Kombikraftwerk erhält Klimaschutzpreis

Montag, der 26. Oktober 2009, 18:08 Uhr von daburna

Im Koalitionsvertrag der neuen schwarz-gelben Regierung steht es drin, es soll eine Laufzeitverlängerung für die Atomkraftwerke geben. Damit wird den Energiekonzernen eine Lizenz zum Gelddrucken in die Hand gegeben, so lassen sich doch pro Tag Millionen Euro mit den Atomkraftwerken verdienen.

Ambitionierten Klimaschutzzielen läuft das allerdings zuwider, da die Investitionen in erneuerbare Energie dadurch ausgebremst werden. Dabei sollte gerade vor der Klimaschutzkonferenz im Dezember in Kopenhagen ein Signal von Industriestaaten wie Deutschland ausgehen. Es ist ja auch nicht so, dass wir nicht ohne Atomkraft und fossile Energieerzeugung könnten.

Gerade heute wurde der Deutsche Klimaschutzpreis 2009 der Deutschen Umwelthilfe an den Kasseler Wissenschaftler Kurt Rohrig vergeben. Rohrig arbeitet am Fraunhofer-Institut für Windenergie und Energiesystemtechnik und hat demonstriert, dass ein regeneratives Kombikraftwerk möglich ist. Über dieses Konzept schrieb ich bereits hier. Tagesschau.de schreibt dazu:

Der Kasseler Forscher habe mit dem Vorurteil aufgeräumt, dass mit erneuerbaren Energien eine sichere Stromversorgung nicht gewährleistet sei.

Dem möchte ich nicht mehr viel hinzufügen, aber vielleicht sollte dieses Projekt auf die gesamte Republik ausgedehnt werden. Dann brauchen wir auch keine AKW und neue Kohlekraftwerke in z.B. Lubmin.

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daburna
Schreibt hier seit August 2005 den Blog. Geographiestudent mit Lebensmittelpunkt in der Hansestadt Greifswald.
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2 Antworten

  1. Berti sagt:

    Halte persönlich garnichts davon die Laufzeit der Atomkraftwerke zu verlängern wie jetz wieder von der neuen Regierung beschlossen. Der Weg führt ins Nichts, und das wissen die Politiker wohl auch und tun trotzdem nichts. Direkt auf Ökostrom setzen und die Umwelt entlasten.

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