HP Schubert RIP!
Donnerstag, der 1. Juli 2010, 19:49 Uhr von
daburna
Nachrufe sind nicht mein Ding und sollen es nie werden. Aber manchmal muss es einfach sein.
An diesen Mann erinner ich mich durchaus lebhaft. Was hab ich ihm die Hölle heiß gemacht und er hat mich deswegen trotzdem nicht gehasst oder schlechter bewertet. Die Rede ist von meinem ehemaligen Englisch- und Deutschlehrer Hans-Peter Schubert, von seinen SchülerInnen “Schubi” genannt.
Schubert war etliche Jahre Lehrer am Kreisgymnasium Bargteheide (KgB), das seit wenigen Jahren Kopernikus Gymnasium Bargteheide heißt. Er war nicht nur Deutschlehrer von Detlev Buck, sondern ein ganz besonderer Mann. Ein alter 1968er, der immer davon überzeugt war, das Beste aus seinen SchülerInnen herausholen zu können, auch wenn sie ihm auf der Nase herumtanzten.
Schubi liess sich Streiche spielen und erzählte dafür im Gegenzug Geschichten aus seinem Leben z.B. von einem zugeflogenen Papagei oder den auf seinem Kompost aus Vogelfutter gekeimten Haschisch-Pflanzen. Viele Dinge sind es, die ich mit ihm verbinde. Eine bärige Gestalt, einen Rauschebart, die Pfeife, Bananenkisten und lustige Unterrichtsstunden, das war er unser Schubi.
Hans-Peter Schubert verstarb am 21. Juni 2010 im Alter von 67 Jahren. Seine Trauerfeier findet am 2. Juli um 14 Uhr in der Kapelle des Bargteheider Friedhofes statt.

Quellen: Foto von www.abi82kgb.de, dort gibt es noch mehr Fotos; Die Todesanzeige erschien im AHRENSBURGER/BARGTEHEIDER/TRITTAUER MARKT NR.25 – SONNABEND, 26. JUNI 2010
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War zwar nicht auf dem KGB, aber an Ihn kann ich mich trotzdem irgendwie erinnern… Ist schon krass, wenn man sowas liest…
Von Schubi hat man zwar nicht viel “Deklination und Konjugation” mitbekommen, eher ein Wohlfühlunterricht mit Lebensweisheiten. Klönschnack, Guiness, “Zettels Traum”, Irish Folk, Pfeife, perrmantes Warten auf “Schubi” etc. Das Wolfgang Sieg Buch “Blutfleck auffe Häkeldecke” steht heute noch in Griffweite. Schade, dass auf der Trauerfeier so wenig Ehemailge aufgetaucht sind.
Ein Gutmensch, dessen weiteren Werdegang ich ab 1985 nicht mehr verfolgen konnte.
Ronald Sick