Wir zahlen nicht für eure Krise! Demoaufruf (Update)

„Jetzt führt uns die Krise vor Augen: Wir haben alle über unsere Verhältnisse gelebt.“

So sagte es Dienstag Bundespräsident Horst Köhler in seiner von vielen Seiten bejubelten Berliner Rede. Wolfgang Lieb hat sich mit dieser Rede auf den nachdenkseiten beschäftigt und erwidert:

Wir haben in Deutschland nicht über, sondern vielmehr unter unseren Verhältnissen gelebt.

Köhler scheint so blind zu sein, dass er denkt, alle 82 Millionen Deutschen wären verantwortungslose Banker, die jährlich Boni in Millionenhöhe einstreichen und Phantasieprodukte verkaufen. Nein, zunehmende Armut, seit Jahren stagnierende oder sinkende Löhne und ein Millionenheer von Hartz-IV-Empfangenden (Feb. 2009: 6,7 Millionen), Herr Bundespräsident, zeigen, dass wir definitiv nicht über unsere Verhältnisse gelebt haben.

Dies ist nicht eine, von den Massen verursachte, Krise, daher Samstag 28.03. demonstrieren gehen! Auf nach Frankfurt, auf nach Berlin! Rettungsschirme, Konjunkturpakete, Kredite für „notleidende“ Banken, die Sozialisierung von Verlusten hört nicht auf. Darum am Sonntag der Politik und Wirtschaft sagen: Wir zahlen nicht für eure Krise! Dem Ruf von Attac und vielen anderen folgen, damit 2010 Die Zeit vielleicht wirklich so aussieht.

Update 26.03.2009: Auf den Nachdenkseiten wurde heute ein Brief an Horst Köhler veröffentlicht, der ein persönliches Schicksal schildert und eine Entschuldigung fordert, denn wir haben nicht über unsere Verhältnisse gelebt.

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