Mittwoch, 12.10.2011: Vortrag über Gewaltökonomie

„Wir brauchen keine privaten Militärfirmen, die von Konfliktherden leben. Öffentliche Daseinsfürsorge muss den Schutz vor Gewalt, Not, Krankheit und Ausgrenzung so gut organisieren, dass mit Hilfslosigkeit keine Geschäfte zu machen sind.“

– Dr. Wolfgang Wodarg

Flyer Vortrag Gewaltökonomie

Bewaffnete Konflikte, die durch wirtschaftliche Interessen der kriegerischen Parteien bestimmt werden, haben sich in der Vergangenheit gehäuft. Das prominenteste Beispiel ist der Irak-Krieg. Unter dem Vorwand angeblich vorhandener Massenvernichtungswaffen wurde Krieg um Öl geführt. Doch gerade in Regionen, wo Wasser Mangelware ist, nehmen Konflikte um einen weiteren Rohstoff zu: Das Wasser. Die wirtschaftlichen Interessen der Akteure, die ihr Einkommen durch diesen kriegerischen Zugriff erhalten, sind ein konfliktauslösender oder -verlängernder Faktor. Oftmals sind es auch Unternehmen, die nicht im Konfliktbereich angesiedelt sind, die wirtschaftliche Profite erzielen, indem sie die Milizen, Warlords oder Militärs finanziell oder mit kriegerischem Gerät unterstützen. In der Vergangenheit hat sich hierfür ein Begriff heraus kristallisiert: Gewaltökonomie oder Kriegsökonomie.

Das Bündnis „Solidarisches Greifswald“, ein loses Bündnis aus Jusos, Grüner Jugend, DGB-Jugend und linksjugend [`solid]/ SDS Greifswald, lädt am Mittwoch, den 12. Oktober 2011, den SPD-Politiker Wolfgang Wodarg ein. Er wird über Kriegs- oder Gewaltökonomie referieren und anschließend mit dem Publikum darüber diskutieren. Eine der Schwerpunktthemen seiner politischen Arbeit ist neben Sozialer Sicherung und Gesundheit, Public Health und Gesundheitsmedizin die Gewaltökonomie.

„Die Reichen für die Armen, die Gesunden für die Kranken, die Starken für die Schwachen, die Mehrheit für die Minderheit.“ – Dr. Wolfgang Wodarg

Was: Vortrag und Diskussion von Dr. Wolfgang Wodarg über Gewaltökonomie
Wann: Mittwoch, den 12. Oktober 2011 um 18 Uhr
Wo: Brasserie Hermann, Gützkower Str. 1, Greifswald
Eintritt: frei
Web: Veranstaltung bei Facebook

Text & Flyer: Jusos Greifswald

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