Neulich im Seminarraum

Dienstag 12:00 Uhr. Noch auf Arbeit, aber schon fertig für heute. Schnell beim Chef abgemeldet. Rauf aufs Rad und ab zur Vorlesung in die Domstraße. Laut Google Maps ein Weg von 1,7 Kilometern.

12:12 Uhr. Nach dem holprigen Ritt durch die Baustelle auf der Mühlenstraße erreiche ich pünktlich das Institut. Im Seminarraum ist noch genug Sitzplatz frei. Wieso kommen die Anderen eigentlich schon immer viel zu früh?

Habe mich also nach einem Platz umgeschaut, meine schöne Jacke ausgezogen und mich hingesetzt. Um mich herum stelle ich verwirrte Blicke fest. Außerdem kommt mir kein Gesicht im Raum bekannt vor. Etwas stimmt nicht. Im Gehirn rattert es. Rechtzeitig bevor der Dozent kommt, weiß ich, was es ist. Jacke an, Rucksack in die Hand und raus aus dem Raum.

Zwei Stunden zu früh. Dabei muss ich in diesem Semester doch nur noch zwei Vorlesungen die Woche besuchen. So schwer sollte es nicht sein, sich zu merken, dass die Vorlesung Dienstag 14 Uhr und Mittwoch 12 Uhr beginnt. Aber gut, solche verpeilten Tage kommen vor. Ab ins Bett, dann ziehen sie unbemerkt vorbei.

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