Viele Menschen setzen aktuell nicht nur auf Demos oder Mahnwachen ein Zeichen gegen Atomenergie. Sie wechseln den Stromanbieter und verzichten bewusst auf Atomstrom. Laufzeitverlängerung, Moratorium der Laufzeitverlängerung und vor allem die Atomkatastrophe in Fukushima haben das Vertrauen in Politik, Atomenergie und deren Sicherheit nachhaltig erschüttert.
Wie sieht es aber bei meinen Leserinnen und Lesern aus? Nutzt ihr bereits Ökostrom oder wollt ihr demnächst umsteigen? Dazu habe ich eine kurze Umfrage erstellt.
Nutzt du Ökostrom?
Ja (61%, 35 Votes)
Nein (26%, 15 Votes)
Ich denke drüber nach. (9%, 5 Votes)
Ich werde demnächst wechseln und Ökostrom nutzen. (4%, 2 Votes)
Donnerstag, der 17. März 2011, 08:25 Uhr von daburna
Nach Erscheinen ihrer EP Maintain waren Professor P & DJ Akilles fast durchwegs auf Tour in Schweden unterwegs. Nun bedanken sie sich bei allen Fans und Helfern mit der Single “This Is It”. Der Song ist HipHop in seiner reinsten Form. Ein Sample, Bass und Schlagzeug, darauf Raps und Scratches. Im Video zum Song wird der Kontrast zwischen dem Leben auf der Bühne und als Teilzeitjobber aufgezeigt. “This Is It” kann umsonst heruntergeladen werden. Derzeit sitzen Professor P & DJ Akilles im Studio und feilen an ihrem neuen Album.
Mittwoch, der 16. März 2011, 15:29 Uhr von daburna
Nach dem Erdbeben in Japan fragen sich viele Menschen: In welchen Regionen könnte es nach einem Erdbeben ebenfalls zu Problemen oder Katastrophen in Atomkraftwerken kommen? Diese Frage hat sich der Blog maptd angenommen und eine interaktive Weltkarte erstellt.
Globale Erdbebenhäufigkeit seit 1973 und Standorte von Kernkraftwerken.
Eine Heatmap mit 175.000 Erdbeben mit mindestens der Magnitude 4,5 seit 1973 zeigt die Häufigkeit von Erdbeben in bestimmten Regionen an. Rot entspricht einer Häufung von Erdbeben, grün bedeutet, es gab im betrachteten Zeitraum wenig Erdbeben in der Region. Die Heatmap zeigt recht schön die Umrisse der Kontinentalplatten. Außerdem sind die Standorte von 248 Atomkraftwerken auf der Karte eingetragen.
Es fällt auf, dass vor allem in Japan und an der Westküste der USA Atomkraftwerke in tektonisch sehr aktiven Gebieten stehen. Diese Kraftwerke sind einem höheren Risiko ausgesetzt, von Erdbeben betroffen zu werden.
Diese Art der Visualisierung muss aber kritisch betrachtet werden. Der dargestellte Zeitraum ist sehr kurz. Außerdem ergibt sich aus dem Blick in die Vergangenheit keine Prognose für die Zukunft. Des weiteren zeigt die Darstellung nur die Häufigkeit von Erdbeben und sagt nichts über ihre Stärke aus. Gerade aber starke Erdbeben haben ein höheres Schadenspotential. Nicht allein die Anzahl der Erdbeben gefährdet die Kernkraftwerke.
Über das Risiko von Naturkatastrophen in Deutschland informiert der schon vorgestellte Risk Explorer. Die Website www.nuclear-waste.eu zeigt die Standorte von Kernkraftwerken, Zwischen- und Endlagern in Europa.
Mittwoch, der 16. März 2011, 10:35 Uhr von daburna
Raps auf Tschechisch verstehe ich nicht. Für Flow und Beats ist es aber egal, welche Sprache der Rapper spricht. Oliver Lowe & Friends kommen aus Tschechien und machen HipHop auf Tschechisch. Sicher haben sie auch eine Message in ihren Texten, aber allein die Musik ist schon erwähnenswert: Sehr jazzig und alles live mit Instrumenten eingespielt. Besonders deutlich wird das bei diesem reinen instrumentalen Track.
Oliver Lowe & Friends erscheinen auf dem Label Everdays. Das aktuelle Album heißt “Peníze nebo Život” was laut Google Translate wohl “Geld oder Leben” bedeutet. Gekauft werden kann das Album bei Amazonund Bandcamp.
Der Tsunami nach dem Erdbeben in Japan am 11. März 2011 spülte Menschen, Autos und Häuser einfach so fort. Zigtausend Tote, Milliardenschäden und drei Atomreaktoren in denen wahrscheinlich die Kernschmelze begonnen hat. Viel schlimmer hätte es nicht kommen können. Das läßt die Industrienation Japan wanken und die Welt zittern.
Ohnmacht und Hilflosigkeit überall. Weltweit. Aber auch wir können den Menschen in Japan ganz konkret helfen. Wie schon beim Erdbeben in Haiti vor einem Jahr beteiligen sich Hobby-Kartographen aus der ganzen Welt mit OpenStreetMap an der Hilfe.
Das Projekt OpenStreetMap will eine freie Weltkarte erschaffen. Freiwillige tragen dort Wege, Straßen, Eisenbahnschienen oder Einrichtungen wie Supermärkte und Recyclingcontainer in die Karte ein. Die so geschaffene Karte ist oft aktueller und detallierter als die anderer Anbieter z.B. Google Maps.
Hier setzt das OpenStreetMap-Team bei der Hilfe für Japan an. Auch drei Tage nach der verheerenden Tsunami-Welle suchen die Helfer verzweifelt nach Vermissten. Die Infrastruktur wurde oft komplett weggespült, Wege für Helfer unbenutzbar. Helfer vor Ort brauchen Informationen über blockierte oder beschädigte Straßen. Die vielen Flüchtlinge benötigen Informationen über medizinische Einrichtungen, Notunterkünfte und Trinkwasser- und Essensabgabestationen. All diese Informationen werden mit Hilfe von aktuellen Satellitenbildern und Daten anderer Quellen eingetragen.
OpenStreetMap Sendai 13/03/2011. Gelb markiert sind alle Straßen, die am 12.03. geändert wurden. Grafik: Christopher Osborne
Die Grafik zeigt in gelb an, welche Straßen am 12. März in der Stadt Sendai geändert wurden. Man sieht deutlich die vielen Änderungen. Noch ist aber nicht alles kartographiert. Wer per Beteiligung an OpenStreetMap den Menschen in Japan helfen möchte, sollte sich das folgende Video ansehen. Es ist eine Anleitung wie mit OpenStreetMap gearbeitet wird.
Die Hilfe per OpenStreetMap ist ein schönes Zeichen der Solidarität. Es ist außerdem eine andere Dimension der Hilfe bei fernen Katastrophen. Statt Spendengeldern fließt Arbeit. Innerhalb von kurzer Zeit sind die Änderungen online und unterstützen die Menschen vor Ort. So kann Ohnmacht und Hilflosigkeit ein wenig bekämpft werden.