Ungleiche Strompreisentwicklung

Welcher Stromkunde hat eigentlich in den letzten 10 bis 12 Monaten von gesunkenen Kosten profitiert? Wurde bei einem Stromanbieter für Privatkunden der Strompreis gesenkt? Die Preise für die drei großen fossilen Energieträger Öl, Gas und Kohle sind seit dem Beginn der Weltwirtschaftskrise kräftig gefallen, was sich auch direkt auf den Erzeugerpreis für Strom auswirken sollte.

Sinkende Rohstoffkosten führen zu sinkenden Erzeugerpreisen. So lernt man das in der Betriebswirtschaftslehre. Diese werden aber aktuell nicht an die Privatkunden weitergegeben.

Ein Argument der Stromanbieter ist, dass sie den aktuell verbrauchten Strom schon teilweise mehrere Jahre im Voraus kaufen. Das bedeutet, der Strom, den du aktuell verbrauchst, da dein PC läuft, um diesen Artikel zu lesen, wurde bspw. bereits im Januar 2008 eingekauft. Damals waren die Preise an der Strombörse noch höher als heute. Dem Zufolge müssten die Strompreise aber spätestens zum Jahreswechsel sinken.

Was Privatkunden bisher verweigert wurde, haben Großabnehmer schon bekommen. Im Vergleich zum August 2008 sind für sie die Strompreise bis zum Juli 2009 um 8,5 Prozent gesunken. Private Haushalte zahlten dagegen 5,8 Prozent mehr. Wieso kann an Unternehmen der gesunkene Strompreis weitergegeben werden und an Privatabnehmer nicht? Gewinnmaximierung und die Abschöpfung der maximalen Zahlungsbereitschaft ist die Lösung.

Da sollte doch jeder mal seinen Stromverbrauch checken. Ich werde sowieso noch meinen eigenen Stromverbrauch messen. Mit einem einfachen Messtechnik-Verfahren kann ich meinen eigentlichen Stromverbrauch gut messen. Also lasst euch nicht weiter abzocken, sondern wechselt den Anbieter. Am besten gleich zu einem Ökostromanbieter. Dort ist der Atomausstieg schon vorgezogen worden.

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