39 Prozent Strom aus Windkraft in MV

Dienstag, der 10. Februar 2009, 22:43 Uhr von daburna

Der Anteil der erneuerbaren Energien an der Stromproduktion in Deutschland steigt seit Jahren kontinuierlich an  und betrug 2008 bereits 15 Prozent. Einen wichtigen Anteil an dieser Entwicklung hat die Windenergie. Nun sind die neusten Zahlen der Windenergie für 2008 veröffentlicht worden. 2008 hatte die Windkraft einen potentiellen (!) Anteil am Nettostromverbrauch von 7,95 Prozent. Aufgegliedert nach Bundesländern gibt es deutliche Unterschiede.  Das Land Sachsen-Anhalt konnte 42,47, Mecklenburg-Vorpommern 39,29 und Schleswig-Holstein 38,24 Prozent seines Nettostromverbrauchs durch Windkraft decken. Schlußlicht ist Stadtstaat Berlin mit 0 Prozent.

Anteil Windenergie am Stromverbrauch

Anteil Windenergie am Stromverbrauch. Quelle: www.dewi.de

Bei der Betrachtung der Werte muß beachtet werden, daß die Bundesländer durch ihre Größe, Wirtschaft und Bevölkerung verschiedene Verbrauchswerte haben. So sind zum Beispiel in Nordrhein-Westfalen mehr Windräder und Leistung installiert als in vielen anderen Bundesländern. Durch den höheren Strombedarf landet das Land beim Anteil der Windkraft an der Stromerzeugung aber nur auf Platz 9. Auch geographische Gegebenheiten sorgen für mehr oder weniger Windausbeute oder Platz für neue Anlagen. Den kompletten Bericht gibt es hier als PDF.

Und während diese Zahlen ein positives Bild der Windenergie zeichnen, titelt der SPIEGEL “Windräder bringen nichts für CO2-Ziel“. Sebastian Keil hat sich näher mit dem Artikel auseinander gesetzt:

Herr Waldermann vermischt hier Äpfel mit Birnen und freut sich über das Ergebenis, ist ja auch lecker, so ein Obstkuchen.

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daburna
Schreibt hier seit August 2005 den Blog. Geographiestudent mit Lebensmittelpunkt in der Hansestadt Greifswald.
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5 Antworten

  1. Marco sagt:

    Schade das der Artikel einem am Anfang die Haare zu Berge stehen lässt und dann erst ganz zum Schluss wirklich wichtige Probleme anspricht. (Warum ist das EEG nicht direkt mit CO2-Zertifikaten gekoppelt?)
    Von der agressiv in die Fresse springenden politischen Positionierung wollen wir gar nicht reden, ist halt Springer – und wird es wohl immer bleiben…

    • daburna sagt:

      Der Herr beim SPIEGEL vergißt auch vollkommen, daß der Preis der CO2-Zertifikate durch das Verschenken an die Konzerne und die viel zu hohe Menge so niedrig ist.

  2. Robert sagt:

    Deutschland hat sich MW – mäßig vom JAhr 2007-2008 um nicht mal 10% verbessert , Während Länder wie USA oda China derzeit federführend im Ausbau der Windkraftanlgen sind . China um mehr als 100% und USA um ca. 80 % .. Diese Daten stammen aus dem world wind energy report 2008 . Dies zeigt wohl auf , das Deutschland derzeit stagniert im Bereich WK

    • daburna sagt:

      Ja, im Vergleich des Zuwachses zu diesen riesigen Staaten stehen wir schlecht da. Allerdings muß man hier wirklich die Relationen beachten, und dass die Branche dort erst wenige Jahre alt ist. In einem großen Land wie China die Megawattzahl von 5.912 MW in 2007 auf 12.210 MW in 2008 zu verdoppeln, ist einfacher, als vom höheren Niveau. Von den 22.247 MW installierte Leistung in Deutschland 2007 eine Verdopplung auf 44.000 MW in 2008 oder gar 88.000 MW in 2009 zu erwarten, ist leider utopisch.

      Außerdem ist zumindest China eine “Entwicklungsdiktatur”, wo Beschlüsse nicht durch langjährige Genehmigungsverfahren Widersprüche, etc. verzögert werden. Dennoch! besteht in Deutschland noch großes Potential für die Windkraft und ein weiterer Ausbau sollte forciert werden.

  3. Berti sagt:

    Hallo,
    sehr beeindruckende Werte für die Windkraft die in Zukunft noch deutlich steigen werden. Eventuell könnte man in Berlin den alten Flughafen Tempelhof nutzen um dort für erneuerbare Energien zu sorgen. Platz wäre dort genug.

    Gruß Berti

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