, Zap Mama, Kanye West und mehr raus. So kann jeder Sonnenstrahl perfekt ausgenutzt werden.
The Nappy Riddem Mixtape by NappyRiddem

Tracklisting:Nappy Riddim - Mixtape Fall 2011
1. “Tenderness to Trinidad (Rex Riddem Edit)” – Otis Redding
2. “39-21-46 to Trinidad (Rex Riddem Edit)” – The Showmen
3. “Cupid to Trinidad (Rex Riddem Edit)” – Sam Cooke
4. “Back To Trinidad” – U-Tern
5. “Angle It” – Nappy Riddem
6. “Show Me the Way (Seiji Remix)” – Zap Mama
7. “Trippin’ (Rex Riddem Remix ft. Mustafa Akbar)” – Quincy Jointz
8. “Rastar” – Nappy Riddem
9. “Bang Bang (Rex Riddem Kicks like Rastar Edit)” – Joe Conga
10. “Baby Blends” – Smalltown DJs
11. “Skadub”- Beatphreak
12. “Shove It-Pete (Pass the Dutchie)” – Lance Herbstrong
13. “All Of The Lights (Pretty Lights Remix)” – Kanye West

Drei der exklusiven Mashups mit dem Trinidad Riddem gibt es nach Eingabe der E-Mail-Adresse als MP3 for free zugeschickt.

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Weltweite Proteste am 15. Oktober für Demokratie *Update*

Sonntag, der 9. Oktober 2011, 12:06 Uhr von daburna

15.10.2011 united for #globalchange

Es reicht einfach! Drei Jahre nach der Lehmann Insolvenz gibt es wieder Meldungen über Bankenrettungen, die einen erneuten bevorstehenden Finanzcrash verhindern sollen. Viele Banken hätten “noch so viele Anleihen der hochverschuldeten Euro-Länder in ihren Bilanzen, dass sie im Falle einer Staatspleite gewaltige Beträge abschreiben müssten und frisches Eigenkapital benötigten”, so steht es auf Spiegel Online. Dass die Staatsschulden erst durch die Finanzmarktkrise und Bankenrettungen seit 2008 in die Höhe schossen und die Banken an den gestiegenen Zinsen der Staatsschulden prächtig verdienen, wird natürlich nicht gesagt.

Dagegen werden im Video auf dem Youtube Kanal vom ver.di Pfingstjugendcamp 2008 die Zusammenhänge sehr anschaulich dargestellt. Die Staatsschulden der Griechen sind kein Grund für Krawall-Journalismus gegen Griechenland und daraus erstarkenden Nationalismus, der Sündenbock wird bewußt falsch besetzt. Die wahren Schuldigen profitieren weiter vom Unglück der breiten Massen.

Seit dieses Jahr die Unterdrückten in Nordafrika und auf der arabischen Halbinsel den bewundernswerten Mut hatten, gegen ihre Regierungen aufzustehen und diese teilweise zu Fall brachten, brodelt es auch in der westlichen Welt. Der Funke der Revolution ist ansteckend, Veränderungen auch hier notwendig.

Griechenland, Spanien, Israel und seit wenigen Wochen auch in den USA gehen die Menschen inzwischen auf die Straßen. Die Bewegung OccupyWallStreet hat ganz in der Nähe der Hauptschlagader des globalen Finanzwesens einen Park in Manhattan besetzt. Dieses Video entstand im Anfangsstadium der Aktionen und macht deutlich, warum protestiert wird.

Für Samstag, den 15. Oktober 2011, ist nun geplant, in die Proteste weltweit zu bündeln und gemeinsam Gesicht für echte Demokratie und eine Zügelung der Finanzmärkte zu zeigen. Eine Karte zeigt, wo es überall Proteste geben soll. Auch in Greifswald soll es eine Veranstaltung geben. Der Aufruf dazu ist hier 1:1 wiedergegeben:

Wir rufen alle Bürger und Initiativen auf, sich gemeinsam am Samstag, 15. Oktober 2011, von 15 bis 18 Uhr auf dem Greifswalder Marktplatz zu versammeln, um sich im Sinne des internationalen Aufrufs (s.u.) für echte Demokratie und eine Zügelung der Finanzmärkte einzusetzen.

In unserer Zeit erstarken globale soziale und demokratische Protestbewegungen in den unterschiedlichsten Facetten, sei es in der Arabischen Welt, sei es in Spanien, Griechenland, Israel und jüngst in den USA. Die Unfähigkeit der politischen Eliten zeigt sich gleichzeitig in der ungelösten Finanzkrise, den sich verschärfenden sozialen Problemen und der großen Schere zwischen Arm und Reich.

Auch in Deutschland hat sich die Wut angestaut, weil wichtige Entscheidungen mittlerweile gegen die Mehrheit der Bürger durchgesetzt werden, so wie bei Stuttgart21 oder – hier vor unserer Haustür – die wortbrüchige Einlagerung westdeutschen Atommülls in das Zwischenlager Nord in Lubmin.

In Erinnerung an den Ursprung der Proteste, werden wir auf dem Greifswalder Marktplatz in einer symbolischen Aktion Zelte aufbauen. Es wird Gelegenheit für Diskussionen und zur Vernetzung geben. Die beteiligten Initiativen werden einen gemeinsamen Infotisch erstellen. Unter dem Motto “Den Kuchen neu verteilen” wollen wir Selbstgebackenes zur politischen Tat werden lassen und auf die Straßen der Stadt können alle ihre Forderungen mit Kreide schreiben. Wenn sich als Ergebnis dieses Protestes u.a. ein aktives Netzwerk für echte Demokratie bildet, haben wir einen ersten Schritt gemacht. Und dann werden wir weiter gehen.

Initiativen, die sich diesem Aufruf anschließen möchten, tragen sich bitte mit Namen und Link bei den Kommentaren ein! Kontakt-E-Mail: attac.greifswald@googlemail.com

15. Oktober – Vereinigt für einen weltweiten Wandel

Am 15. Oktober werden Menschen aus der ganzen Welt auf die Straßen und Plätze gehen. Von Amerika bis Asien, von Afrika nach Europa protestieren die Menschen, um ihre Rechte zu fordern und eine wahre Demokratie zu verlangen. Nun ist es Zeit, uns alle einem globalen gewaltfreien Protest anzuschließen.

Die herrschenden Mächte arbeiten zum Vorteil einiger Weniger und sie ignorieren den Willen der überwiegenden Mehrheit sowie die humanen und Umweltkosten, die wir alle zahlen müssen. Diese unerträgliche Situation muss ein Ende haben.
Vereinigt in einer Stimme werden wir die Politiker, und die Finanzeliten, denen sie dienen, sagen, dass es an uns, den Bürgern, ist, über unsere Zukunft zu entscheiden. Wir sind keine Ware in den Händen der Politiker und Banker, die uns nicht vertreten.
Am 15. Oktober werden wir uns auf der Straße treffen, um den weltweiten Wandel den wir wollen zu beginnen. Wir werden friedlich demonstrieren, reden und organisieren bis wir es geschafft haben.

Es ist Zeit, uns zu vereinen. Es ist Zeit, dass sie uns zuhören!
Menschen der Welt, mobilisiert euch am 15. Oktober!

Was: Teil eines weltweiten Protests für mehr Demokratie
Wann: Samstag, den 15. Oktober 2011, 15 bis 18 Uhr
Wo: Marktplatz, Geifswald
Web: Veranstaltung bei Facebook

Update 14.10.2011 17:50 Uhr: Inzwischen unterstützen Attac Greifswald, Grüne Hochschulgruppe und Grüne Jugend Greifswald, Piratenpartei Vorpommern-Greifswald, die LINKE und die Greifswalder Sektion der Hedonistischen Internationalen die Aktion.

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Es stand auf daburna.de: Ozonloch über der Arktis

Montag, der 3. Oktober 2011, 11:17 Uhr von daburna

Ozonschwund über der Arktis 2011

Ozonschwund über der Arktis 2011 verglichen mit 2010. Quelle: NASA

Die Wissenschaftler nennen es Ozonloch. Erstmals wird dabei nicht nur über die Südhalbkugel geredet. Seitdem die Ozonkonzentration im März diesen Jahres in der Atmosphäre über dem Nordpol um 50 Prozent zurückging, müssen sich die Menschen auf der Nordhalkugel der Erde auch mit diesem ernsten Problem beschäftigen. Im wissenschaftlichen Journal Nature erschien gestern ein Artikel, der sich mit dem Ozonloch über der Nordhalbkugel befasst. Die Inhalte werden auf Spiegel Online und bei der Tagesschau zusammengefasst.

Foto: NASA image by Rob Simmon, with data courtesy of Ozone Hole Watch. Caption by Mike Carlowicz and Kristyn Ecochard.

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