Mittwoch, der 17. März 2010, 18:25 Uhr von daburna
Die Promomaschine läuft auf Hochtouren und so verschenkt Dendemann als Vorgeschmack auf sein kommendes Album “Vom Vintage verweht” eine MP3 aus ebendiesem. In “Papierkrieg” wird übrigens das Stück “Explosion” von der Pop-Rockband Tocotronic gesampeld. Ob das Album genauso mit Rockelementen gespickt ist? Anscheinend wurde Dendemann durch seine Zusammenarbeit mit den Beatsteaks nachhaltig beeinflusst.
Den Song “Papierkrieg” gibt es allerdings nur bei Amazon. Das bedeutet, ihr müsst euch dort anmelden und den kostenlosen MP3-Downloader installieren. Angeblich gibt es aber unter dem dicken Button für den Downloader einen kleinen Link mit dem Text “Installation überspringen”. Den hab ich aber nicht gefunden.
Mittwoch, der 17. März 2010, 16:36 Uhr von daburna
PolitikerInnen, Studierende, BürgerInnen, Burschenschafter, Neonazis und viele mehr können jubeln! Greifswald erweist sich trotz vieler Aktivitäten alternativer und linker Jugendlicher und Studierender doch weiterhin als Trutzburg des Konservativismus. Dabei galt Greifswald doch lange als Leuchtturm im achso braunen Vorpommern. Forschrittlicher ist man hier aber deswegen noch lange nicht.
In seiner heutigen Sitzung stimmte nicht mal eine einfache Mehrheit der Senatsmiglieder der Universität Greifswald für eine Umbenennung der Uni. Damit bleibt der Name Ernst Moritz Arndt weiterhin offiziell mit der Uni verflochten. Die vorerst letzte Instanz im Namensstreit ist erreicht, die Arndt-Gegner scheiterten auch hier nach der vorher knapp verlorenen Urabstimmung. Dabei begann alles so hoffnungsvoll im letzten Sommer mit einem großen Votum der Vollversammlung.
Ernst Moritz Arndt Universität Greifswald – bleibt alles so! Damit war nach den letzten Monaten zu rechnen, schockieren tut es mich aber trotzdem. Ein kritischer Umgang mit dem Namenspatron muss aber weiterhin stattfinden! Das darf jetzt nicht vergessen werden, auch wenn andere Themen in den hochschulpolitischen Vordergrund rücken werden.
Mittwoch, der 17. März 2010, 11:04 Uhr von daburna
Auf der 70. Jahrestagung der Deutschen Geophysikalischen Gesellschaft (DGG) in Bochum wurde gestern eine Deutschlandkarte mit den Anomalien des Magnetfelds im Boden präsentiert. In der Karte sind die Anomalien des erdmagnetischen Totalfeldes einheitlich auf einem 100 m Gitter in einer Höhe von 1000 m NN bezogen auf das Definitive Geomagnetische Referenzfeld 1980, Epoche 1980.0, abgebildet.
Die Anomalien im Magnetfeld entstehen durch unterirdische Störkörper. Durch die Messungen der Abweichungen können die Wissenschaftler bestimmen, wie das Untergrundgestein beschaffen ist, das ist wichtige Grundlagenforschung und interessant für z.B. Energieversorger oder Ornithologen.
Auf Spiegel Online gibt es dazu eine lesenswerte Besprechung, daher spar ich mir selber mehr Worte zu den Inhalten und Erkenntnissen der Karte dazu.
Die Karte soll es demnächst im Buchhandel zum Kaufen geben. Hier gibt es sie aber schon in zwei Versionen for free zum Runterladen. Es gibt die Magnetfeldkarte als PDF oder alternativ auch als Bestandteil eines Posters mit begleitendem Text der DGG.
Laut Erkenntnissen des Jet Propulsion Laboratory der amerikanischen Raumfahrtbehörde NASA wurde durch das Beben die Erdachse um 2,7 Millionstel Bogensekunden (etwa acht Zentimeter) verschoben. Dadurch wurden die Tage auf der Erde um 1,26 Millionstel Sekunden kürzer. Das ist für uns Menschen aber nicht bemerkbar und bei Erdbeben schon öfter vorgekommen.
Grund dafür ist eine vertikale Verschiebung enormer Gesteinsmassen, die einen “Pirouetteneffekt” bewirkt haben “(wie bei einem Eisläufer, der durch Anlegen der Arme sich immer schneller um sich selbst dreht)”, weiß der Geograph Jürgen Schönstein.
Aber nicht nur das. Nach dem Erdbeben entspannte sich die seit Jahren aufgestaute Erdkruste und rutschte Richtung Westen. Vor Chiles Küste schiebt sich die Nazca-Platte mit etwa 70 Millimeter pro Jahr unter die Südamerikanische Platte. Die Südamerikanische Platte staucht sich auf, bei Erdbeben löst sich diese Stauchung. Das geschah am 27. Febraur und bewegte die Erdkruste. Die Position der Stadt Concepción verschob sich um drei Meter nach Westen.
Ozeanische Kruste taucht unter Kontinentaler Kruste ab. Die beiden Platten reiben aneinander und stauen Spannungen in der Erdkruste auf, die sich ruckartig lösen können und ein Erdbeben verursachen. Abbildung: GFZ
Wissenschaftler des GeoForschungsZentrums (GFZ) Potsdam fanden heraus, dass das Erdbeben eine der beiden letzten seismischen Lücken am südamerikanischen Plattenrand geschlossen hat. In dem Zeitraum von ungefähr 100 Jahren bricht hier die Erdkruste vor Südamerika von Patagonien im Süden bis nach Panama im Norden in einer Reihe von Starkbeben vollständig durch. Mit dem letzten Beben wurde eine Lücke in diesem Bruch geschlossen. Nun verbleibt im Norden Chiles eine Lücke, die das Potential eines vergleichbaren Erdbebens hat und nun noch mehr in den Fokus der Überwachung mit dem System IPOC (International Plate boundary Observatory Chile) rückt.
Wer schon datenschutzrechtliche Bedenken wegen Google Street View hatte, wird nun entsetzt aufspringen. Hier kommt Google Home View. Keine Wohnzimmer ist mehr sicher.