Geständnis! So wurde ich zum Linksextremisten *Update*

Schwarzer Block OlliEs ist Zeit für dieses Geständnis. Nachdem im Internet Tatsachen kombiniert und verbreitet werden, liegt es an mir, diese ins richtige Licht zu rücken und zu ergänzen. Denn da fehlt eine Menge belastendes Material.

Was wurde geschrieben? Ich würde mich mit der „linksextremen Roten Flora“ solidarisieren, wenn dort rechtswidrige Razzien stattfinden, gegen rechte Jugendbünde schreiben, als Vermittler von Busreisen für die Linksjugend [’solid] zu Anti-Nazi-Demonstrationen fungieren und auf das Autonome Jugendhaus Bargteheide verweisen.

Ich kann nur sagen, ja, das stimmt alles. Aber es wurde nicht tief genug gegraben. Als Ergänzung gibt es noch ein paar weitere Fakten.

Schon als Kind begann meine Karriere als Linksextremist. In Westdeutschland geboren und aufgewachsen, sah ich alle Schwächen des kapitalistischen Systems. Konsequenz: Als erstes spielte ich mit LEGO Angriffe der Sowjetunion auf den kapitalistischen Westen. Wer siegte, war klar. Eine Folge war ein Mangel an roten Legosteinen in Schleswig-Holstein. Dann gab mir mein Vater Mao zu lesen. Später auf dem Gymnasium spielte ich das Browsergame Galaxywars, schuf dort die Allianz „Union der Sozialistischen Sternenrepubliken (UdSSR)“ und verbreitete einerseits Wohlstand für Alle, andererseits Angst und Schrecken. Der letzte konsequente Schritt war, zum Studium in die ehemalige DDR zu ziehen. Hier zitiere ich nun im schwarzem Hoody Marx und Engels vom Balkon meines Plattenbaus. Außerdem überlege ich meine Tätigkeit als Reiseunternehmer für linke Gruppen auszuweiten. Die Pläne für ein „Reisebüro roter Stern“ reifen in meinem Kopf.

So jetzt aber mal Tacheles. Wenn gesellschaftliches Engagement für Demokratie und gegen menschenverachtende Ideologien dazu führt, als linksextrem verortet zu werden, dann gestehe ich. Ja, ich bin linksextrem!

Dieser Kommentar ist eine Replik auf den Beitrag eines neurechten Jugendbundes.

Update: Gelungen ist auch die Antwort auf dem Blog bündische einfalt.

Update 28.03.2011: Die Klappspaten der Deutschen Gildenschaft haben es nicht gerafft. Der Beitrag ist Satire. Ich buchstabier euch das mal: S A T I R E. Aber wer den Einsatz für Demokratie und gegen menschenverachtende Ideologien als „fragwürdige Bedingungen“ bezeichnet, dem ist eh nicht mehr zu helfen.

4 Kommentare


  1. Auch wenn ich mich als Leser dieses linken Blogs selber verdächtig machen sollte 😉
    … wie lautet die zitierte Textstelle von Marx und Engels?

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    1. Ich las aus dem Manifest der kommunistischen Partei vor. „Ein Gespenst geht um in Europa“ und dann hab ich abgewandelt „das Gespenst des Plagiats. Alle Mächte des alten Europas haben sich zu einer Hetzjagd gegen dieses Gespenst verbündet, die linke Hetzpresse FAZ und Welt…“

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  2. Ja, daburna, da burnt wohl bald die Hütte, ich meine so ein Linksextremer wie du bist is mir lange nicht untergekommen. Du solltest dich schämen und mal darüber nachdenken ob es nicht besser wäe wenn du austrittst: Aus der Partei, aus der KPD, aus dem Vorstand der Vereinigten wahrheitsverbreitetenden Linken, da bist du doch drin gibs doch auch zu. Also, meiner Ansicht nach fehlen da noch Tatbestände. Was ist zum Beispiel mit dem konsequenten Verbeietn solzialisten Liedguts. NA?
    Ich möchte an dieser Stelle bekennen: Ich bin auch linksextrem und das seit ich denken kann.

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  3. Wie schrieb schon Marx an Engels in Manchester am 2. April 1858: „Die ganze Scheiße soll zerfallen …“ (MEW 29)

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