Vom Tellerwäscher zum Koch

Ich komm mal wieder zu spät, hier wollte ich mich eigentlich darüber beklagen, seit Neujahr nur noch ein bis zwei Mal im Monat zu arbeiten, sowas wollte ich Montag schreiben, kam dann aber auf die Idee, bei meinem Arbeitgeber anzurufen und zu fragen, wann ich wieder arbeiten solle. Der nannte mir dann Dienstag, Mittwoch, Samstag und eventuell Freitag und Sonntag. Also wieder volles Programm.

Doch schlimm ist es nicht, dass mir der „Ich bin vom langen nicht arbeiten ganz gelangweilt“-Beitrag dadurch versaut wurde, denn Dienstag passierte etwas viel spannenderes. In der Küche angekommen, in voller Erwartung eines hübschen Tellerberges, stellte ich fest, dass dort mein Chef ganz alleine hinterm Herd stand, die beiden anderen Köche hatten frei, allerdings war viel zu tun und ich musste einspringen. So stand ich dann fast zwei Stunden im Restaurant am Herd und habe Fisch, Fleisch, Bratkartoffeln und vieles mehr gebraten/gekocht.

Als ungelernte Aushilfe habe ich dabei wohl keine schlechte Figur gemacht, denn noch am Tag danach wurde ich von den anderen Angestellten lobend drauf angesprochen. So habe ich in meinem Restaurant/Hotel fast schon alle Jobs gemacht und mich von unten immer weiter hochgearbeitet: erst Tellerwäscher, dann „Zimmermädchen“, nun schon Koch. Der Traum vom Millionär scheint vielleicht doch nicht so abwegig.

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