Greifswald plant Verkehrserhebung

Die Stadt Greifswald führt im Rahmen der Entwicklung eines Klimaschutzkonzeptes im Mai eine schriftliche Befragung der Wohnbevölkerung zur Nutzung der Verkehrsmittel durch. Betreut und durchgeführt wird das Projekt vom Institut für Geographie und Geologie. Unter Leitung von Frau Dr.  Ruth Bördlein arbeiten auch wir Studierende im Hauptseminar Verkehrsgeographie bei diesem Projekt mit.

Die Diplomarbeit zur CO2-Bilanz der Stadt aus dem Jahr 2005 vom Geographen Martin Bartelt legte hierzu den Grundstein. Die Arbeit stellte klar, dass der CO2-Ausstoss der Greifswalder mit ca. 5 Tonnen pro Jahr unter dem Bundesdurchschnitt von ca. 10 Tonnen pro Jahr liegt. Dies liegt an der Versorgung großer Teile der Wohnungen und Häuser durch Fernwärme. Dadurch liegt auch der Anteil des Verkehrs mit rund 30 Prozent wesentlich höher als im deutschen Durchschnitt mit ca. 20 Prozent.

Daher will die Stadt nun hier anpacken und ein Klimaschutzkonzept erarbeiten, dass sich speziell mit dem Verkehr befaßt. Hier liegt der Fokus aber nicht  auf dem öffentlichen Personennahverkehr (ÖPNV) sondern der Förderung des nichtmotorisierten Verkehrs, sprich Fussgängern und Radfahrern. Dazu gab es letztes Jahr schon eine Fahrradzählung.

Die aktuelle Befragung soll eine Stichprobengröße von 1.000 Personen haben. Diese bekommen per Post den sehr umfangreichen Fragebogen zugeschickt und sollen nicht nur statistische Daten zur Haushaltsgröße, sondern auch sogenannte Wegefragebögen ausfüllen. Jeder Weg, der egal wie zurückgelegt wurde, soll dokumentiert werden. Das klingt kompliziert und ist es auch. So ein Wegefragebogen sieht ungefähr so aus, wie das Exemplar der TU Dresden hier.

Im Juni soll es erste Ergebnisse geben, diese fliessen dann in ein neues Klimaschutzkonzept für Greifswald ein.

3 Kommentare


  1. das finde ich gut. was wurde eigentlich inzwischen als konseqenz aus der radfahrerinnen-zählung unternommen? habe damals auch mitgezählt.

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    1. Die gleiche Frage hab ich Herrn Hildebrandt von der Umweltabteilung auch gestellt. Die Antwort: „Fliesst natürlich auch mit in das Konzept ein.“ Ist eine wichtige Datengrundlage. Aber konkret wurde da wohl nicht viel drausgezogen. Vielleicht das Konzept der Verlängerung der Pappelallee/Rudolf-Petershagen als Fahrradstrasse, mehr nicht.

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