Weltkarte von Kernkraftwerken und Erdbebenzonen

Nach dem Erdbeben in Japan fragen sich viele Menschen: In welchen Regionen könnte es nach einem Erdbeben ebenfalls zu Problemen oder Katastrophen in Atomkraftwerken kommen? Diese Frage hat sich der Blog maptd angenommen und eine interaktive Weltkarte erstellt.

Global earthquake activity since 1973 and nuclear power plant locations
Globale Erdbebenhäufigkeit seit 1973 und Standorte von Kernkraftwerken.

Eine Heatmap mit 175.000 Erdbeben mit mindestens der Magnitude 4,5 seit 1973 zeigt die Häufigkeit von Erdbeben in bestimmten Regionen an. Rot entspricht einer Häufung von Erdbeben, grün bedeutet, es gab im betrachteten Zeitraum wenig Erdbeben in der Region. Die Heatmap zeigt recht schön die Umrisse der Kontinentalplatten. Außerdem sind die Standorte von 248 Atomkraftwerken auf der Karte eingetragen.

Es fällt auf, dass vor allem in Japan und an der Westküste der USA Atomkraftwerke in tektonisch sehr aktiven Gebieten stehen. Diese Kraftwerke sind einem höheren Risiko ausgesetzt, von Erdbeben betroffen zu werden.

Diese Art der Visualisierung muss aber kritisch betrachtet werden. Der dargestellte Zeitraum ist sehr kurz. Außerdem ergibt sich aus dem Blick in die Vergangenheit keine Prognose für die Zukunft. Des weiteren zeigt die Darstellung nur die Häufigkeit von Erdbeben und sagt nichts über ihre Stärke aus. Gerade aber starke Erdbeben haben ein höheres Schadenspotential. Nicht allein die Anzahl der Erdbeben gefährdet die Kernkraftwerke.

Über das Risiko von Naturkatastrophen in Deutschland informiert der schon vorgestellte Risk Explorer. Die Website www.nuclear-waste.eu zeigt die Standorte von Kernkraftwerken, Zwischen- und Endlagern in Europa.

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