Greifswald: Eingeborene VS Einwanderer?

Donnerstag, der 23. Juli 2009, 19:08 Uhr von daburna

Im Zusammenhang mit der Debatte über den Namenspatron der Uni Greifswald, Ernst Moritz Arndt, kam von Leserbriefschreibern in der Ostsee Zeitung immer wieder das Argument auf, die Studierenden hätte gar kein Recht über den Namen der Uni zu befinden. Dies sei eine Angelegenheit der Greifswalder (Ur-)Bevölkerung.

Gerade heute erschien wieder eine solche Aussage in der OZ, wie in dem beim Fleischervorstadt Blog zitierten Leserbrief von Hans-Jürgen Schumacher:

“Hysterie ideologisch vorbelasteter Wichtigtuer-Studenten bezüglich einer möglichen oder wahrscheinlichen Umbenennung der alterwürdigen Greifswalder Alma mater [...] für die Ur-Greifswalder kaum zu ertragen. Ich denke, wie die Uni heißen soll, ist auch ein wenig eine (zumindest moralische) Angelegenheit der Greifswalder Bevölkerung.”

Da drängt sich doch die Frage auf, wen zählen Schumacher und andere zur Greifswalder Bevölkerung? Eigentlich sind das doch alle Menschen mit in Greifswald amtlich gemeldeten Wohnsitzen. Der Großteil der Studierenden hat hier seinen Hauptwohnsitz gemeldet und zählt damit offiziell zur Greifswalder Bevölkerung. Doch das scheint nicht auszureichen. Muss ein “Ahnenpass” her? Muss ich in Greifswald geboren sein? Oder so und soviel Jahre hier gewohnt haben? Und vor allem, wer entscheidet, wer Greifswalder ist und wer nicht?

Auch der Greifswalder Antiquarier und Buchhändler Dr. Ulrich Rose fragt sich, ab wann man als Einheimischer gilt, schließlich wohnt er seit 17 Jahren hier. Dabei zählt wohl nicht, ab wann man sich selber als Einheimischer fühlt, sondern ab wann die an einem Ort Geborenen einen akzeptieren. Das kann dauern, auch nach 20 Jahren war meine Familie in einem kleinen Dorf in Schleswig-Holstein nicht als einheimisch akzeptiert.

Ein ziemlich fadenscheiniges Argument der Arndt-Beführworter. Wieso hier angehende Akademiker verärgert werden, ja fast als Menschen zweiter Klasse abgestempelt werden, ist mir unbegreiflich. Das ganz ist auch ziemlich dumm, denn es ist überhaupt nicht gesagt, dass die Studierenden nach einem abgeschlossenen Studium wegziehen werden. Gefällt ihnen die Stadt und bietet sich die Möglichkeit hier Arbeit zu finden, spricht doch nichts dagegen zu bleiben und weiterhin zur Greifswalder Bevölkerung zu zählen. Mit dem Schlechtreden, wird aber keiner gerne bleiben wollen.

Ich gehe wählen, ich gebe hier Geld aus, ich gestalte mit meinen Beiträgen die Medienlandschaft, ich gestalte mit meinen anderen Handlungen Greifswald, ich fühle mich als Greifswalder, auch wenn ich erst drei Jahre hier wohne. Wieso wird das nicht von einigen Menschen akzeptiert? Freut euch doch lieber, dass wir “eure” Stadt so mögen, dass wir uns als ein Teil davon verstehen!

Und fragt euch mal, was ihr ohne uns Zugewanderte wärt.

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Veranstaltungstipp: Heute Arndt Diskussion

Donnerstag, der 23. Juli 2009, 12:42 Uhr von daburna

Die Initiative Uni ohne Arndt und die Amadeus Antonio Stiftung laden heute abend 20 Uhr ins Ikuwo zu einer Podiumsdiskussion über den (noch) Namenspatron der Uni Greifswald Ernst Moritz Arndt ein. Als Gäste wurden Prof. Dr. Arno Herzig (Hamburg), Prof. Dr. Reinhard Bach (Greifswald), Prof. Dr. Werner Buchholz (Greifswald), Prof. Dr. Thomas Stamm-Kuhlmann (Greifswald) eingeladen. Der Eintritt ist kostenlos.

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Aktuelle Le Monde diplomatique Karte: Iran

Mittwoch, der 22. Juli 2009, 16:08 Uhr von daburna

Ausschnitt aus Le Monde diplomatique Karte: Iran

Iran (Klicken für großes Bild). Quelle: Le Monde diplomatique

Hier kommt jetzt mal eine etwas andere Karte von Le Monde diplomatique. im ungewöhnlichen Stil, der nach Buntstiften aussieht, wird die Situation im Iran dargstellt. Sowohl Minderheiten, als auch politische Beziehungen, Länder mit iranischen Emmigranten, die Grenzen des alten persischen Reichs (von wann?) und US-Militärpräsenzen, sowie US Truppenpräsenzen werden in dieser Karte dargestellt. Da bleibt viel Zeit für Interpretation und Lesen der Karte.

Die Karte gibt es wieder zum Download als PDF. Einen Monat ist diese verfügbar, dann ist die nächste Karte da. Die alten Karten gibt es im umfangreichen Kartenarchiv.

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Nennt es endlich Krieg!

Mittwoch, der 22. Juli 2009, 15:50 Uhr von daburna

Liebes Logbuch,

ich versteh dieses Schöngerede langsam nicht mehr. Wieso hat keiner der herrschenden Politiker den Mumm, die erneute Eskalation in Afghanistan endlich als Krieg zu bezeichnen. Das ist kein humanitäres Engagement mehr. Deutschland befindet sich de facto im Krieg mit den Taliban.  Herr Verteidigungsminister Jung, sagen Sie es doch bitte endlich so deutlich! Fuck off, hier glaubt doch eh keiner mehr, dass es sich um einen friedlichen Einsatz handelt. Also Mut zeigen und die in Deutschland wohl so schwer aussprechbare Wahrheit wagen.

Kopfschütelnd mit pazifistischen Grüßen

daburna

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Probleme mit dem Handy

Dienstag, der 21. Juli 2009, 12:02 Uhr von daburna

Lernen die Hersteller eigentlich nicht aus ihren Fehlern? Seit dem ersten Nokia-Handy, das den Massenmarkt geflutet hat, gibt es diesen Fehler, dass sich Handys von alleine ausschalten.

Mein aktuelles Modell das Sony Ericsson W890i hat auch dieses tolle Feature. Ab und zu vibriert es, schaltet sich dann aus, die rote Leuchte hinten brennt und dann geht es im Regelfall nach 2 Minuten wieder an, manchmal aber auch nicht. Das Problem tritt nicht nur bei mir auf.

Und wo wir schon am meckern sind, die Qualität der Fotos ist im Gegensatz zu meinem persönlichen Vorgänger dem W810i schlechter, obwohl es 3,2 statt 2 Megapixel sind. Wie der Dreck unter die Kameralinse kommt, ist mir auch unverständlich.

Solche Sachen sind es, die mir ein Gerät vermiesen, dass ich eigentlich recht gut finde.

Vielleicht ist es doch sinnvoller ein Gerät nur zum Telefonieren zu haben, das dafür dann aber robust ist und nicht schon nach einem Jahr Macken offebart. Fotografieren und Musik hören, kann ich auch mit anderen Geräten. Gibt es überhaupt so ein Handy?

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