Service der Stadtwerke enttäuscht

Strom bekommt man in Deutschland entweder von den vier großen Konzernen E.ON, RWE, Vattenfall und EnBW oder von kleinen Anbietern wie zum Beispiel den Stadtwerken. Nachdem ich nun vor einem Jahr auf Grund niedriegerer Preise und Ökostrom zu 123energie gewechselt hatte, stand Ende November 2008 die Entscheidung über eine Verlängerung des Vertrages oder einen Wechsel zu einem neuen Anbieter an.

Stadtwerke = kommunale Infrastruktur, die prinzipiell unterstützenswert ist und gestärkt werden sollte. So in der Art dachte ich. Die Preise zwischen 123energie und den Stadtwerken Greifswald wichen auch nicht besonders stark voneinander ab. Mit dem höheren Preis bei den Stadtwerken erhoffte ich mir auch einen besseren Service. Die bessere Erreichbarkeit durch ein Kundenzentrum vor Ort ist doch schon eine wichtige Institution und Pro-Argument.

Erwartungen sind da, um enttäuscht zu werden. Soviel ist mir langsam klar geworden.  Ich schickte den Stadtwerken am 4. Dezember 2008 meine Anmeldung inklusive Vollmacht zur Kündigung des bestehenden Vertrags. Bis zum 3. Februar hatte ich keine Reaktion der Stadtwerke erhalten. Die Kündigungsbestätigung von 123energie erhielt ich am 16. Januar. Da ich davon ausging, der Vertrag würde nur bis zum 31. Dezember laufen, machte ich mir nach diesem Datum Gedanken, warum ich noch keine Post von den Stadtwerken erhalten hatte. Sollte mein Vetrag dort garnicht eingegangen oder verloren worden sein?

Telefonische Nachfragen bei den Stadtwerken konnten lange nicht beantwortet werden. Gut, vielleicht lag es an dem ungünstigen Zeitpunkt zwischen Weihnachten und der ersten Januarwoche. Aber in dieser Zeit konnte mir mein alter Anbieter schon sagen, dass der Anschluß gekündigt sei. Bei den Stadtwerken konnte ich diese Info nicht erhalten. Dort gab es nur Infos zu meinem alten Vertrag von vor zwei Jahren.

Jetzt drei Tage nach Ablauf des alten Vertrages bekomme ich eine Mitteilung, daß ich seit 1. Februar von den Stadtwerken mit Strom beliefert werde. Informationen zu Abschlägen oder sonstwas sind noch nicht dabei. Dabei hätte man schon wenige Tage nach Erhalt meiner Anmeldung den Brief per Post abschicken können. Mit der Behäbigkeit einer Schnecke behandelten die Stadtwerke Greifswald mich als alten Neukunden.

Das Fazit für mich heißt jetzt, nach Vertragsende in 12 Monaten werde ich, wenn es einen günstigeren kompetenten Anbieter gibt, dorthin wechseln. So wenig Service, kann ich auch bei einem anonymen Anbieter bekommen. Da erwarte ich aber auch nicht viel mehr.

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